www.ak-umwelt.atSeite 34 Wirtschaft & Umwelt 2/2018 Der Zweck des Wirtschaftens ist Wohlstand. Das ist weit- gehend unumstritten. Weniger eindeutig ist, wie Wohlstand gemessen wird. In den letzten zehn Jahren gab es einige pro- minente Initiativen, die sich um eine neue Wohlstandsdefinition bemühten. Viel Aufmerksamkeit erlangte eine Kommission unter der Leitung von Joseph Stiglitz, Amartya Sen und Jean-Paul Fitoussi, deren 2009 veröffent- lichten Vorschläge zur Messung wirtschaftlicher Leistungsfähig- keit und sozialen Fortschritts die europäische Diskussion nachhaltig prägten. Auf Grund- lage der Empfehlungen dieser Kommission veröffentlicht Sta- tistik Austria seit 2012 einen jährlichen Bericht zur Frage „Wie geht’s Österreich?“, der anhand von 30 Schlüsselindika- toren (neben dem BIP) und zahl- reichen Subindikatoren sozialen Fortschritt greifbarer machen soll. Darüber hinaus bekannten sich im Jahr 2015 die Mitglied- staaten der Vereinten Nationen mit der Verabschiedung der 17 „Sustainable Development Goals“ dazu, sich weltweit um sozial ausgewogene und ökolo- gisch tragfähige Entwicklung zu bemühen. Die AK orientiert ihre wirt- schaftspolitischen Forderungen seit einigen Jahren an einem neuen magischen Vieleck der Wirtschaftspolitik. Aspekte ökonomischer Stabilität stehen dort gleichberechtigt neben den Zielen hoher Lebensqualität, eines fair verteilten materiellen AK-Wohlstandsbericht – Monitor für sozialen Fortschritt Die Bewertung der Wohlstandsentwicklung eines Staates beruht meist auf dem Wachstum des BIP. Zahlreiche Faktoren, die eine nachhaltig hohe Lebensqualität gewährleisten, hängen damit aber bestenfalls indirekt zusammen. Die AK hat nun ihren ersten umfassenden Wohlstandsbericht vorgelegt. VON FLORIAN WUKOVITSCH AK Studie 44 Lkw-Geschwindigkeitsverhalten auf Autobahnen: Erhebung und Analyse der Lkw-Geschwindigkeiten auf ausgewählten Streckenabschnit- ten österreichischer Autobahnen. Studie, 2011 45 Die Lkw-Maut als Öko-Steuer Verursachergerechte Lösungen gegen Lärm und Abgase. Tagungsband, 2012 46 BerufslenkerInnen am Wort Befragung von Lkw- und BuslenkerInnen zu Lenkzeit- überschreitungen, Sicherheit und Qualität von Rastanlagen und Erfahrungen mit der verpflich- tenden Aus- und Weiterbildung, 2012 47 Aktiv und selbstbestimmt zur Arbeit Warum der Arbeitsweg zu Fuß und mit dem Rad die gesün- dere Alternative ist, was am Arbeitsweg besonders Stress macht und wie subjektive Aspekte die Verkehrsmittelwahl beeinflus- sen. Johanna Schaupp. Studie, 2012 48 Problem Solidarhaftung im Bundesstra- ßenmautgesetz Verfassungsrecht- liche Analyse. Nicolas Raschauer. Studie, 2012 49 Öffentlicher Verkehr hat Zukunft! Herausforderungen und Gefahren für den öffentlichen Nahverkehr in Österreich. Tagungsband, 2013 50 Volkswirtschaftliche Effekte der Liberalisierung des Eisen- bahnpersonenverkehrs in Österreich, 2013 51 Wettbewerb im österreichischen Güterverkehrsmarkt Konstellationen zwischen Straße und Schiene. Ronald Scheucher; 2014 52 Modal Split im Güterverkehr Maßnahmen zur Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene. Max Herry, Norbert Sedlacek; 2014 53 Analyse der Erfahrungen mit dem Verbandsverantwortlichkeits- gesetz im Eisenbahnwesen Studie und Rechtsgutachten, 2014 54 Unterwegs zwischen Erwerbs- und Familienarbeit Eine Analyse in den niederösterreichischen Regionen Triestingtal und Schneebergland, 2014 55 Flächendeckende Lkw-Maut und Nahversorgung. Auswirkungen einer flächendeckenden Lkw-Maut auf Lebensmittelpreise und den ländlichen Raum. Studie, 2015 56 Pendeln in der Ostregion. Potenziale für die Bahn. Tadej Brezina, Thomas Hader, Evelyn Eder, 2015 57 Penderanalyse Wien und Ostregion. Zahlen und Fakten auf Basis der Vollerhebung 2014. Odilo Seisser, 2016 58 Zukunftsfähige Straßeninfrastruktur. Kosten und Lösungen für baufällige Landes- und Gemein- destraßen. Josef Baum, Johann Litzka, Alfred Weninger-Vycudil, 2016 59 Rechtssetzung durch Private im Eisenbahnrecht Rechtswissen- schaftliche Studie. Konrad Lach- mayer 2016 60 Gewerkschaften und nachhaltige Mobili- tät Astrid Segert, Studie 2017 Grenzenlose Mobilität – Grenzenlose Ausbeutung. Arbeitsbedingungen in Europas Transportwirtschaft. Studie, 2016 AK Studienreihe: Verkehr und Infrastruktur Bestellung als Hardcopy unter wirtschaft.umwelt@akwien.at AK Wien (2018): AK-Wohlstandsbericht 2018. Materialien zu Wirtschaft und Gesellschaft Nr. 175. www.arbeiterkammer.at/ wohlstandsbericht