Arbeit&Wirtschaft 1/20156 Aus AK und Gewerkschaften I M P R E S S U M Redaktion „Arbeit&Wirtschaft“: Johann-Böhm-Platz 1, 1020 Wien, Tel.: (01) 534 44-39263 Dw., Fax: (01) 534 44-100222 Dw., Sonja Fercher (CvD), Sonja Adler (Sekretariat): 39263 Dw. 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Nachdrucke, auch auszugsweise, nur mit Zustimmung der Redaktion und mit Quellenangabe. GPA-djp: Dreiste Inserate veröffentlicht Watchlist Praktikum verschärft Gangart im Kampf gegen unfaire Verträge. AK: Gesundheitsgefahr Ungleichheit Studie: MigrantInnen haben ein höheres Krankheitsrisiko. Bald 30.000 Klicks und inzwischen 150 konkrete Meldungen auf der „Watchlist Praktikum“ bestätigen den enormen Handlungsbedarf. „Es werden die un- glaublichsten Erlebnisse von Nicht- und Unterbezahlung gemeldet“, berichtet Veronika Kronberger von „Plattform Ge- neration Praktikum“. „Für eine Reihe von Unternehmen ist es offensichtlich ganz normal, BerufseinsteigerInnen auszubeu- ten. In vielen Fällen zeichnet sich das schon in den Inseraten ab, in denen ganz unverhohlen hohe Qualifikationen und Flexibilität zum Billigst- oder sogar zum Nulltarif gefordert werden.“ „Ausschreibungen lassen Rückschlüs- se auf die tatsächlichen Arbeitsbedingun- gen zu, sind also ein erster Indikator da- für, ob PraktikantInnen angemessen und rechtskonform behandelt werden“, so Karl Proyer, stellvertretender Bundesge- schäftsführer der GPA-djp. Seit Kurzem werden auch Inserate genau unter die Lu- pe genommen. „Es ist wirklich abenteu- erlich, wie krass das Verhältnis zwischen Leistung und Entlohnung ist, während besonders findige Unternehmen auch noch von einer sogenannten marktübli- chen Bezahlung sprechen. Wir haben uns deswegen dazu entschlossen, besonders dreiste Inserate öffentlich zu machen – die Unverfrorenheit, mit denen manche Arbeitgeber glauben, das Arbeitsrecht umgehen zu können, lässt uns ja gar kei- ne andere Wahl“, so Proyer weiter. Ein Praktikum, das sich als verstecktes Ar- beitsverhältnis entpuppt, muss selbstver- ständlich laut Kollektivvertrag oder zu- mindest laut ortsüblichem Entgelt ent- lohnt werden. Mehr Infos unter: www.watchlist-praktikum.at Deutlich mehr Menschen mit Migrations- hintergrund klagen über „erhebliche Schmerzen im letzten Jahr“. Eine aktu- elle Studie des Gesundheitsministeriums und der AK zeigt: Während dies bei 34 Prozent der Frauen und 34 Prozent der Männer ohne Migrationshintergrund zu- trifft, liegt die Zahl bei Männern mit Mi- grationshintergrund bei 41 Prozent und bei Frauen bei 44 Prozent. Deutliche Un- terschiede gibt es bei der Prävention: So nutzten etwa 70 Prozent der Frauen über 40 Jahre ohne Migrationshintergrund die Mammografie, bei den Frauen mit Wur- zeln in der Türkei oder im ehemaligen Jugoslawien waren es nur 52 Prozent. Zentral seien entsprechende Aus- und Weiterbildungsangebote für die Beschäf- tigten der Gesundheitsberufe, so AK- Präsident Rudi Kaske: Ansätze zu mehr Diversität im Gesundheitswesen gibt es bereits. „Solche Initiativen brauchen mehr Unterstützung und wir müssen jetzt den nächsten Schritt tun: mehr Studien zum Thema, die gesammelten Erfahrun- gen auswerten und dann eine umfassen- de Diversitätsstrategie für alle Beteiligten entwickeln“, so Kaske. „Wer weniger verdient, hat weniger Zeit und Geld, um etwas für seine Ge- sundheit zu tun, und ist häufig auch noch im Beruf durch harte Arbeit besonders belastet“, sagt Kaske. „Das gilt gerade auch für Migrantinnen und Migranten, von denen viele eher zu den unteren Ein- kommensgruppen gehören“, so Kaske. „Wirksame Gesundheitsvorsorge fängt deshalb vor allem bei der Beseitigung von sozialer Ungleichheit an“, so der AK- Präsident. Mehr Infos unter: tinyurl.com/p8oxkbu