27 infobrief eu & international Ausgabe 4 | Oktober 2011 wien.arbeiterkammer.at Bestellen! Unter http://wien.arbeiterkammer.at/ infobrief-bestellen k�nnen Sie den EU-Infobrief kostenlos bestellen. Imp res sum : He rau sge ber un d M edie nin hab er: Kam mer f�r Arbe iter und Ang este llte f�r W ien, 104 0 W ien, Prin z Eu gen Str asse 20- 22 � Red akt ion : Eli sabe th B eer, �va Des sew ffy, Luka s Ob ernd orfe r, Ir is S trut zma nn N orbe rt Te mpl , Va lent in W edl � Ko nta kt: Luk as O bern dorf er ( luka s.ob ernd orfe r@a kwie n.at ) La you t un d S atz: Juli a St ern � Ve rlag s- u nd Her stel lun gso rt: W ien � Ers che inu ngs wei se: zwe imo natl ich � Kos ten lose Be stel lun g u nte r: h ttp: //wi en.a rbei terk amm er.a t/eu info brie f Edit oria l Lieb e Le seri n! L iebe r Le ser! Vor Ihne n lie gt d opp elt N eue s. Dur ch p rofe ssio nelle s La you t ersc hein en w ir in neu em Gew and . Auc h in halt lich hab en w ir un s bem �ht, die inte rnat iona len Bren n- pun kte durc h ne ue F orm ate bess er zu f oku ssie ren: Lan gbe itr�g e al s Rau m f� r gr und lege nde Ana lyse n. Dam it st arte n M arku s Ma rter bau er und Luk as O bern dorf er. E rste rer zeig t au f, da ss s imu ltan es K on- solid iere n di e EU in d en n �chs ten Abs chw ung f�h ren k�n nte. Zw eite rer setz t sic h m it de m M onti -Ber icht � dem Ver such ein es n eue n Ko nsen ses f�r e ine ang ebo tseit ige Binn en- mar ktpo litik � au sein and er. P rodu k- tion von Kon sens und Dis sens dar in spie len B�c her eine wic htig e Ro lle. Dah er e r�ffn en w ir m it zw ei R ezen si- one n ei ne n eue Rub rik: Die Buc hbe - spre chun g. D ie b ekan nten St� rken unse rer Z eitsc hrift ble iben erh al- ten: akt uelle The men info rma tiv & pr�g nan t au fber eite t. D as z eige n Elisa beth Bee r, N orbe rt Te mpl , Iri s Stru tzm ann , Wa lter Sau er & Sus an Leat her mit ihre n Be itr�g en z u Inve stiti onss chut zabk omm en, Wac hstu msh inde rnis sen, Han dels - polit ik (E U � Kan ada ) un d HI V/A ids. Ebe nso setz t Cla udia Sch �rz unse ren Chin a-Sc hwe rpun kt fo rt. D iesm al: Wan dera rbei terI nne n. Ihr AK R eda ktio nste am Seit Be ginn der Fin anz - un d W irts cha ftsk rise ist es der EU gel ung en, durc h pr agm atis che Notf allm a�n ahm en d as Ban ken syst em, die Kon junk tur und den Ma rkt f �r S taat ssch uld- vers chre ibun gen zu stab ilisie ren, jed och sind die gru ndle gen den Prob lem e ni cht bew �ltig t. Euro pas Wirt scha ft An eine r en tsch eide nde n Weg gab elun g Die weit ere Kon junk ture ntw icklu ng h�n gt d avo n a b, o b d ie v on Asie n ausg ehe nde n A uftr iebs kr�f te ode r die D�m pfun g d urch die sim ulta ne Bud getk onso lidie rung in d er E U st �r- ker wirk en. Die Bew �ltig ung der ho- hen Sta atss chu lden ble ibt ein zent - rale s Th ema , f�r des sen Bew �ltig ung unk onv enti one lle A ns�t ze n otw end ig sind . EU- Wir tsch afts poli tik sch afft Sta bilis ieru ng n Die wir tsch aftli che Kris e h at i n d er