44 Arbeit&Wirtschaft 2/2019 Salzburg: FSG hält Zweidrittelmehrheit AAB verdrängte Freiheitliche Arbeitnehmer von Platz zwei. Grüne GewerkschafterInnen und Gewerkschaftlicher Linksblock weiter in Vollversammlung. Tirol: Christgewerkschaft verteidigt Mehrheit SozialdemokratInnen gewinnen Mandat hinzu, FPÖ landet auf Platz drei, Grüne verlieren Sitz im Vorstand. Die Sozialdemokratischen Gewerkschafte- rInnen wurden mit deutlichem Abstand zur stärksten Kraft im Salzburger Arbeit- nehmerInnen-Parlament gewählt. Sie werden damit auch in Zukunft über eine Zweidrittelmehrheit in der AK-Vollver- sammlung verfügen. Zweitstärkste Kraft wurden die Christlichen GewerkschafterInnen. Sie legten nach den Verlusten von 2014 wieder um 3,35 Prozentpunkte auf 14,32 Prozent zu. Damit verdrängten sie die Freiheitlichen Arbeitnehmer, die nun wieder auf Platz drei liegen (12,16 Prozent, +0,98). Auf Rang 4 bleiben die Alternativen/Grünen Gewerkschafte- rInnen (6,81 Prozent, –0,2). Der Ge- werkschaftliche Linksblock schate mit 1,76 Prozent der Stimmen (+0,37) er- neut den Sprung ins ArbeitnehmerIn- nen-Parlament. Damit werden in der neuen Vollversammlung wieder fünf Listen vertreten sein. Die Wahlbeteili- gung sank leicht auf 33,87 Prozent. Der alte und aller Voraussicht nach neue AK-Präsident Peter Eder in einer ersten Reaktion: „Die Arbeiterkammer ist die Anwältin und verlässliche Interessenver- tretung für die Beschäftigten. Wir wer- den uns auch künftig über alle Fraktio- nen hinweg für ihre Rechte starkmachen und jenen Respekt einfordern, der den Beschäftigten zusteht.“ Die Liste des AK-Präsidenten Erwin Zang- erl, AAB-FCG, hat trotz leichter Verlus- te ihre Mehrheit in der AK-Vollversamm- lung verteidigt. Hinter Zangerl auf dem zweiten Platz landete die Fraktion Sozi- aldemokratischer GewerkschafterInnen (FSG), die mit Spitzenkandidat Stephan Bertel 19,7 Prozent der Stimmen erzielte und ein Mandat auf 14 dazugewinnen konnte. Auf Platz drei kamen die unter der Bezeichnung FPÖ angetretenen Frei- heitlichen Arbeitnehmer mit 8,6 Pro- zent (+2,8). Die Grünen erreichten 7,1 Prozent und büßten somit ein Mandat ein (–0,94). Sie verlieren damit auch ih- ren Sitz im Vorstand. Dieser wandert zur FPÖ. Die Fraktionen Kommunisti- sche Gewerkschaftsinitiative (1,1 Pro- zent), Soli-Tirol (0,8 Prozent) und die Gewerkschaftliche Linke (1,3 Prozent) schaten allesamt den Einzug nicht. In der Tiroler Vollversammlung werden so- mit vier Fraktionen vertreten sein. Die Wahlbeteiligung lag bei 33,6 Prozent. Zangerl forderte in seiner Antrittsrede mehr Respekt für die Beschäftigten, mehr gute Arbeitsplätze und einen ver- stärkten Kampf gegen „Ausbeuter und Steuerhinterzieher“. Es gelte, in einer wirtschaftlich so instabilen Periode den arbeitenden und den arbeitsuchenden Menschen den Rücken zu stärken. AAB | FCG 45 45 34 22 5 1 4 14 6 5 FSG 14 FPÖ 6 Grüne-UG 5 ÖAAB | FCG 34 FSG 22 FA 5 NBZ 1 Gemeinsam 4 HAK 4 FSG 47 (–2) FA-FPÖ 8 (0) ÖAAB | FCG 10 (+3) AUGE/UG 4 (–1) GLB 1 (0) Mandatsverteilung Tirol Mandatsverteilung Vorarlberg Mandatsverteilung Salzburg AK Oberösterreich AK Burgenland AK Niederösterreich AK Wien AK Steiermark 19.03.–01.04.2019 20.03.–02.04.2019 20.03.–02.04.2019 20.03.–02.04.2019 28.03.–10.04.2019 4 47 8 10 4 1 AAB | FCG 45 45 34 22 5 1 4 14 6 5 FSG 14 FPÖ 6 Grüne-UG 5 ÖAAB | FCG 34 FSG 22 FA 5 NBZ 1 Gemeinsam 4 HAK 4 FSG 47 (–2) FA-FPÖ 8 (0) ÖAAB | FCG 10 (+3) AUGE/UG 4 (–1) GLB 1 (0) Mandatsverteilung Tirol Mandatsverteilung Vorarlberg Mandatsverteilung Salzburg AK Oberösterreich AK Burgenland AK Niederösterreich AK Wien AK Steiermark 19.03.–01.04.2019 20.03.–02.04.2019 20.03.–02.04.2019 20.03.–02.04.2019 28.03.–10.04.2019 4 47 8 10 4 1