Glasverpackungen: Recycling I Seit 1977 wurden in Österreich 17 Milliarden Glasverpackungen gesammelt. Die Recyclingquote lag 2013 bei 85 Prozent, d.h. rund 234.000 Tonnen Altglas wurden recycelt. Ersparnis: rund 250.000 Tonnen Rohstoffe und 221 Millionen kWh an elektrischer Energie. www.agr.at Glasverpackungen: Recycling II In Österreich stehen rund 80.000 Altglas-Sammelbehälter zur Verfü- gung. Der Anteil von Altglas am Rohstoffgemenge beträgt bei Grünglas 90 Prozent, bei Dunkelgrünglas bis 70 Prozent, bei Weiß- und Oliveglas bis 60 Prozent und bei sehr bzw. hell gefärbtem Glas bis 50 Prozent. www.agr.at www.ak-umwelt.atSeite 8 Wirtschaft & UmWelt 2/2014 die Einhaltung der Grenzwerte und Ergreifung von Maßnah- men gesetzlich einzufordern. Obwohl Österreich das NGO- Klagerecht der Aarhus Kon- vention nicht umgesetzt hat, muss Umweltorganisationen dieses Recht zuerkannt wer- den, fordert das Ökobüro. Das geht nach Ansicht des EuGH und des deutschen Bundes- verwaltungsgerichts aus der Aarhus Konvention und dem Prinzip des effektiven Rechts- schutzes des EU-Rechts her- vor. HO exxoN valDez AlAskAs kAmpf gegen dAs Öl Im März jährte sich eine der größten Ölkatastro- phen aller Zeiten zum 25. Mal. Die Naturschutzorganistion WWF fordert großflächige Schutzgebiete, in denen die Ausbeutung von Bodenschät- zen tabu sein muss. Zudem braucht es No-go-Zonen für Schiffstransporte mit riskanter Ladung. Am 24. März 1989 lief der Tanker Exxon Valdez im Golf von Alaska auf ein Riff und schlug Leck. Das Schiff hatte rund 160.000 Tonnen Rohöl geladen. 40.000 Ton- nen davon flossen in den Prinz William Sund und verseuchten einen Küstenstreifen von mehr als 2.000 Kilometern Länge. Die Bilder von verölten Vö- geln und verendeten Seeottern gingen um die Welt. 4,4 Milli- arden US-Dollar zahlte Exxon für die Beseitigung der Ölpest. Doch ihre Auswirkungen sind auch jetzt noch spürbar. Die Population der Seeotter hat 25 Jahre gebraucht, um sich eini- germaßen zu erholen. Andere Arten sind längst noch nicht so weit. Ein halbe Million Vögel starb an den Folgen der Öl- pest. Auch der Heringsbestand brach dramatisch ein und blieb auf niedrigem Niveau. www. wwf.at HO fluglärm beschränkUngen AUf flUghäfen Das EU-Parlament hat den Vorschlag des Rates für eine künftige Verordnung ange- nommen. Sie wird zwei Jahre nach ihrer Veröffentlichung wirksam werden. Dazu wer- den in Österreich auch er- gänzende gesetzliche Regeln nötig sein. Die Verordnung gilt nur für größere Flughäfen mit mindestens 50.000 Flug- bewegungen ziviler Luftfahr- zeuge jährlich und sieht keine spezifischen Grenzwerte für Lärm vor, die nach wie vor von den einzelstaatlichen oder lokalen Stellen festgelegt wer- den müssen. Sie harmonisiert aber die Regelungen über den Erlass von lärmbedingten Be- triebsbeschränkungen – wie etwa Nachtflugverbote – auf Flughäfen der EU. Die lokalen Behörden sollten aber auch tippS: ÖkoeveNt elternsprechtAg Elternsprechtag, Schul- oder Kindergartenfest – VeranstalterInnen in Wien können sich bei der Planung und Durchführung von Veranstaltungen beraten lassen, wie diese umweltfreundlich gestaltet werden können. Ermöglicht wird dies durch das Pro- jekt Veranstaltungsservice der Stadt Wien, gemein- sam mit erfahrenen BeraterInnen von „die umwelt- beratung“. Es fallen nur Kosten für die Reinigung an, die aber von der Stadt Wien gefördert werden. Für Schul- und Kindergartenveranstaltungen sind Teller, Schüsseln und Becher aus bruchsicherem Kunststoff ideal. Kunststoff-Mehrweggeschirr ist wesentlich robuster und praktischer und kann bis zu 150 Mal verwendet werden. Informationen und Beratung zur ökologischen Ausrichtung von Veranstaltungen gibt es beim Veranstaltungsservice, Tel.: 01 803 32 32 – 13. Viele nützliche Infos auch auf der Website: www.oekoevent.at LEI nAchrichten Bodenqualität eu-rüCkzug Die EU-Kommission hat eine Liste „überholter Kommissionsvorschläge“ veröffentlicht, die sie zu- rückgezogen hat: Darunter auch die Bodenrahmen- Richtlinie, die Maßnahmen gegen die Verschlechte- rung der Bodenqualität und zur Erhaltung der Bodenfunktionen treffen sollte. Vor allem Öster- reich und Deutschland hatten sich dagegen ausgesprochen. HO f o t o s : s c h U h ( 3 ), G e W e r k s c h a f t b a U -h o l z ( 1)