E urop �isc hen Un i- on i n de n le tzte n W oche n ih r dr ittes Stad ium err eich t: n D ie K rise gin g z un� chst in den Jahr en 200 7 u nd 200 8 v on den Fina nzm �rkt en und Ba nke n a us, das welt weit e F inan zsys tem ge - riet meh rma ls a n d en Ran d d es Zus amm enb ruch s. n D adu rch wur de von Mi tte 200 8 bis Mitt e 20 09 e in ti efer Ein bruc h der Rea lwir tsch aft ausg el�s t. D as Brut toin land spro duk t g ing 200 9 real um 4,2 % z ur�c k, d ie s aiso n- bere inig te Z ahl der Arbe itslo sen stie g v om Tief stan d im Fr� hjah r 200 8 bi s Ma i 20 10 v on 1 6 M io a uf 23 M io. n A ls F olge des du rch den finan z- und rea lwir tsch aftli chen Ein bruc h ents tand ene n A usfa lls an Steu - erei nna hme n u nd der zus� tzli- chen Sta atsa usg abe n en twic kelt e sich ab de m F r�hj ahr 201 0 e ine Staa tssc huld enk rise . Die EU- Polit ik h at d ie K rise nzei chen in a llen dre i St adie n sp �t e rkan nt, sie hat � be ding t du rch lang wier ige Ents chei dun gsp roze sse, vo r a llem abe r ge pr�g t du rch ein neo libe rale s Welt bild, das den M� rkte n Ef fizie nz zusp rich t un d st aatl iche Ein griff e f� r falsc h h� lt � mit Z�g ern und Zau dern reag iert. De nno ch i st e s sc hlie �lich in j ede m S tadi um der Kris e g elun - gen , du rch Notf allm a�n ahm en eine Stab ilisie rung zu erre iche n: Euro pas Wirt scha ft 1 Die fakt isch e M acht mul tina tion aler Unt erne hme n 6 Wac hstu msh emm niss e 9 Ana lyse des Mo nti-B eric hts 10 EU- Kan ada Abk omm en 15 Chin a � Illeg ale im e igen en L and 17 HIV /Aid s 18 Krit ik d es K apit alism us 20 Die euro p�is che Cha nce 21 eu& inter natio nal info brie f Aus gab e 3 | Ju ni 2 010 Aus dem Inh alt Impre ssum: Heraus geber und Me dienin haber: Kamme r f�r Ar beiter u nd Ange stellte f �r Wien , 1040 Wien, P rinz Eug en Stra sse 20- 22 � Redak tion: El isabeth Beer, � va Dess ewffy, L ukas Ob erndorf er, Iris Strutzm ann Nor bert Tem pl, Vale ntin We dl � Ko ntakt: Lukas O berndo rfer (lu kas.obe rndorfe r@akw ien.at) Layout und S atz: Jul ia Stern � Verla gs- un d Hers tellung sort: W ien � Ersche inungs weise: zweimo natlich � Koste nlose B estellu ng unt er: http ://wien .arbeite rkamm er.at/eu infobrie f Editori al Li b L eserin! Lieber L eser! Vor Ihn en liegt doppel t Neues . Durch profess ionelles Layout erschei nen wir in neue m Gewa nd. Auch in haltlich haben wir uns bem�ht , die int ernation alen Br enn- punkte durch n eue For mate b esser zu foku ssieren : Langb eitr�ge als Raum f �r grun dlegend e Analy sen. Damit s tarten M arkus M arterba uer und Luk as Ober ndorfer . Erster er zeigt au f, dass simulta nes Kon - solidier en die E U in de n n�chs ten Abschw ung f�h ren k�n nte. Zw eiterer setzt si ch mit d em Mon ti-Beric ht � dem Ve rsuch e ines ne uen Kon senses f�r eine angebo tseitige Bi nen - marktp olitik � auseina nder. P roduk- tion von Konsen s und D issens d arin spielen B�cher eine wic htige R olle. Daher e r�ffnen wir mit zwei R ezensi- onen ei