eiern ist ein wichtiger Bestandteil unseres so- zialen Lebens, ein rau- schendes Fest bleibt GastgeberInnen und Gästen lange in guter Erinnerung. So ein Fest kann aber auch ziemli- che Spuren in Form von über- füllten Mistkübeln hinterlassen. Dies ist mit wenigen, einfachen Maßnahmen leicht vermeidbar. Ein kurzer Leitfaden. DIE EINLADUNG BeimEinladen an öffentliche Verkehrsmittel denken. Ein Fest, das wenig Spuren hinter- lässt, beginnt schon bei der Ein- ladung. Wer nicht zuhause fei- ert, wählt am besten einen Ort, der mit öffentlichen Verkehrs- mitteln gut erreichbar ist. Die Anreisemöglichkeit mit Öffis in der Einladung genau zu be- schreiben, regt die Gäste an, sich für das umweltfreundliche Verkehrsmittel zu entscheiden und bequem zum Fest bringen zu lassen. Lesen, Tagträumen, schnell noch ein paar Zeilen zum Geburtstag schreiben – das alles ist beim umweltfreundli- chen Anreisen mit den Öffis möglich. BIO FÜR DIE GÄSTE Gebäck, Gemüse, Obst, Milchprodukte, Getreide, Fleisch und Käse – die Zutaten für ein köstliches Buffet sind meist in Bio-Qualität erhältlich. Bio-Obst und -Gemüse gibt es oft in außergewöhnlichen Sor- ten, die ein intensives Ge- schmackserlebnis bringen. Ein Bio-Buffet verwöhnt die Gäste mit gesunden Köstlichkeiten und ist ein Beitrag zum Klima- schutz mit Messer und Gabel. Denn ein Bio-Buffet spart im Vergleich zum herkömmlichen Buffet bis zu 40 Prozent an Treibhausgas-Emissionen. Gut fürs Klima ist es auch, weniger Fleisch zu servieren und stattdessen mehr Gemüse, Getreide und Hülsenfrüchte an- zubieten. Die Argumente liegen auf der Hand: Beispielsweise erzeugt dieHerstellung von 1 kg Rindfleisch 6,45 kg klima- schädliche Treibhausgase, die Herstellung von 1 kg Gemüse hingegen nur nur 0,15 kg!Weni- ger Fleischspeisen anzubieten macht es auch möglich, bestes Bio-Fleisch zu servieren, ohne das Budget zusätzlich zu bela- sten. Das ist auch für die Tiere besser: Auf Biohöfen haben sie ausreichend Platz, um ihre natürlichen Verhaltensweisen auszuleben und bekommen zu- dem ausschließlich biologi- sches Futter. Für alle, die nicht gern selbst kochen, bieten zertifizierte Ca- tering-Betriebe ein schmack- haftes Bio-Buffet an. Sie liefern bei Bedarf nicht nur Speisen und Getränke, sondern verlei- hen auch schönes Mehrwegge- schirr und Stofftischtücher. AUGEN ESSEN MIT Dieser Spruch gilt für das Es- sen selbst genauso wie für das Geschirr, von dem es verzehrt wird. Porzellanteller sehen schöner aus als Teller aus Pla- stik oder Karton. Metallbesteck liegt besser in der Hand und ist edler als Plastikbesteck, das leicht kaputt wird und sich zum Schneiden von Fleisch nicht eignet. Beim Trinken haben Gläser und Porzellantassen die Nase *Mag.a Angelika Hackel MSc ist Biologin und Abfallexpertin von „die umweltberatung“ Wien. FESTE ÖKOLOGISCH FEIERN  Feste soll man feiern wie sie fallen, sagt der Volksmund. Zufriedene Gäste sind das Um und Auf bei je- dem Fest. Wenn nach einer Veranstaltung möglichst wenig Abfall übrigbleibt, ist das gut für die Umwelt und fürs Image. Zu einem schönen Rahmen gehören unter anderem Porzellanteller statt Wegwerfteller und Metallbesteck, das beim kräftigen Schneiden nicht abbricht wie seine Verwandten aus Plastik. Von der Einladung bis zum Zusammenräumen gibt es viele kleine Dinge, die ein gelungenes und gleichzeitig umweltfreundliches Fest ausmachen. Eine durchdachte Planung imVorfeld vermeidet Hektik und Zeitnot im letzten Moment, damit das Fest in Ruhe beginnen kann. VON ANGELIKA HACKEL* F O T O S : S C H U H (4 ) POLITIK BETRIEB LEBEN Flaschen Mehrwegflaschen sind umweltfreundlich und sehen gut aus: viele Hintergrundinformatio- nen zumThemaMehrwegflaschen bietet „die umweltberatung“ auf: www.umweltberatung.at/mehrweg. SEITE 30 WIRTSCHAFT & UMWELT 3/2010 Bio istbesser Informationen, warum„Bio“ besser ist, und eine Liste vonCatering-Be- trieben, die Bio-Buffets bequem ins Haus liefern, findenSie auf: www.umweltberatung.at/ernaehrung . Z U SAMMEN FA S S UNG : Feste ökologisch feiern – das geht! Die bequemeAnreisemit öffentlichen Verkehrsmitteln und ein köstliches Bio-Buffet leisten einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz. Mehr- weggeschirr schaut nicht nur viel schöner aus, sondern ver- meidet auch große Abfallberge, die durch Wegwerfgeschirr entstehen. Getränke in Mehrwegflaschen sind ökologischer als Getränke in Wegwerfflaschen oder Dosen. Durch wieder verwendbare Tischdekoration lässt sich Abfall vermeiden. F