GiFTBeLASTUNG EBI StopGlyphosat Immer noch keine Einigung bei Glyphosat-Frage. Im Frühjahr 2016 wurde die Entscheidung der EU- Kommission für eine weitere Zulassung des Pestizids Gly- phosat verschoben, da sich die Mitgliedsstaaten in dieser Frage nicht einigen konnten. Umwelt- organisationen plädieren für das Verbot einer Zulassung von Gly- phosat, weil die Internationale Behörde für Krebsforschung (IARC) Glyphosat als krebserre- gend einstuft. Sie starteten am 8. Februar 2017 die Europäische BürgerInnenintitative „Stop- Glyphosat“. Sie fordern die EU Kommission auf, den Wirkstoff Glyphosat in der EU zu verbie- ten, das Zulassungssystem für Pestizide zu reformieren und EU-weit verbindliche Reduk- tionsziele in der Verwendung chemischer Pestizide. Ein ver- ringerter Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft, wäre si- cher sinnvoll für die Umwelt. Ob ein Verbot von Glyphosat den erwünschten Effekt bringt? Die EU-Chemikalienagentur Echa wurde seitens der EU-Kommis- sion beauftragt Glyphosat auf seine Wirksamkeit zu überprü- fen. Echa kommt nun zu der Einschätzung, dass Glyphosat bei sachgemäßer Anwendung nicht krebserregend ist. SI SicheReR TeLeFoNieReN 10 Handy-Tipps der AUVA Die Allgemeine Unfallversi- cherungsanstalt hat mit einer Studie Wirkmechanismen und Risiken des Handy-Telefonie- rens untersuchen lassen. Denn bisherigen Studien zeigen, dass jahrelanges mehr- stündiges Telefonieren Auswir- kungen auf den Körper haben kann. Die AUVA-Studie zeigt keine direkte Gesundheitsge- fährdung, gibt aber Anlass zur Empfehlung, die eigene Expo- sition zu minimieren. „Denn der Großteil der vom Handy abge- Nachrichten lungsbedarf auf. Das UBA sieht positive Entwicklungen bei der Wasserqualität von Fließgewäs- sern, beim Rückgang der Treib- hausgasemissionen, sinkender Schadstoffbelastungen, stei- gendem Anteil bei erneuerbaren Energieträgern und Ressour- ceneffizienz, hohe Recycling- quoten sowie dem Ansteigen der Umweltwirtschaft. Eines der dringendsten Umweltprobleme ist aus Sicht des UBA der Erhalt der Biodiversität. Um Gegen- zusteuern braucht es Konzepte, die Ökosysteme wirksam schüt- zen. Handlungsbedarf ist in der Landwirtschaft gegeben: Zu viel Dünger belastet das Grundwasser mit Nitrat in Nie- derösterreich und Burgenland. Bei Ammoniakemissionen ist dieser Sektor bereits bei sei- nen Höchstgrenzen angelangt. Im Mobilitätsbereich setzt das UBA auf Elektromobilität, Ein- führung von Tempolimits und Umweltzonen zum Teil um die Luftschadstoffe zu verringern. Die Emissionen von Stickstoff- oxiden sind zu hoch und bei Ozon gibt es auch immer wieder Überschreitungen. SI F o t o s : s c h u h ( 1) , d P a ( 1) Seite 4 Wirtschaft & umwelt 1/2017 Handy-Strahlung ist nicht gesund. strahlten Energie landet im eige- nen Kopf“, so ein AUVA-Experte und rät zu Vorsorgemaßnahmen: „Generell empfehlen wir, Telefo- nate mit dem Handy möglichst kurz zu halten und den Abstand zur Schläfe möglichst zu ver- größern“. Kinder sind aufgrund ihrer Anatomie der Strahlung wesentlich stärker ausgesetzt als Erwachsene. Spielen Kinder mit dem Smartphone, sollte es besser im Flugmodus betrie- ben werden. Daher z.B. Headset benutzen; längere Gespräche am Festnetz führen; nur bei gutem Empfang telefonieren, also nicht z.B. im Keller; beim Kauf auf den SAR-Wert achten. Alle 10 Tipps unter www.auva. at/emf HO LANDWiRSchAFT Umweltkontrollbericht Österreich Heimischer Boden wird seit Jahren überdüngt. Das Umweltbundesamt (UBA) liefert mit seinem elften Umweltkontrollbericht Analysen zur aktuellen Umweltsituation Österreichs und zeigt Hand- eU-RePoRT Umwelt in Österreich Der erste EU-Umweltreport der EU-Kommission stellt Österreich in einigen Bereichen ein gutes Zeugnis aus. Die Wasserqualität ist sehr gut. Die Abfallwirtschaft zeichnet sich durch hohe Recyclingraten und wenige Mülldeponien aus. Zu den Bedrohungen für die Biodiver- sität zählen u.a. die Intensivierung der Landwirtschaft und die Bodenversiegelung. Nachholbedarf gibt es bei der Ausweisung des Schutzes von Natura-2000-Gebieten und bei der Luftverschmutzung, Stichwort: Stickoxide in städtischen Bereichen. Als Best-practise-Beispiele werden die Plattform für umweltorientierte Beschaffung, bewährte Verfahren in Bereichen der Öko-Innovation und Kreislaufwirtschaft sowie Österreichs Strategie für grüne Infrastruktur, die in der Raumplanung natürliche Ökosys- teme und Ökosystemleistungen berücksichtigt, genannt. Die EK plant alle zwei Jahre einen Bericht zu erstellen, will den Dialog mit den EU-Mitgliedsstaaten fördern und die EU-Umweltgesetzgebung verbessern. SI www.ak-umwelt.at