ne neu Rubrik : Die Bu chbe- sprechu ng. Die bekann ten St� rken unserer Zeitsch rift bleib en erha l- ten: ak tuelle T h en informa tiv & pr�gnan t aufbe reitet. D as zeige n Elisabet h Beer, Norber t Temp l, Iris Strutzm ann, W alter Sa uer & S usan Leather mit ihr en Beitr �gen zu Investit ionssch utzabko mmen, Wachst umshin derniss en, Han dels- poli ik ( EU � Ka nada) u nd HIV/ Aids. Ebenso setzt C laudia S ch�rz u nseren China-S chwerp unkt fo rt. Dies mal: Wan er arbeiter Innen. Ihr AK Redakti onsteam Seit Be ginn d er Fina nz- un d Wirts chaftsk rise ist es der EU gelung en, dur ch prag matisch e Notfa llma�na hmen d as Ba ken system , die Ko njunktu r und d en Mark t f�r St aatssch uld- verschr eibunge n zu sta bilisiere n, jedo ch sind die gru ndlegen den Problem e nicht bew�lti gt. Europa s Wirts chaft A ein er ents cheide nden Wegga belung Die we itere K onjunkt urentw icklung h�ngt davon ab, ob die von Asien ausgeh enden Auftrieb skr�fte od r die D�m pfung d urch di e simu ltane Budget konsoli dierung in der E U st�r- ker wir ken. Di e Bew� ltigung der ho- hen Sta atsschu lden bl eibt ein zent- rales Th ema, f� r desse n Bew� ltigung unko v entione lle A s� tze notw endig sin . EU-Wir tschaft spolitik sc hafft Stabili sierun g n Die wirtsch aftliche Krise h at in d er Eur p�ische n Uni- on in d en letzt en Woc hen ihr drittes Stadium erreich t: n Die Krise g ing zun �chst i n den Jahren 2007 u nd 200 8 von den Finanzm �rkten und Ba nken a us, das e ltweite Finanzs ystem ge- riet me hrmals an den Rand des Zusamm enbruch s. n Dadu rch wu rde vo Mitte 2 008 bis Mitt e 2009 ein tief r Einbru ch der Rea lwirtsch aft aus gel�st. Das Bruttoin landspr odukt ging 2 009 real um 4,2% zur�ck, die sai son- bereinig te Zah l der A rbeitslo sen stieg v om Tie fstand im Fr�h jahr 2008 is Mai 2 010 von 16 Mio auf 23 Mio. n Als F olge de s durch den fi nanz- und rea lwirtsch aftliche n Einbr uch entstan denen Ausfalls an St eu- ereinna hmen und de r zus� tzli- chen S taatsau sgaben entwic kelte sich ab d m F r�hjahr 2010 eine Staatss chulden krise. Die EU- Politik h at die K risenze ichen in allen drei S tadien sp�t er kannt, sie hat � bedi ngt dur ch lang wierige Entsche idungsp rozesse , vor allem aber ge pr�gt d urch ei n neoli berales Weltbild , das d en M�rk ten Effi zienz zuspric ht und staatlic he Eing riffe f�r falsch h �lt � mi t Z�ger n und Z audern reagier t. Denn och ist es sch lie�lich in jede m Stad ium de r Krise gelun- gen, du rch No tfallma� nahmen eine Stabilis ierung zu erre ichen: Europa s Wirts chaft 1 Die fak tische M acht multina tionaler Untern ehmen 6 Wachst umshem mnisse 9 Analyse des Mo nti-Beri chts 10 EU-Kan ada Ab komme n 15 China � Illegale im eige nen Lan d 17 HIV/Aid s 18 Kritik d es Kapi talismu s 20 Die eur op�isch e Chan ce 21 eu& internat ional infobrie f Ausgab e 3 | Ju ni 2010 Aus de m Inha lt Impressum: Herausgeber und Medieninhaber: Kammer f�r Arbeiter und Angestellte f�r Wien, 1040 Wien, Prinz Eugen Strasse 20-22 � Redaktion: