Arbeit&Wirtschaft 4/2008?Man kann nicht alles wissenÇ 46 Agora: Volksversammlung, großer Versammlungs- platz (Seite 15) anachronistisch: nicht mehr zeitgemäß; zeitlich falsch eingeordnet (Seite 38) Anthologie: Sammlung von Gedichten, Kurzge- schichten u. ä. (Seite 38) Anthropologie: Wissenschaft vom Menschen; der wissenschaftliche Zweig beschreibt die evolutio- näre Entwicklung des Menschen, während haupt- sächlich in angelsächsischen Ländern auch die Entwicklung des Menschen als kulturelles bzw. soziales Wesen betrachtet wird. (Seite 9) Bacon, Francis: Englischer Philosoph, Schriftstel- ler und Politiker (1561–1626), als Philosoph vertrat er unter anderem den Standpunkt, dass der Zufall beim Erarbeiten wissenschaftlicher Erkenntnisse soweit wie möglich ausgeschaltet werden sollte (Empirismus); 1618 Lordkanzler, 1621 wegen Kor- ruption entlassen. (Seite 26) BlackBerry: Tragbares Gerät zum Lesen und Schreiben von Mails, in der Regel mit inkludierter Handyfunktion. (Seite 24) Blog: auch: Weblog, Online-Tagebuch; Webseite, auf der – nach der Art eines Tage- oder Logbuches – laufend neue Einträge zu sehen sind. Dabei stehen die neuesten Einträge an erster Stelle. (Seite 14) CEO: Chief Executive Officer = Vorstands vor- sitzende/r (Seite 23) Copy-Paste-Kultur: Kultur des Kopierens (aus dem Internet) und Einfügens (engl.: paste, sprich: peest) in eigene Werke (Seite 22) Corporate Governance Kodex (englisch; sprich: koapoarät gawanens): Seit Oktober 2002 ist in Österreich ein Corporate Governance Kodex in Kraft, der zusätzlich zu den grundsätzlichen Regeln zum österreichischen Aktienrecht auch internationale Standards für die verantwortungsvolle Leitung von Unternehmen enthält. Der Kodex, der zuletzt im Jänner 2006 aktualisiert wurde, richtet sich vor allem an börsennotierte Aktiengesellschaften. (Seite 33) www.corporate-governance.at desavouieren: bloßstellen; verleugnen (Seite 15) Environment: Umgebung, Umwelt (Seite 8) en vogue (französisch; sprich: au woog): in Mode (Seite 38) Facebook: Internationale Internet-Plattform, auf der man u. a. frühere Klassenkameraden wieder- finden, über Interessen und Hobbys diskutieren sowie Partys und andere Veranstaltungen planen kann. (Seite 9) Firmenbuch: Öffentliches Verzeichnis (Handelsre- gister), in dem die wichtigsten rechtserheblichen Tatsachen und Rechtsverhältnisse über Kaufleute und Erwerbsgesellschaften eingetragen sind. (Seite 33) Foucault, Michel (sprich: fukoh, mischäl): franzö- sischer Philosoph, Psychologe und Soziologe (1926–1984), verfasste meist historische Analy- sen, die untersuchen, wie Wissen entsteht, Geltung erlangt und Macht ausgeübt wird. So untersuchte Foucault unter anderem den Wahnsinn, die Medi- zin, die Humanwissenschaften, das Gefängnis und die Sexualität, wobei er wesentlich an Entwick- lungen wie der Antipsychiatrie- und Anti-Gefäng- nis-Bewegung beteiligt war. (Seite 8) IP-Adresse: Spezielle Adresse für das Internet- Protokoll, die jeder Computer im Web zugewiesen bekommt – ähnlich einem Autokennzeichen. (Seite 14) Kurator: wissenschaftlicher Leiter eines Museums oder einer Ausstellung (Seite 8) MySpace: ursprünglich dafür gedacht, registrier- ten UserInnen gratis Platz (space = Raum) im In- ternet zur Verfügung zu stellen, hat sich das 2003 gegründete MySpace rasch zu einem allgemeinen sozialen Netzwerk im Internet entwickelt; angeblich hat MySapce weltweit mehr als 180 Millionen Mit- glieder. (Seite 9) Narzissmus: krankhafte Ich-Bezogenheit (Seite 9) Protektionismus: Schutz der heimischen Produk- tion gegen ausländische Konkurrenz mit Hilfe au- ßenpolitischer Maßnahmen. (Seite 