den Plänen der schwarz-gelben deutschen Bundesregierung soll allerdings nicht nur der eigentliche CO2-Ausstoß in die Berechnung einfließen, sondern auch das Gewicht des Fahrzeugs. Ergebnis: bei gleicher Ökoklasse darf z. B. ein schwerer SUV weitaus mehr Kraftstoff verbrauchen als ein leichter Stadtflitzer. Gleiches trifft selbst auf den Kampfpanzer Leopard und den „Smart mhd“ (Micro Hy- brid Drive) zu: Beide fallen in dieselbe Effizienzklasse. Die Hersteller von Bonzenkarren und PS-Protzerschüsseln freut dies natürlich. Ein Etiketten- schwindel bei dem die Umwelt auf der Strecke bleibt. Linktipp: www.autobild.de/artikel/oeko- label-fuer-neuwagen-1246271. html GL kÜHlSCHrANkpiCkerl gelder AUfgetAUt Rund 20 Millionen Euro wird das Umweltforum Haushalt (UFH) an die Republik Österreich rück- überweisen. Zudem wird das UFH noch rund zehn Jahre solche Pickerl oder Gutscheine von Konsumen- tInnen einlösen. Das soll ein Vertrag zwischen UFH und der Republik auf Basis des im Juni beschlossenen Kühlschrankpi- ckerlgesetzes regeln. An sich hat das Kühlschrankpickerlsys- tem schon mit der Erlassung der Elektroaltgeräteverordnung seinen Sinn verloren und wäre abzuwickeln gewesen. Da das Umweltministerium seiner Verantwortung nicht nachkam, bemühte sich die AK um eine gesetzliche Lösung. „Ohne den Druck der AK wären die Gelder in den Kassen des Umweltforum Haushalt verblieben und 2035 ins reguläre Eigentum dieser Privatgesellschaft übergegan- gen“, so AK-Umweltexperte Werner Hochreiter. Spätestens ab 2020 wird das Finanzminis- terium die Rückzahlungsaktion selber weiterführen oder einen Dritten, etwa den Verein für Konsumenteninformation, damit beauftragen. ho iNFrAStrukturSeNAt frAgwürdige pArAllelAktion Über UVP-Bescheide des BMVIT für Bahn- und Straßenprojekte muss eine Rechtsmittelinstanz wachen. Das hat der Verwaltungsge- richtshof (VwGH) entschieden. Das sollte der Umweltsenat sein. Rechtlich ist das ein Trapezakt durch „Nichtanwendung von NACHRiCHteN f o t o s : s c h U h ( 2 ) Messungen des Schweizer For- schungsinstituts EMPA haben ergeben, dass die Industrie weitaus mehr an klima- schädlichen fluorierten Gasen ausstößt als in den Klimaberichten angegeben wird. Diese Schlussfolgerung basiert auf den in der Atmosphäre gemesse- nen Mengen dieser so genannten F-Gase. In Italien, einem der größ- ten Produzenten solcher F-Gase, dürfte zehn- bis zwanzigmal so viel emittiert werden als offiziell angegeben wird. Auf dem Luftwaf- fenstützpunkt Los Angeles sollen im Lauf des kommenden Jahres alle Autos und Busse durch Plug-In- Elektrofahrzeuge ersetzt werden. Das US-Vertei- digungsministerium will diesem Pilotprojekt wei- tere folgen lassen. Die Initiative ist ein Beispiel für die Unterstützung nachhaltiger neuer Technologien durch die US-Verwaltung. Das sechste Umwelt- aktionsprogramm der EU endet 2012. Die EU-Kommission hat nun eine rückblickende Bewertung veröffent- licht, die Fortschritte in der Umweltpolitik, aber Schwächen in der Umsetzung feststellt. Zu den größten Erfolgen zählt die Kommission die Ausdehnung des Natura-2000-Netzes auf beinahe 18 Prozent der EU, die Einführung einer umfassenden Politik für Chemikalien und die Maßnahmen zum Kli- maschutz. Mangelhafte Umsetzung wird vor allem in den Bereichen des Artenschutzes, der Qualität der Böden und Gewässer und der Verringerung des Ressourcenverbrauchs kritisiert. Eine Studie des Inter- nationalen Instituts für Umwelt und Entwick- lung (www.iied.org), die kürzlich erschienen ist, ging der Frage nach, wie sich die steigende Nach- frage nach Biokraftstof- fen auf die Landnutzung in Entwicklungsländern auswirkt. Die Studie zeigt, dass insbesondere in Ländern mit gesetzlich schwach verankerten Rechten an der Land- nutzung der Landraub zunimmt. Traditionelle Landnutzung wird zugunsten des Anbaus von Holzplantagen und anderen Ausgangs- stoffen für Bioenergie gewaltsam verdrängt – mit allen negativen sozialen Folgen, die das für die bisherigen Nutzer bringt. CS www.ak-umwelt.atSeite 6 Wirtschaft & UmWelt 3/2011 Länger Geld fürs Pickerl AuF eiNeN bliCk eU, eUropA Und die gAnZe welt Plastiksackerl – Nein danke! 350 Millionen Einkaufssackerl verbraucht Österreich jährlich. Ein Wettbewerb will das ändern. Infos: www.umweltberatung.at/wett- bewerb Teilnahmeschluss: 15. Jänner 2012. Wirtschaft & Umwelt ist umgezogen! Sie finden uns im Web nun unter der neuen Adresse: www.ak-umwelt.at