Arbeit&Wirtschaft 9/201346 Man kann nicht alles wissen Altruismus: Uneigennützigkeit (Seite 36) Annan, Kofi: ghanaischer Diplomat, geb. 1938, von 1997 bis 2006 UN-Generalsekretär. 2007 wurde er Vorsitzender der Allianz für ein grünes Afrika (AGRA), deren Ziel es ist – nicht zuletzt im Hinblick auf den Klimawandel – die Ernährungsunsicherheit in Afrika zu reduzieren und Kleinbauern zu unterstützen. (Seite 20) ANSE: 1997 von den nationalen SupervisorInnen-Orga- nisationen aus Österreich, Deutschland, Ungarn und der Schweiz gegründete europäische Dachorganisa- tion, durch die der europaweite Austausch erleich- tert werden soll. Die ANSE hat ihren Sitz in Wien und repräsentiert heute mehr als 8.000 qualifizierte Super visorinnen und Supervisoren sowie Coaches in 22 Ländern. (Seite 19) Balanced Scorecard: übersetzt: ausgewogener Be- richtsbogen, Bestandteil des Qualitätsmanagements. Die BSC zeigt ähnlich wie das Armaturenbrett eines Flugzeuges den aktuellen Kurs mit allen wichtigen Betriebsdaten an. Sie enthält nicht nur finanzielle Zielgrößen, sondern auch Lieferzeiten oder Punkte wie Mitarbeitermotivation. (Seite 45) Benchmark: Richtwert, Maßstab; Höhenfestpunkt, beispielsweise an Messlatten. Beim Benchmarking werden gezielt erfolgreiche Produkte, Produktions- methoden etc. der Konkurrenz beobachtet, um sich daran zu orientieren. (Seite 20) Costcenter: Eigenständige Unternehmenseinheit, die eine oder mehrere Kostenstellen umfassen kann. Dabei handelt es sich oft um Kernkompetenzbereiche, die die Geschäftsleitung nicht dem Konkurrenzdruck ausset- zen will, beispielsweise ein Forschungslabor. (Seite 30) Desksharing: Flexibles Arbeiten in der Form, dass Angestellte mitsamt ihren Unterlagen fast täglich auf den freien Schreibtisch eines/einer nicht anwesenden Kollegen/Kollegin wechseln, da es weniger Plätze als MitarbeiterInnen gibt. (Seite 26) DGFP: Deutsche Gesellschaft für Personalführung mit Sitz in Düsseldorf, gegründet 1952. (Seite 31) doppisch: von Doppik = doppelte Buchführung (in Konten), der Ausdruck wird heute in der Regel in Zu- sammenhang mit dem öffentlichen Sektor verwendet. Wie auch in anderen (EU-)Staaten ist in Österreich ebenfalls geplant, die bisher übliche Kameralistik (hauptsächlich Einnahmen-Ausgaben-Rechnung) auf das doppische System umzustellen. Ziele der Doppik sind vor allem die Gewährleistung der Generationen- gerechtigkeit (durch Abbildung des Ressourcenver- brauchs), erhöhte Transparenz für sämtliche An- spruchsgruppen, eine effizientere und effektivere öffentliche Leistungserstellung sowie verbesserte Steuerung. Die Umstellung wurde auch von Experten- kreisen für Gemeinden vorgeschlagen und vom Bund im Bundeshaushaltsgesetz 2013 festgelegt. Die Er- folgsrechnung zielt dabei nicht auf die Feststellung eines Gewinns wie in der Privatwirtschaft ab, sondern auf die Effizienz kommunalen Handelns. (Seite 33) EcoAustria: 2011 mit Unterstützung der Industriellen- vereinigung gegründetes Wirtschaftsforschungsinsti- tut mit Sitz in Wien. Das neue Institut soll nicht wie IHS und WIFO langjährige makroökonomische Analysen (also Konjunkturprognosen) abgeben, sondern sich neben Grundlagenforschung insbesondere mit aktu- ellen Themenstellungen von öffentlichem Interesse wie der Nachhaltigkeit öffentlicher Finanzen, der Euro- päischen Strategie für Wachstum und Beschäftigung, Reformen des Pensions- und Gesundheitssystems, Finanzausgleich, Arbeitsmarkt, Umweltfragen, Lohn- bildung und Inflation etc. beschäftigen. (Seite 14) EMAS: Eco-Management and Audit Scheme, auch bekannt als (EU-)Öko-Audit. EMAS wurde von der EU entwickelt und ist ein Gemeinschaftssystem aus Umweltmanagement und -betriebsprüfung für Orga- nisationen, die ihre Umweltleistung verbessern wollen. (Seite 20) EUROCADRES: Europäischer Rat der Fach- und Füh- rungskräfte, von der EU-Kommission als europäischer Sozialpartner anerkannt. (Seite 19) Gadget: technischer Gegenstand mit neuartigen Funk- tionen (Seite 26) Generation Y: Auch Millennials oder Digital Natives, gemeint ist jene Generation, die um das Jahr 2000 das Teenager-Alter erreicht hat. (Seite 28) Harvard Business Review: Seit 1922 bestehendes Management Magazin der Harvard Business School, in dem alle zehn Jahre die neuesten Trends und Inno- vationen von Expertinnen und Experten präsentiert werden. (Seite 29) Haushaltsrechtsreform: Die Haushaltsrechtsreform des Bundes schuf den Rahmen, um Steuergelder wirk- samer und effizienter einzusetzen. Das mit der Reform entstandene neue Bundesfinanzrahmengesetz (BFRG) ermöglichte erstmals eine mittelfristige Budgetpla- nung. Eine wichtige