42) Oralliteratur: mündlich erzählte/überlieferte Lite- ratur (Seite 38) Orwell, George: englischer Schriftsteller (1903–1950), kämpfte im Spanischen Bürger- krieg, sozialkritisch engagiert. Werke: 1984 (ent- wirft das Bild eines totalitären Überwachungs- staates, wo sogar die Gefühle kontrolliert werden), Farm der Tiere (Seite 8) Sandinisten (Sandinistas): Anhänger der (links- gerichteten) Sandinistischen Nationalen Befrei- ungsfront FSLN, die 1979 an der Spitze einer breiten Widerstandbewegung die Somoza-Diktatur zu Fall brachte und Nicaragua bis 1990 regierte. Während dieser Zeit kam es zwar zu vielen Re- formen, aber auch zu zahlreichen Menschen- rechtsverletzungen, 1990 kam es durch Vermitt- lung der zentralamerikanischen Staaten zu freien Wahlen, die eine Koalition mehrerer politischer Parteien gewann. 1985 bis 1990 war Daniel Orte- ga, ein altgedienter FSLN-Mann Präsident, 2006 wurde er wiedergewählt. (Seite 42) säkular: weltlich; alle hundert Jahre wiederkehrend (Seite 45) Skypen: Weltweites Telefonieren per Internet, be- nötigt werden dafür nur die entsprechende Gratis- Software, Lautsprecher und Mikrofon, eventuell zusätzlich eine Webcam. Über Skype sind auch Telefonate zu Handys oder ins Festnetz möglich, dafür muss allerdings zuvor ein entsprechendes Gesprächsguthaben gekauft werden. (Seite 10) Stakeholder: Personen oder Gruppen, die be- stimmte Ansprüche bzw. Interessen gegenüber oder innerhalb eines Unternehmens gemeinsam haben, also zum Beispiel die Kunden, Gläubiger etc. Ein Unternehmen, das nicht nur auf Gewinn- maximierung und steigende Aktienkurse achtet, versucht, die Interessen sämtlicher Stakeholder so weit wie möglich zu berücksichtigen. (Seite 32) subversiv: (im Verborgenen) auf den Umsturz der staatlichen Ordnung hinarbeitend (Seite 42) Sujet (französisch; sprich: süschee): Thema (Seite 38) Tutor: Lehrer und Ratgeber von StudentInnen (Seite 39) User Tracking: Mit Hilfe der IP-Adressen lassen sich die »Bewegungen« von Internet-Surfern ge- nau nachvollziehen, die gesammelt dann ein Per- sonenprofil zeichnen, das Auskunft über Interes- sen, Vorlieben, Kaufverhalten etc. gibt. (Seite 23) Utilitarismus: Theorie, nach der Handlungen da- nach bewertet werden, in welchem Ausmaß sie zur Förderung des Glücks der meisten Menschen nütz- lich (lat.: utilitas = Nutzen) sind. Handlungen werden also vorwiegend nach ihrer Folgewirkung und nicht nach der dahinterstehenden Gesinnung beurteilt. Der Utilitarismus wurde bereits im 18. Jahrhundert systematisch entwickelt und bei kon- kreten Fragen angewandt. (Seite 8) Washington Consensus: Summe von wirtschafts- politischen Maßnahmen, die Regierungen zur För- derung von wirtschaftlicher Stabilität und Wachs- tum in den lateinamerikanischen und karibischen Staaten durchführen sollen. 1990 in Washington erwartete man sich durch die Globalisierung nicht nur wirtschaftliches Wachstum, sondern auch den Ausgleich zwischen armen und reichen Ländern. Dafür einigte man sich auf zehn Instrumente wie beispielsweise Liberalisierung der Handelspolitik, Steuersenkungen, Privatisierung, Deregulierung etc. Kritiker wie der Nobelpreisträger Joseph Stiglitz meinen, dass IWF und Weltbank bisher nicht für den richtigen Maßnahmenmix gesorgt haben und kaum etwas verbessert wurde. (Seite 43) Wireless LAN: drahtlose Netzwerk-Verbindung, LAN = Local Area Network (Seite 24) Workflow: Arbeitsablauf (Seite 13) YouTube: 2005 gegründete Internet-Plattform, auf der Videos kostenlos online gestellt und betrachtet werden können. Nach dem durchschlagenden Er- folg wurde YouTube Ende 2006 von Google über- nommen. (Seite 9)