Imp ressum: Herausgeber und Medieninhaber: Kammer f�r Arbeiter und Angestellte f�r Wien, 1040 Wien, Prinz Eugen Strasse 20-22 � Redaktion: Elisabeth Beer, �va Dessewffy, Lukas Oberndorfer, Oliver Prausm�ller, Miriam Rehm, Norbert Templ, Alice Wagner, Valentin Wedl � Kontakt: Lukas Oberndorfer, Norbert Templ, Alice Wagner � Layout und Satz: Julia Stern � Verlags- und Herstellungsort: Wien � Erscheinungsweise: 5 mal j�hrlich � Kostenlose Bestellung unter: http://wien.arbeiterkammer.at/euinfobrief Editorial Liebe Leserin! Lieber Leser! J�ngst hat die Kommission ihre Vorschl�ge f�r eine soziale Dimen- sion f�r WWU vorgelegt. Wie M. Konecny analysiert, wird wei- terhin der Plan verfolgt, mit mehr Wettbewerbsf�higkeit aus der sozialen Krise zu kommen. Wenig versprechend ist auch das Gr�nbuch zur langfristigen Finanzierung der EU-Wirtschaft, welches sich lediglich auf die Angebots seite fokussiert und vom Gedanken geleitet ist, dass freie Kapitalm�rkte optimale Ergebnisse erzielen (J. Vorbach/S. Wixforth). Auch die pr�sentierten Vorschl�- ge f�r Schuldentilgungsfonds und Eurobills sind wiederum an neoli- berale Strukturreformen gekn�pft (M. Konecny). Hintergr�nde auf aktuelle Kampagnen zur Finanz- transaktionssteuer (V. Wedl, J. Luger), aber auch zum neuen Mitgliedsland Kroatien (E. Beer), R�ckblicke und Ausblicke auf Konzessionsrichtlinie und Right- 2Water-Initiative (L. Strahlhofer, A. Wagner) sowie Visionen zur Durchsetzung der Rechte undo- kumentiert arbeitender KollegIn- nen (J. Peyrl) runden die aktuelle Ausgabe ab. Viel Vergn�gen bei der Lekt�re! Ihr Redaktionsteam In der Eurozone ist die Wirtschaftsleistung im zweiten Quartal 2013 zum ersten Mal seit eineinhalb Jahren wieder gestiegen. Die Fr�hindikatoren lassen auch f�r das zweite Halbjahr 2013 eine leichte Zunahme des Bruttoinlandsproduktes erwarten. Die vorsichtige Erholung wird � besonders in Deutschland � von steigender Industrieproduktion getragen. Das hat Hoffnungen auf einen Aufschwung aus dem tiefen Konjunkturtal gen�hrt. Doch leider besteht wenig Anlass, die Finanzkrise als �berwunden zu betrachten. So lange das Banken- und Finanzsystem so labil bleibt, ist eine R�ckkehr zu wirtschaftlicher Stabilit�t unwahrscheinlich. Markus Marterbauer EU-Wirtschaftspolitik Deutschland: Motor eines europ�ischen Konjunkturaufschwungs? Massenarbeitslosigkeit in der Eurozone n Noch immer liegt das reale Bruttoinlandsprodukt der Eu- rozone um etwa 2 % unter dem Wert von 2007, den es eigentlich bei ei- nem �normalen� Konjunkturverlauf um mehr als 10 % �bersteigen h�tte sollen. Wir befinden uns weiterhin in der Krise, wie nicht zuletzt die be- sorgniserregenden Arbeitsmarktda- ten zeigen: Die Arbeitslosenquote hat sich in der Eurozone von 7 % der Erwerbspersonen Anfang 2008 auf 12 % nahezu verdoppelt. Die Zahl der Arbeitslosen liegt heute in der W�hrungsunion um acht Millionen und in der EU um 10,5 Millionen �ber dem Niveau vor der Krise. Vor allem die s�deurop�ischen L�nder befin- den sich in einer Depression, deren Ende nicht absehbar ist. Selbst wenn sich die Wirtschaft in absehbarer Zeit erholen sollte, kann es ein Jahr- zehnt und mehr dauern, bis die von der Finanzkrise verursachte Massen- arbeitslosigkeit bew�ltigt ist. Deutschland: Arbeitslosigkeit sinkt durch Bev�lkerungsr�ck- gang n Doch es gibt auch Licht- blicke: In Deutschland liegt die Wirtschaftsleistung (so wie in eu& internationalinfobrief Ausgabe 4 | Oktober 2013 Aus dem Inhalt � Deutschland: Motor einer europ�ischen Konjunktur? 1 Soziale Dimension f�r die Wirtschafts- und W�hrungsunion 4 Kampagne Finanztransaktionssteuer 7 R�ckblick und Ausblick EBI 8 Neues EU-Mitglied: Kroatien 11 Finanzierung der EU-Wirtschaft 13 Finanzmarktregulierung 17 Undokumentierte ArbeitnehmerInnen 20 Eurobills und Schuldentilgungsfonds 24 Buchbesprechung 26