Elisabeth Beer, �va Dessewffy, Lukas Oberndorfer, Iris Strutzmann Norbert Templ, Valentin Wedl � Kontakt: Lukas Oberndorfer (lukas.oberndorfer@akwien.at) Layout und Satz: Julia Stern � Verlags- und Herstellungsort: Wien � Erscheinungsweise: zweimonatlich � Kostenlose Bestellung unter: http://wien.arbeiterkammer.at/euinfobrief Editorial Liebe Les rin! Lieber Leser! Vor Ihnen liegt doppelt Neues. Durch professionelles Layo t erscheinen wir in neuem Gewand. Auch inhaltlich haben wir uns bem�ht, die internationalen Bren - pu kte durch neue Formate besser zu fokussieren: Langbeitr�ge als Raum f�r grundlegen e Analysen. Damit starten Markus Marterbauer und Lukas Ob rndorfer. Ersterer zeigt auf, dass simultanes Kon- solidieren die EU in de n�chst Abschwung f�hren k�nnte. Zweiterer setzt sich mit dem Monti-Bericht � dem Versuch eines neuen Konsenses f�r eine angebotseitige Binnen- marktpolitik � auseinander. Produk- tion von Konsens u d Dissens darin spielen B�cher eine wichtig Rolle. Daher er�ffnen wir mi zwei Rezensi- onen eine neue Rubrik: Die Buchbe- spre ung. Die beka nten St�rken unserer Zeitschrift bleiben erhal- ten: aktuelle Themen informativ & pr�gnant aufbereitet. Das zeigen Elisabeth Beer, Norb rt Templ, Iris Strutzmann, Walter Sauer & Susan Leather mit ihren B itr�gen zu I vestitionsschutzabkommen, Wachs umshindernissen, Handels- politik (EU � Kanada) und HIV/Aids. Ebenso s tzt Claudia Sch�rz unseren China-Schwerpunkt fort. Diesmal: WanderarbeiterInnen. Ihr AK Redaktio steam Seit Beginn der Finanz- und Wirtschaftskrise ist es der EU gelungen, durch pragmatisch Notfallma�nahmen das Banken system, di Konjunktur und den Markt f�r Staatsschuld- verschreibungen zu stabilisieren, jedo h sind die grundlegenden Probleme nicht bew�ltigt. Europas Wirtschaft A einer entsc idenden Weggabelung Die weitere Konjunkturentwicklung h�ngt davon ab, ob die von Asien ausgehenden Auftriebskr�fte oder die D�mpfung durch die simultane Budgetko solidierung in der EU st�r- ker wirken. Die Bew�ltigung der ho- hen Staatsschulden bleibt ein zent- rales Thema, f�r dessen B w�ltigung unkonventionelle Ans�tze notwendig sind. EU-Wirtschaftspolitik schafft Stabilisieru g n Die wirtschaftliche Krise hat in der Europ�isch n Uni- on in den letzten Wochen ihr drittes Stadium erreicht: n Die Krise ging zun�chst in d n Jahren 2007 und 2008 vo d n Finanzm�rkten und Banken us, das weltweite Finanzsystem ge- riet mehrmals an den Rand des Zusamm nbruchs. n Dadurch wurde von Mitte 2008 bis Mitte 2009 ein tiefer Einbruch der Realwirtschaft ausgel�st. Das Bruttoinlandsprodukt ging 2009 real um 4,2% zur�ck, die saison- bereinigte Zahl der Arbeitslosen stieg vom Tiefstand im Fr�hjahr 2008 bis Mai 2010 von 16 Mio auf 23 Mio. n Als Folge des durch den finanz- und realwirtschaftlichen Einbruch ntstandenen Ausfalls an Steu- ereinnahmen und der zus�tzli- chen Staatsausgaben entwickelte sich ab dem Fr�hjahr 2010 eine Staatsschuldenkrise. Die EU-Politik hat ie Krisenzeichen in allen drei Stadien sp�t