zess, indem etwa der dreigliedrige Sozialgipfel in Vorbereitung von Ratstagungen zu einem echten Konzertierungsforum für Wachs- tum und Beschäftigung wird; die verstärkte Einbindung der natio- nalen Sozialpartner zu sogenannten Reformpartnerschaften zur besseren Umsetzung der Lissabon-Strategie auf nationaler Ebene ist zu unterstützen; diese Einbindung der Sozialpartner darf aber nicht auf Fragen der Arbeitsbeziehungen beschränkt bleiben, son- dern im Sinne einer besseren Abstimmung ist die Mitwirkung re- präsentativer Verbände der Sozialpartner auch in allen anderen Be- reichen der Wirtschafts- und Sozialpolitik auszubauen; • Harmonisierung der Steuersysteme, um Transparenz, Vereinfa- chung und das Schließen von Steuerschlupflöchern zu bewirken und einer Erosion der öffentlichen Einnahmen entgegen zu wir- ken, damit eine adäquate Versorgung mit öffentlichen Leistungen sichergestellt ist; • Koordinierung der Währungspolitik auf globaler Ebene, um nach Möglichkeit zu große Wechselkursschwankungen zu vermeiden; • der im Kok-Bericht vorgeschlagene Forschungsrat kann durchaus zur internationalen Koordinierung von Forschungsaktivitäten bei- tragen, wenn bestimmte Voraussetzungen (z.B. transparente Ver- fahren der Prioritätensetzung, Komplementarität zu und Arbeits~ teilung mit nationalen Bemühungen ...) eingehalten werden. Der Beirat fordert alle relevanten Institutionen und Akteure auf, im oben skizzierten Sinne ihrer Verantwortung gerecht zu werden. Im Sin- ne der Offenen Methode der Koordinierung sind auch die Mitgliedstaa- ten für die Erreichung gesamteuropäischer Ziele verantwortlich. Die im Kok-Bericht vorgesehenen nationalen Aktionsprogramme werden grundsätzlich als positiv erachtet. Sie dürfen aber keine Wiederholun- gen und keinen zusätzlichen administrativen Aufwand mit sich bringen. Elemente einer österreich ischen Wachstumsstrategie Durch die fortgeschrittene internationale Integration wurden die Spielräume der nationalen Wirtschaftspolitik deutlich vermindert. Eine wesentliche Aufgabe der Politik ist es folglich, mit allen Kräften die Formulierung der europäischen Wirtschaftspolitik im Sinne der vori- gen Abschnitte in Richtung einer Anhebung des Wachstumspfades zu beeinflussen. Daneben bleiben aber noch substanzielle Handlungsfelder für die na- tionale Politik bestehen, die speziell auf die Förderung von Wachstum und Beschäftigung in der österreich ischen Wirtschaft gerichtet sind. Diese Ziele sind zwar allgemein anerkannt und weitestgehend unum- stritten, doch dies findet kaum Niederschlag in der Struktur des öffent- 28