Arbeit&Wirtschaft 11/2006 Um ein gut gedämmtes Einfamilienhaus zu beheizen, braucht man rund vier Ton- nen Holzpellets. Kostete diese Menge vor einem Jahr im Schnitt noch 620 Euro, sind es heuer schon 904 Euro. In Einzel- fällen konnten laut AK sogar Preissteige- rungen bis zu 70 Prozent festgestellt wer- den. Für Josef Staudinger, Präsident der AKNÖ, sind die Preissteigerungen nicht ganz nachvollziehbar, brachte der vielbe- worbene und geförderte Umstieg auf Pel- letsanlagen nur eine kurzfristige Einspa- rung: »Der hohe Preis der Pellets schadet dem sauberen Image der nachwachsen- den Rohstoffe und schreckt die Men- schen davor ab, erneuerbare Energien zu nutzen. Die Holzindustrie hat einerseits mas- siv Werbung für Pelletsheizungen betrie- ben, war aber auf die Nachfrage nicht vorbereitet. Von ArbeitnehmerInnen for- dert man immer Flexibilität, diese fordern wir auch von der Wirtschaft.« Da auch der Heizölpreis um starke 19 Prozent an- gestiegen ist, kommen Pellets – ohne Be- rücksichtigung der Investitionskosten für neue Anlagen – trotz Überteuerung noch günstiger. Die AK fordert, steuerliche Mehreinnahmen des Staates durch gestie- gene Energiepreise für Wärmedämm- maßnahmen einzusetzen, und einen Preisindex für Brennstoffe, um die Preis- entwicklung der Brennstoffe nachvoll- ziehbar zu machen. W. L. Brennstoffpreisvergleich: Kassenschlager Holzpellets Der Winter steht vor der Tür und die Energiepreise steigen. Im Brenn- stoffpreisvergleich der AK NÖ besonders negativ: Preisanstieg bei Pellets um 45 Prozent in einem Jahr. Redaktion »Arbeit&Wirtschaft«: Hohenstaufengasse 10, 1011 Wien, Telefon: (01) 534 44, Fax: (01) 534 44-595, Siegfried Sorz (Chefredak­teur): Klappe 304, Sek­retariat: Sonja Adler, Klappe 340 (von 8 bis 12 Uhr) E-Mail: aw@oegb.at Internet: www.arbeit-wirtschaft.at Abonnementverwaltung und Adressänderung: Karin Stieber, 1231 Wien, Altmannsdorfer Straße 154–156, Telefon (01) 662 32 96-6344 Dw., Fax Dw. 6385; E-Mail: k­arin.stieber@oegbverlag.at Redaktionskomitee: Arthur Ficzk­o (Vorsitz), Annemarie Kramser (Stellvertretender Vorsitz), Thomas Angerer, Günther Chaloupek­, Ortrun Gauper, Karl Kollmann, Georg Kovarik­, Sabine Letz, Fritz Luger, Ruth Naderer, Brigitte Pellar, Alexander Schneider, Siegfried Sorz, Andreas Gjecaj, Erik­ Türk­ Mitarbeiter/-innen dieser Ausgabe: Siegfried Sorz (Chefredak­teur), Kai Biehl, Astrid Fadler, Walter Gagawczuk­, Wilfried Leisch, Gabriele Müller, Thomas Plaßmann, Reinhold Russinger, Sandra Stern, Tansel Terzioglu, Herbert Wabnegg, David Walch, Wolfgang Weinz Gestaltung: Medienservice, Stephanie Guberner (Artdirector); Dietmar Kreutzberger (Grafik­ & Layout), Thomas Reimer (Fotoredak­tion, ÖGB-Archiv) Herausgeber: Bundesarbeitsk­ammer, 1040 Wien, Prinz-Eugen-Straße 20–22, und Österreichischer Gewerk­schaftsbund, 1011 Wien, Hohenstaufeng. 10–12 Medieninhaber: Verlag des Österreichischen Gewerk­schaftsbundes GmbH, 1230 Wien, Altmannsdorfer Straße 154–156, Tel. 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Stolz verwies »Transjob«-Geschäfts- führer Werner Pitzl in Zuge der Preisver- leihung auch darauf, dass die von AMS NÖ und der Stadt Amstetten mit 700.000 Euro geförderte neu errichtete Lehrwerk- stätte im November eröffnet wird. Zwei weitere – Einzelpreisträger – aus Nieder- österreich sind Christine Haager und Franz Sieder. Christine Haager, ehema- lige Nationalratsabgeordnete und lang- jährige Leiterin der frauenpolitischen Abteilung der AK NÖ, erhielt die Aus- zeichnung für ihr Engagement für Frau- enrechte und junge ArbeitnehmerInnen. Betriebsseelsorger Franz Sieder1) wieder- um wurde dafür ausgezeichnet, dass er immer ein offenes Ohr für die Anliegen der ArbeitnehmerInnen hat. W. L. Anton Benya-Preis: Arbeitsmarkt­Projekt »Transjob« Zum 17. Mal wurde heuer der Anton Benya-Preis vergeben. Ausge- zeichnet werden Personen, Projekte und Institutionen. Diese Jahr ging der Preis an das Projekt »Transjob«. 1) Siehe den Kommentar von Franz Sieder: »Arbeitslosigk­eit« im Heft 7-8/06