erkannt, sie hat � bedingt durch langwierige Entscheidungsprozesse, vor allem aber gepr�gt durch ein neoliberales Weltbild, das den M�rkten Effizienz zuspricht und staatliche Eingriffe f�r falsch h�lt � mit Z�gern und Zaudern reagiert. Dennoch ist es schlie�lich in jed m Stadium der Krise gelun- gen, durch Notfallma�nahmen eine Stabilisierung zu erreichen: Europas Wirtschaft 1 Die faktische Macht multinationaler Unternehmen 6 Wachstumshemmnisse 9 Analyse des Monti-Berichts 10 EU-Kanada Abkommen 15 China � Illegale im eigenen Land 17 HIV/Aids 18 Kritik des Kapitalismus 20 Die europ�ische Chance 21 eu& internationalinfobrief Ausgabe 3 | Juni 2010 Aus dem Inhalt Impressum: Herausgeber und Medieninhaber: Kammer f�r Arbeiter und Angestellte f�r Wien, 1040 Wien, Prinz Eugen Strasse 20-22 � Redaktion: Elisabeth Beer, �va Dessewffy, Lukas Oberndorfer, Iris Strutzmann Norbert Templ, Valentin Wedl � Kontakt: Lukas Oberndorfer (lukas.oberndorfer@akwien.at) Layout und Satz: Julia Stern � Verlags- und Herstellungsort: Wien � Erscheinungsweise: zweimonatlich � Kostenlose Bestellung unter: http://wien.arbeiterkammer.at/euinfobrief Editori l Liebe Leserin! Lieber Leser!Vor Ihnen lie t doppelt Neues. Durch profession lles Layout erscheinen wir in neuem Gewand. Auch inhaltlich hab wir uns bem�ht, die internatio alen Brenn- punkte durch neue Formate besser zu fokussi ren: La gbeitr�ge als Raum f�r grundlegende Analysen. D mit starten Markus Marterbauer und Lukas Oberndorfer. Ersterer zeigt auf, dass simultanes Kon- solidieren die EU in den n�chsten Abschwung f�hren k�nnte. Zweiterer setzt s ch mit dem Monti-Bericht � dem Versuch eines neue Konsenses f�r eine angebotseitige Binnen- marktpolitik � auseinander. Produk- tion von Konsens und Diss ns darin spielen B�cher eine wichtige Rolle. Daher er�ffnen wir mit zwei Rezensi- onen ei e n ue Rubrik: Die Buchbe- sprechung. Die bekannt St�rken unserer Zeitschrift bleiben erhal- ten: aktuelle Themen informativ & pr�gnant aufbereitet. Das z igen Elisabeth Be r, Norbert T mpl, Iris Strutzmann, Walter Sauer & Susan Leather mit ihren Beitr�gen zu Investitionsschutzabkommen, Wachstumshindernissen, H ndels- politik (EU � Kanada) und HIV/Aids. Ebenso setzt Clau ia Sch�rz unseren China-Schwerpunkt fort. Di s al: WanderarbeiterInnen. Ihr AK Redaktionsteam Seit Beginn der Finanz- und Wirtschaftskrise ist es der EU gelungen, durch pragmatisc e Notfallma�n men das Banken system, die Konjunktur und d n Markt f�r Staatsschuld- verschreibungen zu stabilisieren, jedoch sind die grundlegenden Probleme nicht bew�ltigt. Europas Wirtschaft A ei er entsch idenden Weg abelung Die weitere Konjunkturentwicklung h�ngt d von ab, ob die von Asie ausgehenden Auftriebskr�fte oder die D�mpfung durch die simultane Budgetkonsolidierung in der EU st�r- ker wirken. Die Bew�ltigung der o- hen Staatsschulden bleibt ein zent- rales Thema, f�r dessen Bew�ltigung unkonventionelle Ans�tz notwendig sind. EU-Wirtschaftspolitik schafft Stabilisierung n Die wirtschaftliche hat