WiSSeNSCHAFt Grundsätzlich sollen Kon- sumentInnen Getränke in möglichst hochwertigen Ver- packungen bekommen. Hier zeigt sich, dass Glasflaschen mit optimierten Verschluss- kappen die beste Variante sind. Relativ unbekannt in der Öffentlichkeit dürfte sein, dass PET-Flaschen nicht bei hohen Temperaturen gelagert und keinesfalls mit Heißgetränken befüllt werden sollen, da sonst Antimon ins Getränk migrie- ren kann. Vor allem aber haben sich viele unbeantwortete Fragen gezeigt, die man als Optimie- rungspotenziale in Sachen Pro- duktqualität und -sicherheit be- greifen kann. Jedenfalls besteht Forschungsbedarf, den die Stu- die auch für die unterschied- lichen Akteure bei Getränken anspricht. Zwar geben die öffentlich zugänglichen Un- tersuchungen keine Hinweise auf verbreitete Grenzwertüber- schreitungen der untersuchten Substanzen. Einige der nachge- wiesenen Substanzen sind aber potenziell endokrin wirksam (z.B. Bisphenol A, dreiwertige Antimonverbindungen) oder krebserregend (z.B. dreiwer- tige Antimonverbindungen). Belastungen damit sollten je- denfalls möglichst verhindert werden. Hier sind sowohl Abfüller als die Packmittelherstel- ler, aber auch der Handel gefordert, weitere Verbes- serungen in die Wege zu leiten. Gefordert ist auch die öffentliche Hand: Forschung, vor allem Grundlagenfor- schung, wird gebraucht – die kürzlich vorgelegte Human- „Biomonitoringstudie Öster- reich“ ist hier ein Anfang. Was aber genauso nötig ist, ist auch mehr Kontrolle. So ist auch der in der So- zialpartnerempfehlung Mehr- weg ausgesprochene Wunsch an den Gesundheitsminister gemeint, er möge dazu „eine Plattform einrichten, die sich mit der Untersuchung und Erforschung der am Markt be- findlichen Verpackungen und Verpackungsmaterialien (in- klusive Kunststoffrezyklate) auf migrierende Substanzen beschäftigt, um – wo nötig – entsprechende Maßnahmen ergreifen zu können.“ Informationen zur Umweltpolitik Nr. 185: Elmar Schwarzlmüller, Harald Brugger: Gesundheitsrele- vante Aspekte von Getränkeverpa- ckungen, Bundeskammer für Arbei- ter und Angestellte, Wien 2011 Ak studienreihe: informationen zur Umweltpolitik 164 Einflussfaktoren auf die Höhe der Müllge- bühren, 2005 165 R. Deussner, G. Kovacic Anteil des LKW-Quell-Ziel-Verkehrs sowie dessen Emissionen am gesamten Stra- ßengüterverkehr in Wien. Erstellt vom Österreichischen Institut für Raumpla- nung im Auftrag der AK Wien, 2006 166 W. Lauber (Hrsg.) Privatisierung des Wassersektors in Europa. Reformbedarf oder Kapitalinteressen? 2006 167 Elisa Schenner EU und Wasserliberalisie- rung – Eine Analyse auf internationaler und europäischer Ebene, 2006 169 Tony Musu REACH am Arbeitsplatz – Die potenziellen Vorteile der neuen eu- ropäischen Chemikalienpolitik für die ArbeitnehmerInnen, 2006 (vergriffen) 170 Franz Greil (Hrsg.) Feinstaub am Arbeitsplatz Die Emissionen ultrafeiner Partikel und ihre Folgen für Arbeitneh- merInnen, Tagungsband, 2006 171 Andreas Käfer, Judith Lang, Michael Hecht Luftverkehr und Lärmschutz – Ist-Stand im internationalen Vergleich – Grundlagen für eine österreichische Regelung, 2006 173 Franz Greil (Hrsg.) Welche Zukunft hat der Diesel? Technik, Kosten und Um- weltfolgen, Tagungsband, 2007 174 Werner Hochreiter (Hrsg.) Umsetzung der EU-Umwelthaftungsrichtlinie in Österreich, Tagungsband ergänzt um Materialien und Hintergrunddokumente zum Diskussionsprozess, 2007 175 Klimaschutz, Infrastruktur und Verkehr 2007 176 Cornelia Mittendorfer (Hrsg.) Die Stra- tegische Umweltprüfung im Verkehrsbe- reich Tagungsband, 2008 177 Cornelia Mittendorfer (Hrsg) Die UVP auf dem Prüfstand. Zur Entwicklung eines umkämpften Instruments Ta- gungsband, 2008 178 Werner Hochreiter (Hrsg) Die Umset- zung der EU-Umgebungslärmrichtlinie in Österreich Tagungsband, 2008 179 Feinstaubproblem Baumaschine Emis- sionen und Kosten einer Partikelfilter- nachrüstung in Österreich. Umweltbun- desamt, 2009 180 Werner Hochreiter (Hrsg) Mehrweg hat Zukunft! Lösungsszenarien für Ös- terreich im internationalen Vergleich, Tagungsband, 2010 181 Thomas Thaler Siedlungswasserwirt- schaft in öffentlicher oder privater Hand. England/Wales, die Niederlande und Porto Allegre (Brasilien) als Fallbei- spiele, 2010 182 Werner Hochreiter (Hrsg) Aktionspla- nung gegen Straßenlärm – wie geht es weiter? Tagungsband, 2010, die Nie- derlande und Porto Allegre (Brasilien) als Fallbeispiele 183 Christoph Streissler (Hrsg.) Agrotreib- stoffe – Lösung oder Problem? Potenzi- ale, Umweltauswirkungen und soziale Aspekte, Tagungsband, 2010 184 Lkw-Tempolimits und Emissionen: Auswirkungen der Einhaltung der Lkw-Tempolimits auf Autobahnen auf Emissionen und Lärm, Studie, 2011 185 Gesundheitsrelevante Aspekte von Ge- tränkeverpackungen. Studie, 2011 gratis bestellen unter: wirtschaft.umwelt@akwien.at oder bei: Ak-wien, Abteilung umwelt & Verkehr, prinz-eugen-Straße 20-22, 1040 wien, tel: 01/50165-2404 Alle Studien können unter www.ak-umwelt.at als pDF heruntergeladen werden. Wie gefährlich sind PET-Flaschen? pet-flAschen dürfen nie mit heiss- getrÄnken befüllt werden, dA sonst Antimon ins getrÄnk kommen kAnn. AK-Tipp tempoSÜNDer lkw AK (Hg.): LKW-Geschwin- digkeitsverhalten auf Auto- bahnen, 2011 Es wurden händische Tempo messungen von LKW auf Autobahnabschnitten durchgeführt, die Ergebnisse mit automatischen Daten der ASFINAG verglichen und anhand standardisierter Prüfverfahren ausgewertet. Die LKW wurden nach Achs- anzahl, Gewicht und deren Auswirkung auf das Temponi- veau klassifiziert. www.arbeiterkammer.at Wirtschaft & UmWelt 3/2011 Seite 35 www.ak-umwelt.at