veau aus durch das zu erwartende Aufholen der Beitrittsländer auch für den Durchschnitt der EU 25 eine etwas höhere Wachstumsrate zu er- warten. 1.2.5 Schlussfolgerung In sehr langfristiger Betrachtung hat Europa ein leicht höheres BIP- Wachstum und als Folge der deutlich rascheren Bevölkerungszunahme in den USA beim BIP je Einwohner ein signifikant höheres Wachstum in den drei Jahrzehnten 1960/90 erzielt (siehe Tabellen 2 und 3). In der ersten Hälfte der Neunzigerjahre verlor Europa seinen Wachstumsvor- sprung, seit Mitte der Neunzigerjahre wächst die Wirtschaft der USA deutlich stärker. Der Wachstumsvorsprung der USA gegenüber der Eu- rozone reduziert sich allerdings von 1,5%-Punkten beim BIP auf 0,6%-Punkte beim BIP je Einwohner im Zeitraum 1996-2000. Auch in den Jahren des 21. Jahrhunderts hat mit Ausnahme des Jahres 2001 die USA bei beiden Werten die höheren Zuwachsraten erzielt. Tabelle 2: Wachstum des realen BIP 1961-90 1991-9~ 1996-00 2000 2001 2002 2003 2004 200~ 2006 Eurozone 3,6 1,5 2,6 3,5 1,6 0,9 0,6 2,1 2,0 2,2 EU-15 3,4 1,5 2,7 3,6 1,7 1,1 0,9 2,3 2,2 2,3 USA 3,5 2,5 4,1 3,7 0,8 1,9 3,1 4,4 3,0 2,9 Japan 6,1 1,5 1,4 2,8 0,4 -0,3 2,4 4,2 2,1 2,3 Quelle; Eurüpäi~j(..:hcKümmistiiün, E(~ünomic Fürcc.l./IIu, Autumn 2004 Tabelle 3: Wachstum des realen BIF je Einwohner 1961 90 1991-9~ 1996-00 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 Eurozone 3,0 1,1 2,3 3,1 1,2 0,4 0,0 1,7 1,8 1,9 EU-15 2,9 1,2 2,4 3,2 1,2 0,6 0,2 2,0 1,9 2,0 USA 2,4 1,2 2,9 2,6 -0,3 0,9 2,0 3,4 2,0 1,9 Japan 5,2 1,2 1,2 2,7 0,2 -0,5 2,3 4,2 2,1 2,3 Quelle: Europ:li:llche Kommission, Fconomic Fon~(:(\sts. Autumn 2004 Das Ziel der Lissabon-Strategie liegt für die EU-15 bzw. für die Län- der der Eurozone zwar nach wie vor in mittelfristig erreichbarer Nähe, jedoch ist der Abstand zu den USA in den letzten 10 Jahren größer ge- worden. In diesem Beitrag geht es nicht darum, die Wohlstandsunterschiede zwischen Europa und der USA zu beschönigen. Das Ziel ist allein ein Aufzeigen einiger Eigenheiten des europäischen Modells, welche sich 35