ÖKOSTROM UNGERECHTE BELASTUNG Der Ökostrom-Anteil an den En- ergiekosten steigt. Die AK ist ge- gen eine einseitige Belastung der KonsumentInnen. www.arbeiterkammer.at WIRTSCHAFT & UMWELT 3/2010 SEITE 25  Die E-Control bestätigt, wovor die AK gewarnt hat: Die KonsumentInnen werden beim Ökostrom einseitig bela- stet. Maria Kubitschek, Leiterin des AK Bereichs Wirtschaft: „Es kann nicht sein, dass immer nur die KonsumentInnen und die kleinen Gewerbebetriebe für erneuerbare Energien zur Kasse gebeten werden. Auch hier gelte: Gerechtigkeit muss sein!“ Die Verwendung der Fördermittel aus den Beiträgen der KonsumentInnen müsse genauer untersucht und durchschaubar dargestellt werden. Vor allem dürfe die  Die Analyse zeigt große Preisdifferenzen für die Er- stellung von Energieauswei- sen und der mit der Erstel- lung verbundenen Dienst- leistungen. Sowohl die Qua- dratmeterpreise als auch die Stundenpreise sind durch- aus unterschiedlich und vari- ieren. Die Preisgestaltung bei den Pauschalpreisen lässt kein generelles Muster erkennen, jedoch sind zu- meist Energieausweise für Neubauten billiger als solche für Sanierungs- und Be- standsobjekte. Die AK emp- fiehlt, mehrere Anbote ein- zuholen und sich nach ge- nauem Preisvergleich ein verbindliches An- bot erstellen zu lassen, das alle anfallenden Kos- ten beinhaltet. Zu beachten ist, dass bei der Erstellung des Energieausweises selbst oft eine umfassende energe- tische Beratung, welche ne- ben Bauweisen, Materialien und Raumklima auch ökono- mische Aspekte berücksich- tigt, nicht inkludiert ist. Da- her ist stetsnebendemPreis auch der Leistungsumfang konkret festzulegen. Bestel- lung: AK-Hotline 05 7799-0 www.akstmk.at LEI A K- U N T E R S U CHUNG ENERGIEAUSWEISE Für Neubauten vonGebäuden und bei umfassenden Sanie- rungen sind Energieausweisemittlerweile verpflichtend. Die AKSteiermark hat nun untersucht, was sie kosten. Förderung der teuren und ineffizi- enten kleinen Biogasanlagen nicht weiter ausgebaut werden. Dabei werden unter anderem Lebensmittel wie Getreide zur Energiegewinnung verwen- det. LEI WASSER ÖFFENTLICH ODER PRIVAT Thomas Thaler: Siedlungswas- serwirtschaft in öffentlicher oder privater Hand. Informatio- nen zur Umweltpolitik 181, AK Wien 2010.  Drei neue Modelle der kom- munalen Wasserversorgung wurden analy- siert. In Eng- land/Wales wurde die Was- serversorgung privatisiert, in Holland ver- stärkt amMarkt orientiert. In Porto Aleg- re/Brasilien wurde der Ver- sorger in die Autonomie über- führt. In den beiden EU-Län- dern setzte eine negative so- zioökonomische Entwicklung bzw. verstärkte soziale Exklusi- on ein. In der brasilianischen Stadt konnten Verhältnisse ge- schaffen werden (Bürgerbetei- ligung), die eine soziale Ausgrenzung durch die funk- tionierende Versorgung verrin- gerten. Bestellung: Tel.: 01/50165-2698 bzw. christi- ne.schwed@akwien.at LEI AKTION Faire Chancen: Einkaufsplan EinkaufenmitHerz undHirn. DieUnternehmen in diesemEinkaufsplan –meist so genannte sozialökonomischeBetriebe - bietenhochwertige und leistbarePro- dukte undDienstleistungen.Alle habeneines gemeinsam: sie verbindenwichtige aktiveArbeitsmarktpolitikmit günstigenLeistungsangebotenundmitUmwelt- schutz. Bestelltelefon: 01/31000 10-498 Veranstaltung: Öffis amArbeitsweg Im3. Teil derReihe „Verkehr in derStadt“ steht der öffentlicheVer- kehr amArbeitsweg imMittelpunkt derBetrachtung.Mittwoch, 3.No- vember2010, 17.00Uhr.AKBibliothekWien, Lesesaal. Prinz-Eugen- Straße20–22, 1040Wien.Anmeldungbis25.Oktober2010unter: ingrid.lipsky@akwien.at