10 3. ANLAGE DER UNTERSUCHUNG Basis der vorliegenden Untersuchung war die bereits erwähnte Studie der Arbeiterkammer Wien (Schönbauer, 1998), in der die Situation älterer ArbeitnehmerInnen zu einer Typologie mit zehn Handlungsmustern zusammengefasst worden war. Die wichtigsten Merkmale dieser Typologie wurden nun in einen standardisierten Fragebogen mit fast hundert Items übersetzt, die im Kern folgende sechs Bereiche abdeckten: 1. Zufriedenheit mit der beruflichen Tätigkeit 2. Merkmale der beruflichen Situation (z.B. Abwechslungsreichtum, Überforderung...) 3. Arbeitsbelastungen 4. Veränderungen in der Arbeitswelt 5. Situation für ältere MitarbeiterInnen 6. Zukunftsperspektiven und Arbeitsmarktchancen. Untersucht wurden ArbeitnehmerInnen, die älter als 45 Jahre waren. Durchgeführt wurde die Befragung mit Hilfe der BetriebsrätInnen aus sechs Unternehmen, die sowohl für die Fragebogenverteilung als auch für den Rücklauf verantwortlich waren. Weiters wurden die Ergebnisse mit ihnen diskutiert und in den konkreten betrieblichen Zusammen- hang gestellt. Neben den „harten Fakten“ fließen auch diese Kommentierungen der Betriebs- rätInnen in den Bericht ein. In einem Betrieb (Fahrzeugbau) wurden nur Arbeiter untersucht, in drei Betrieben (Handel, Gesundheitswesen, Bauwesen) Arbeiter und Angestellte und in zwei Betrieben (Pharma- branche, Elektro-/Elektronikbranche) nur Angestellte. Um ein Mindestmaß an Vergleichbarkeit zu gewährleisten, wurde nach ArbeiterInnen und Angestellten getrennt ausgewertet. Mit einer Ausnahme: Im Handel war die Stichprobengröße mit 46 Befragten insgesamt zu gering, als dass eine Trennung zwischen ArbeiterInnen und Angestellten vorgenommen hätte werden können. Ausgewählt wurden Grossunternehmen mit mehreren hundert Beschäftigten, wobei auf einen möglichst breiten Branchenmix geachtet wurde. Darin sollte die spezifische Arbeitsmarkt- situation der Frauen in der gleichen Weise Beachtung finden wie jene der Männer. Gegliedert nach Gender-Kriterien hatte die Stichprobe folgende Struktur: Gesamtverteilung Frauen - Männer N = 607 0% 20% 40% 60% 80% 100% Frauen 45% Männer 55% StudieEinzelseiten 27.07.2006 9:00 Uhr Seite 10