Einstweilen wird es Mittag „Der Film baut auf der richtungsweisenden soziologischen Untersuchung ‚Die Arbeiter von Marienthal‘ aus dem Jahr 1933 auf. Marie Jahoda, Paul Lazarsfeld und Hans Zeisel hatten damals die Situation der Arbeitslosen in der niederösterreichischen Gemeinde Marienthal erforscht, in der es nach der Schließung einer Textilfabrik sehr viele Arbeitlose [sic] gab. Die Soziologen kamen zu folgendem Ergebnis: Es gibt unter den Arbeitslosen vier Typen. Die einen sind auch innerlich ungebrochen, die zweiten sind resigniert, die dritten verzweifelt und die vierten verwahrlost und apathisch.“ Quelle: http://de.labournet.tv/video/5737/einstweilen-wird-es-mittag „Karin Brandauers Film basiert auf der berühmten soziologischen Studie ‚Die Arbeitslosen von Marienthal‘. Wie ‚Teilnehmer an einer Expedition ins Unbekannte‘ fühlen sich 1932 die jungen Wissenschaftler beim Verlassen des Psychologischen Instituts der Wiener Universität, als sie nach Weissenberg, einem Industriedorf, aufbrechen. Sie sind voller Begeisterung für die Wissenschaft. Sie vertrauen auf ihre Objektivität. Sie glauben an ihre Funktion bei der Verbesserung der Welt. In Weissenberg ist die Textilfabrik in Konkurs gegangen. Sie war der wichtigste Arbeitgeber. Die Lebenssituation der arbeitslos Gewordenen verändert sich. Gewissenhaft notieren die Sozialforscher das Verhalten der Menschen. Doch vor Ort sehen sie sich weniger erkenntnistheoretischen Deduktionen als sozialen Problemen gegenüber. Die Solidarität unter den Arbeitslosen zerbricht, als Arbeitskräfte zum Abbruch der Fabrik gesucht werden; die Wissenschaftler verlassen ihre Objektivität. Es ist der Versuch, gleichzeitig zu beobachten und zu helfen, doch das Ergebnis ist fraglich. Immer mehr greift völkischer Geist auf das kleine Dorf über ...“ Quelle: http://www.amazon.de/Einstweilen-wird-Mittag-Karin-Brandauer/dp/B003YJ98P2