in der Europ�ischen Uni- o in den letzten Wochen ihr drittes Stadium erreicht: n Die Krise ging zun�chst in den Jahren 2007 und 20 8 von den Finanzm�rkten und Banken aus, das weltweite Fi anzsystem ge- rie mehrmals n den Rand des Zus mmenbruchs. n Dadurch wurde von Mitt 2008 bis Mitte 2009 ein iefer Einbruch der R alwirtschaft ausgel�st. Das Bruttoinlandsprod kt ging 2009 real um 4,2% zur�ck, die saison- ber inigte Zahl der Arbeitslosen stieg vom Tiefstand im Fr�hjahr 2008 bis Mai 201 von 16 Mio auf 23 Mio. n Als Folge des durch den finanz- und realwirtschaftlichen Einbruch ents ndenen Ausfalls an Steu- erei nahmen und der zus�tzli- chen St atsausgaben entwickelte sich ab dem Fr�hjahr 2010 eine Staatsschuldenkrise. Die EU-Politik hat die Krisenzeichen in allen drei Stadien sp�t erkannt, sie hat � bedingt durch langwierige Entscheidungsprozesse, vor allem aber gepr�gt durch ein neoliberales Weltbild, das den M�rkten Effizienz zuspricht und staatliche Eingriffe f�r falsch h�l � mit Z�gern und Zaudern reagiert. Dennoch ist es schlie�lich in jedem Stadium der Krise gelun- gen, durch Notfallma�nahmen eine Stabilisierung zu erreichen: Europas Wirtschaft 1 Die faktische Macht multinationaler Unternehmen 6 Wachstumshemmnisse 9 Analyse des Monti-Berichts 10 EU-Kanada Abkommen 15 China � Illegale im eigenen Land 17 HIV/Aids 18 Kritik des Kapitalismus 20 Die europ�ische Chance 21 eu& international i fobri f Ausgabe 3 | Juni 2010 Aus dem Inhalt Impressum: Herausgeber und Medieninhaber: Kammer f�r Arbeiter und Angestellte f�r Wien, 1040 Wien, Prinz Eugen Strasse 20-22 � Redaktion: Elisabeth Beer, �va Dessewffy, Lukas Oberndorfer, Iris Strutzmann Norbert Templ, Valentin Wedl � Kontakt: Lukas Oberndorfer (lukas.oberndorfer@akwien.at) Layout und Satz: Julia Stern � Verlags- und Herstellungsort: Wien � Erscheinungsweise: zweimonatlich � Kostenlose Bestellung unter: http://wien.arbeiterkammer.at/euinfobrief Editorial Li b Leserin! Lieber Leser! Vor Ihnen liegt doppelt Neues. Durch professionelles L yout erschei en wir in neuem Gewand. Auc inhaltlich habe wir uns bem�ht, die internatio alen Brenn- punkte durch neue Formate besser zu fok ssieren: Langbeitr�ge als Raum f�r grundlegende Analysen. Damit starten Markus Marterbau r und Lukas Oberndorfer. Ersterer zeigt auf, dass simultanes Kon- solidieren die EU in den n�chsten Abschwung f�hren k�nnte. Zweiterer setzt sich mit dem Monti-Bericht � d m Versuch eines neuen Konsenses f�r eine angebotseitige Bi en- marktpolitik � auseinander. Produk- tion von Konsens und Di sens darin spiele B�cher eine wichtige Roll . Daher er�ffnen wir mit zwei Rezensi- onen eine neue Rubrik: Die Buchbe- sprech ng. Die bekannten St�rken unserer Zeitschrift bleiben erhal- t n: aktuelle Th en informativ & pr�gnant aufbereitet. Das zeigen Eli abeth Beer, Norbert Templ, Iris Strut mann, Walter Sauer & Susan Leather mit ihren Beitr�gen zu Investitionsschutzabkommen, Wachstumshindernissen, Handels- politik (EU � Kanada) und HIV/Aids. Ebenso setzt Clau ia Sch�rz