Neuerung war, dass die Ministe- rInnen nicht verwendete Finanzmittel auch in den Folgejahren verwenden können. Im Zuge der Haus- haltsrechtsreform wurde das Budgetmanagement auf die Erreichung von Zielen und Wirkungen ausgerichtet. Eines dieser Ziele ist die tatsächliche Gleichstellung von Frauen und Männern (Gender Budgeting). Die Um- setzung der Haushaltsrechtsreform erfolgte in zwei Teilen. Ab Jänner 2009 war die erste, seit 2013 ist die zweite Etappe in Kraft. (Seite 32) IMD: International Institute for Management Develop- ment, 1990 eingerichtete, international orientierte Top-Business-School mit Sitz in Lausanne. (Seite 42) Just-in-time-Logistik: Computergesteuerte Zuliefe- rung von Produktionskomponenten genau zu jenem Zeitpunkt, wenn diese in der Fertigung gebraucht werden, was unter anderem die Lagerhaltungskosten verringert. (Seite 45) Kaizen: Japanische Lebens- und Arbeitsphilosophie, in deren Zentrum das ständige Streben nach Verbesse- rung steht. Das Konzept wurde zu einem Management- system weiterentwickelt, das auch unter der Bezeich- nung KVP (Kontinuierlicher Verbesserungsprozess) bekannt wurde. (Seite 45) KDZ: Zentrum für Verwaltungsforschung, 1969 auf Initiative des Österreichischen Städtebundes von der Stadt Wien und der Zentralsparkasse der Stadt Wien als Verein „Kommunalwissenschaftliches Dokumen- tationszentrum“ gegründet. (Seite 33) Lean Management: wörtlich: schlanke Unternehmens- führung; Summe der Denkprinzipien, Methoden und Verfahrensweisen zur effizienten Gestaltung der ge- samten Wertschöpfungskette. Ziel ist es, alle Aktivi- täten, die für die Wertschöpfung notwendig sind, opti- mal aufeinander abzustimmen und überflüssige Tätigkeiten zu vermeiden. Dabei wird das bestehende System aus zwei Perspektiven überprüft (und verbes- sert): Aus der Sicht des Kunden, dessen Wünsche nach Verfügbarkeit, Individualität, Qualität und Preisgestal- tung möglichst optimal erfüllt werden sollen, und aus der Sicht des Unternehmens, das profitabel funktio- nieren und seine Wettbewerbsfähigkeit verbessern muss. Essenziell dabei sind unter anderem Prozess- definitionen und Schnittstellenbeschreibungen, klare Verantwortlichkeiten sowie frühes Reagieren auf Fehler. (Seite 30) Leverage (engl., sprich: levretsch): Einfluss, Hebel- wirkung, Druckmittel (Seite 40) MIT: Massachusetts Institute of Technology, 1861 ge- gründete Elite-Universität in Cambridge, einem Vorort von Boston. (Seite 45) NeSoVe: Netzwerk Soziale Verantwortung; vom Minis- terium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz und den Arbeiterkammern Burgenland, Kärnten, Stei- ermark und Wien unterstütztes Netzwerk zur Förderung, Weiterentwicklung und Beobachtung der sozialen Ver- antwortung von Unternehmen. (Seite 20) ÖSTRAT: Im Mai 2009 stimmte die Landeshauptleute- konferenz mit der Österreichischen Strategie Nachhal- tige Entwicklung den europäischen und österreichi- schen Nachhaltigkeitszielen und -prinzipien zu. 2010 bestätigte der Ministerrat diesen Beschluss. (Seite 21) Proponent: Wortführer, Initiator; Antragsteller (Seite 43) Public Governance: Steuerungs- und Regelungs- system zur Entwicklung von Strategien (z. B. Aktions- pläne) und Leitlinien, die durch Public Management dann entsprechend umgesetzt werden. Zu den Prin- zipien von (Good) Governance zählen Verantwortlich- keit, Rechenschaftspflicht, Transparenz und Fairness. Ziel ist u. a., über den Management-Ansatz der Kun- denorientierung hinaus die BürgerInnen auch schon bei Planungen aktiv einzubeziehen. (Seite 32) Public Management: Zielorientierte Steuerung und Gestaltung der öffentlichen Verwaltung nach den Prinzipien der Privatwirtschaft, also möglichst kosten- günstig, effizient und effektiv für alle Beteiligten. (Seite 32) RespACT: 1997 gegründete österreichische Unterneh- mensplattform für Corporate Social Responsibility (CSR) und Nachhaltige Entwicklung. (Seite 21) Thielemann, Ulrich: deutscher Wirtschaftsethiker, geb. 1961, Kapitalismuskritiker, gründete 2010 in Berlin den Thinktank MeM – Menschliche Marktwirt- schaft. (Seite 23) TUC: Trades Union Congress, Dachverband von rund 65 Gewerkschaften (mit rund 6,5 Mio. Mitgliedern) in Großbritannien. (Seite 40) WEF: World Economic Forum, 1971 eingerichtete ge- meinnützige Schweizer Stiftung mit Beobachterstatus beim Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Natio- nen. Das Weltwirtschaftsforum ist vor allem bekannt durch seine Jahrestreffen in Davos, wo internationale WissenschaftlerInnen, PolitikerInnen, Journalisten und Journalistinnen etc. über aktuelle globale Fragen dis- kutieren. (Seite 42)