Arbeit&Wirtschaft 1/20166 Aus AK und Gewerkschaften I M P R E S S U M Redaktion „Arbeit&Wirtschaft“: Johann-Böhm-Platz 1, 1020 Wien, Tel.: (01) 534 44-39263 Dw., Fax: (01) 534 44-100222 Dw., Sonja Fercher (CvD), Sonja Adler (Sekretariat): 39263 Dw. 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Nachdrucke, auch auszugsweise, nur mit Zustimmung der Redaktion und mit Quellenangabe. ITUC: Auf Kosten der ArbeitnehmerInnen Studie: 116 Millionen Menschen sind in ausgelagerten Betrieben tätig. Schlechte Arbeitsbedingungen werden bewusst in Kauf genommen. Eine neue Studie der International Trade Union Confederation (ITUC) führt dras- tisch vor Augen, wie sich Großunterneh- men an den ArbeitnehmerInnen berei- chern: Die ITUC hat 50 multinationale Konzerne – darunter Samsung, Nestlé und McDonald’s – unter die Lupe ge- nommen. Das erschütternde Ergebnis: Nur sechs Prozent jener ArbeitnehmerIn- nen, die Leistungen für diese Unterneh- men erbringen, sind direkt angestellt. Die restliche Arbeitsleistung wird von 116 Millionen Menschen in Zulieferbetrie- ben erbracht, und dies oftmals unter unwürdigen Arbeitsbedingungen. Keine soziale Absicherung, gefährli- che Arbeitsbedingungen und die Behin- derung von gewerkschaftlicher Organi- sation sind in vielen Teilen der Welt weit verbreitet. Selbst die niedrigen Mindest- löhne werden umgangen. Dabei schöp- fen die Unternehmen, die sich dieser Lieferketten bedienen, Milliardenge- winne ab. „Multinationale Konzerne erwirt- schaften immense Profite, während Mil- lionen von ArbeiterInnen, die in der Zulieferkette beschäftigt sind, leiden. Damit verbunden tun die Konzerne al- les, um Steuerzahlungen zu vermeiden, und tragen damit zur wachsenden Un- gleichheit der Gesellschaft bei. Die Un- ternehmen müssen endlich zu mehr Transparenz in Bezug auf ihre Zulieferer bereit sein, sie müssen existenzsichernde Löhne zahlen, gewerkschaftliche Rechte garantieren und für sichere Arbeitsplätze sorgen“, fordert Jyrki Raina, Generalse- kretär von IndustriALL Global. Infos unter: www.ituc-csi.org AK: Christoph Klein wird AK-Direktor Der Arbeits- und Sozialrechtsexperte sowie erfahrene Sozialpartner- verhandler folgt im Juli auf Werner Muhm. AK-Direktor Werner Muhm geht am 1. Juli in Pension. Als Nachfolger hat der Vorstand der AK Wien Christoph Klein bestellt. Der Jurist war bis 2009 Leiter des AK- Bereichs Soziales und arbeitete dann im Hauptverband der Sozialversicherungen. Christoph Klein ist Jahrgang 1958. Er trat 1987 in die Arbeiterkammer Wien ein und war von 2003 bis 2009 Leiter des Bereichs Soziales. Danach wechselte er als Generaldirektor-Stell- vertreter in den Hauptverband der ös- terreichischen Sozialversicherungs träger. Im Jahr 2013 kehrte er in die AK Wien zurück. Christoph Klein ist ein er fah re- ner Sozialpartnerverhandler, hat Ma - nage menterfahrung und ist seit Kur- zem Honorarprofessor für Arbeitsrecht an der Uni Salzburg. Er ist Fach autor in mehreren Zeitschriften, unter ande- rem im „Recht der Arbeit“, deren Schrift leiter er auch ist. Er wird im März auch zum Bundesarbeitskammer- Direktor bestellt. Mit Christoph Klein wurde auch Maria Kubitschek ab 1. Juli zur stellver- tretenden Direktorin der AK Wien an der Seite von Alice Kundtner bestellt. Die Leiterin des Bereichs Wirtschaft ar- beitete von 1988 bis 1993 in der Abtei- lung Wirtschaftspolitik der AK Wien, leitete danach zunächst die Abteilung Außenwirtschaft und Integrationspoli- tik, anschließend die Abteilung Wirt- schaftspolitik. 2001 übernahm sie den Bereich Wirtschaft mit einem Zwi- schenspiel als Kabinettschefin im Bun- desministerium für Wirtschaft, Innova- tion und Technologie. Infos unter: tinyurl.com/jed6t6u