5G-NETZE IN DER SCHWEIZ Risiken und Bedürfnisse beim Aufbau Die Arbeitsgruppe Mobilfunk und Strahlung, die im Septem- ber 2018 eingesetzt wurde, soll Bedürfnisse und Risiken beim Aufbau von 5G-Netzen analysie- ren und bis zum Sommer 2019 Empfehlungen abgeben. Wäh- rend die Betreiber kostengünstig ausbauen wollen, plädiert der Schweizer Städteverband für ein dichtes Netz von Antennen mit geringer Sendeleistung. Das Bundesamt für Umwelt (BAFU) leitet die Arbeitsgruppe, die sich auch mit der Frage beschäftigen soll, ob für die geltenden vorsorg- lichen Emissionsbegrenzungen Anpassungen erforderlich sind. Im April 2019 hat der Bun- desrat eine Anpassung der Verordnung über den Schutz vor nichtionisierender Strahlung (NISV) beschlossen; dies auch im Hinblick auf den Ausbau der 5G- Netze. Das BAFU ist neu für den Aufbau und Betrieb eines Moni- torings zuständig, das Auskunft zur Belastung der Bevölkerung durch nichtionisierende Strah- lung in der Umwelt gibt. In der NISV wurde zudem ein Grenzwert für Mobilfunkantennen, die mit 1400 MHz senden, eingeführt. Damit bleibt das unter Berück- sichtigung des Vorsorgeprinzips definierte heutige Schutzniveau unverändert. HO PLASTIKMÜLL-EXPORTE Staaten verschärfen Regeln Die 186 Vertragsstaaten der Bas- ler Konvention (~ Kontrolle der grenzüberschreitenden Abfall- transporte) haben im Mai 2019 neuen Regeln für Entsorgung und Export von Kunststoffabfäl- len zugestimmt, die Norwegen vorgeschlagen hat. In Entwick- lungsländern und insbesondere in Südostasien werden Kunst- stoffe aus den Industrienationen weiterverarbeitet. Die Bestim- mungen erschweren es künftig stark, dass auch Plastikmüll, der kaum oder gar nicht recycelbar ist, weiterhin seinen Weg dorthin Nachrichten sanken 2017 nicht, sondern stie- gen sogar geringfügig an. Grund hierfür sind steigende Benzin- Pkw-Verkäufe, die den Flotten- durchschnitt von 118,1 auf 118,5 g/km im Jahr 2017 anstiegen ließen. Benziner stoßen bis zu 40 Prozent mehr als vergleichbare Diesel-Modelle aus. Beim Umwelt-Ranking der großen Automarken liegt Toyota (103 g/km) vor Peugeot (105 g/km) und Citroen (106 g/km) voran. Für die Zielerreichung von 95 g/km im Jahr 2021 auch auf Basis des alten Prüfzyklus NEFZ liegt die Hürde bei den meisten Pkw-Herstellern daher noch sehr hoch. Laut Branchenanaly- sten wird dies sogar für Toyota, Renault-Nissan und Volvo nur dank elektrifizierter Modele ohne Probleme machbar sein. FG SCHWERE NUTZFAHRZEUGE: EU schreibt CO2-Ziele für Hersteller vor Lkw-Hersteller bekommen erst- mals verbindliche Auflagen, den CO2-Austoß bei neuen Fahrzeu- gen zu reduzieren. Gemäß der Einigung von Rat und EU-Parla- ment im Februar 2019, müssen F O T O : E M L A K W IE N ( 1) Seite 4 Wirtschaft & Umwelt 2/2019 findet. Umweltorganisationen gehen sogar davon aus, dass die neuen Regeln mittelfristig einem Exportstopp gleichkommen. Nur die USA haben bislang die Ra- tifikation der Basler Konvention verweigert. Damit sind Im- und Exporte notifizierungs- und genehmi- gungspflichtig, der Handel mit Nichtmitgliedern der Konvention ist nur noch unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Welt- weit wurden 2017 etwa 8,9 Mio. Tonnen international gehandelt. Der Importstopp durch China und Hongkong hat den Handel 2018 schon um 20% einbrechen lassen und auf andere Ziele in Südostasien umgelenkt. HO CO2-EMISSIONEN VON PKW Neuwagen wurden nicht klimafreundlicher Pkw-Hersteller müssen laut EU- Vorgaben bis 2021 bei verkauften Neuwagen im Durchschnitt einen Ausstoß von 95 g/km CO2 ein- halten. Die Europäische Umwelt- agentur (EUA) prüft deswegen jährlich die erzielten Fortschritte. Fazit des diesjährigen Monito- ringberichts: CO2 Emissionen GENTECHNIK: Pflanzenzulassungen 40 Organisationen und Netzwerke haben die EU-Kommission aufgefordert, die Zulassung von Gentechnik-Pflanzen zu überarbeiten. Sie warnen davor, dass die derzeitige Kommis- sion noch vor dem Herbst rund ein Dutzend Zulassungen für Gentechnik-Pflanzen erteilen könnte, obwohl deren Risiko- bewertung wissenschaftlich unzureichend ist. Sie fordern Noch-Gesundheitskommissar Andriukaitis auf, von Gentech- nikzulassungen in letzter Minute abzusehen. Weiters fordern sie höhere Standards in der Risikobewertung von GVOs zum Schutz der Umwelt und der menschlichen Gesundheit. Zur Zu- lassung angemeldet und von der Europäischen Lebensmittel- behörde (EFSA) bereits geprüft sind derzeit mindestens zwölf Anträge. Drei Gen-Mais-Varianten, die Insektengifte produzie- ren, sind für den Anbau vorgesehen. Darunter ist auch der in Spanien bereits angebaute Mais MON810 (Bayer/Monsanto), dessen Zulassung verlängert werden soll. MON810 ist bis dato die einzige in der EU zugelassene gentechnisch veränderte Pflanze. SI www.ak-umwelt.at Nicht verwertbarer Müll verursacht international Probleme.