unseren China-Schwerpunkt fort. Diesmal: Wan erarbeiterInnen. Ihr AK Redaktionsteam Seit Beginn der Finanz- und Wirtschaftskrise ist es der EU gelungen, durch pragmatische Notfallma�nahmen das Ba en system, die Konjunktur und den Markt f�r Staatsschuld- verschreibungen zu stabilisieren, j doch sind die grundlegenden Probleme nicht bew�ltigt. E ropas WirtschaftA ei er entscheidenden Weg belung Die weitere Konjunkture twicklung h�ngt davon ab, ob die von Asien ausgehenden Auftriebskr�fte od r die D�mpfung durch die simultane Budgetkonsolid erung in der EU t�r- ker wirken. Die Bew�ltigu g der ho- hen Staatsschulden bleibt e n zent- rales Thema, f�r dess Bew�ltigung unko ventionell Ans�tze notwendig sind. EU-Wirt chaftspolitik schafft Stabilisierung n Die wirtschaftliche Krise hat in der Europ�ischen Uni- on in den letzten Wochen ihr drittes Stadium erreicht: n Die Krise ging zun�chst in den Jahren 2007 und 2 08 von den Finanzm�rkten und Banken aus, das weltweite Finanzsystem ge- riet mehrmals an den Rand des Zusammenbruchs. n Dadurch wurde von Mitte 2008 bis Mitt 2009 e n tiefer Einbruch der Realwirtschaft ausgel�st. Das Bruttoinlandsprodukt ging 2009 real um 4,2% zur�ck, die saison- bereinigte Zahl der Arbeitslosen stieg vom Tiefstand im Fr�hjahr 2008 bis Mai 2010 von 16 Mio auf 23 Mio. n Als Folge des durch den finanz- und realwirt chaftlichen Einbruch entstandenen Ausfalls an Steu- ereinnahmen und der zus�tzli- chen Staatsausgaben entwickelte sich ab dem Fr�hjahr 2010 eine Staatsschuldenkrise. Die EU-Politik hat die Krisenzeichen in all drei Stadien sp�t erkannt, sie hat � bedingt durch langwierige Entscheidungsprozesse, vor allem aber gepr�gt durch ein neoliberales Weltbild, das den M�rkten Effizienz zuspricht und staatliche Eingriffe f�r falsch h�lt � mit Z�gern und Zaudern reagiert. D nnoch ist es schlie�lich in jed m Stadium der Krise gelun- gen, durch Notfallma�nahmen eine Stabilisierung zu erreichen: Europas Wirtschaft 1 Die faktische Macht multinationaler Unternehmen 6 Wachstumshemmnisse 9 Analyse des Monti-Berichts 10 EU-Kanada Abkommen 15 China � Illegale im eigenen Land 17 HIV/Aids 18 Kritik des Kapitalismus 20 Die europ�ische Chance 21 u& international i fobrief Au gabe 3 | Juni 2010 Aus dem Inhalt EU�Infobrief: Europa und Internationales in kritischer und sozialer Perspektive � kostenlos beziehen Der EU-Infobrief erscheint 5x j�hrlich im digitalen Format und liefert eine kritische Analyse der Entwicklungen auf europ�ischer und internationaler Ebene. Die Zeitschrift der Abteilung EU & Internationales der AK-Wien fokussiert dabei Themen an der Schnittstelle von Politik, Recht und �konomie. Anspruch ist nicht nur die Prozesse in den europ�ischen Institutionen zu beschreiben, sondern auch Alternativen zur Hegemonie des Neoliberalismus zu entwickeln. Kurze Artikel informieren in pr�gnanter Form �ber aktuelle Themen. Langbeitr�ge geben den Raum f�r grundlegende Analysen, Buchbesprechungen bieten eine kritische �bersicht einschl�giger Publikationen.