www.arbeiterkammer.at Wirtschaft & Umwelt 2/2017 Seite 31 Aktion Rekommunalisierung öffentlicher Dienstleistungen Im Zuge eines internationalen Forschungsprojektes, das von vom zivilgesell- schaftlichen „Transnational Institut (TNI)“ in Amsterdam koordiniert wird, konnten weltweit in den letzten 15 Jahren über 800 Rekommunalisierungsfälle gesammelt werden. https://www.tni.org/en/publication/reclaiming-public-services WEBPAGE Arbeiten in digitalen Zeiten Die AK bietet unter arbeit.digital umfangreiche Informationen und Analysen zum Thema Digitale Arbeit. Neben einer Falterbeilage zum Thema finden sich unter https:// www.arbeiterkammer.at/interes- senvertretung/arbeit_digital/index. html Policy Papers und Beiträge unter anderem zu Datenschutz, digitaler Schule, Arbeitplatzeffek- ten, Crowd Work, Smart City, Industrie 4.0 und vor allem zu Fragen der Arbeitsbedingungen und Mitbestimmung. Die AK setzt sich dafür ein, dass vom digitalen Wandel nicht nur eine kleine Elite profitiert, sondern die Gesellschaft als Ganzes und fordert gerechte Beiträge von Digitalisierungsgewin- nern zur Sicherung des öffentli- chen Sozial- und Gesundheitssys- tems. SL   WIR GRATULIEREN UNS! TRIGOS 2017 ARGE Gentechnik Auszug aus der Begründung der TRIGOS-Jury: „Lebensmittelhandel und Lebens- mittelproduktion, NGOs, Verbände und Institutionen aus den Berei- chen Landwirtschaft, Umwelt- und Konsumentenschutz arbeiten lö- sungsorientiert und auf Augenhöhe zusammen – für die Weiterentwick- lung des Gentechnik-freien Ange- bots. Die ARGE Gentechnik-frei hat maßgeblich zum österreichischen Bewusstsein bezüglich gentechnik- freier Lebensmittelproduktion sowie -konsumation beigetragen und ist ein herausragendes Beispiel für eine Multistakeholder-Plattform, bei der sich Marktkonkurrenten kon- struktiv gemeinsam engagieren“. Der TRIGOS-Preis wird jährlich an österreichische Unternehmen vergeben, die sich sozial und ökolo- gisch besonders engagieren. SI INITIATIVE Fair Crowd Work Gewerkschaftliche Kooperation für CrowdworkerInnen bemüht sich um Verbesserung der Arbeitsbedingungen. „Crowdwork“ ist ein neues Phäno- men der digitalen Arbeitswelt. Ein Unternehmen schreibt Arbeit über Internetplattformen an eine große, anonyme Masse von Menschen aus. CrowdworkerInnen bewerben sich darum, erledigen die Arbeit online und von zuhause aus und werden von der Plattform bezahlt. Grundlegende Arbeitsrechte und Ansprüche bleiben dabei oft auf der Strecke. Weltweit arbeiten bereits hunderttausende Menschen als CrowdworkerInnen in mittlerweile fast allen Branchen und auch für komplexere Aufträge – für Überset- zungen genauso wie für technische Entwicklungsarbeit. Erste Studien kommen zum Ergebnis, dass sich besonders problematische Formen etablieren und sprechen vom „am wenigsten regulierten Arbeitsmarkt aller Zeiten“. Man spricht deshalb bei Crowdwork auch von „digitaler Akkordarbeit“. Bei Fair Crowd Work arbeiten Gewerkschaften aus vielen Ländern zusammen: http://fairc- rowd.work/de/unions-for-crowdwor- kers/ . SL Internationale Zusammenarbeit der Gewerkschaften bei „Fair Crowd work“