45Arbeit&Wirtschaft 2/2019 Vorarlberg: Christgewerkschaft verliert Absolute Sozialdemokraten und Freiheitliche gewinnen dazu, leichte Verluste für Grüne, migrantische Liste nach Spaltung stark geschwächt. Burgenland, Niederösterreich, Oberösterreich, Steiermark, Wien: Stärken Sie die AK mit Ihrer Stimme! Noch in fünf Bundesländern kann in den kommenden Wochen gewählt werden. Bestimmen Sie mit, für welche Anliegen sich die AK in den nächsten Jahren einsetzen soll. Die Christgewerkschafter haben ihre abso- lute Mehrheit in der Vorarlberger Voll- versammlung eingebüßt. Sie kamen auf 47,26 Prozent der Stimmen nach 51,70 Prozent im Jahr 2014. Einen Zuwachs von über drei Prozentpunkten verzeich- nete die Fraktion Sozialdemokratischer Gewerkschafter (FSG) mit 30,18 Pro- zent. Die Freiheitlichen Arbeitnehmer (FA) errangen leichte Zugewinne und erhielten 7,86 Prozent (+0,45) Stim- menanteil, leicht verloren hat die grün- nahe Liste „Gemeinsam“, die auf 6,04 Prozent der Stimmen kam (–0,49). Schwere Verluste musste die migran- tisch geprägte Neue Bewegung für die Zukunft (NBZ) hinnehmen, nachdem die von der NBZ abgespaltene Liste Hei- mat aller Kulturen (HAK) ebenfalls an- trat und aus dem Stand 6,07 Prozent der Stimmen für sich verbuchte. Die NBZ zieht damit nicht wieder in die Vollver- sammlung ein. Erneut gescheitert ist der Gewerkschaftliche Linksblock. In der Vorarlberger AK-Vollversammlung wer- den damit sechs Listen vertreten sein. Die Wahlbeteiligung stieg um über ein Prozent auf 37,05 Prozent. „Wir haben die Rechnung für die ÖVP-Politik in Wien bekommen“, so Hämmerle. Er habe immer eine klare Politik für die Ar- beitnehmerInnen gemacht und werde das auch weiterhin tun. Die AK ist die offizielle Stimme von über 3,6 Millionen ArbeitnehmerInnen. Mit Ihrer Stimme bestimmen Sie mit, wie Sie die Arbeiterkammer in den kom- menden fünf Jahren gegenüber Wirt- schaft und Politik vertreten soll. Was wird gewählt? In jedem Bundesland gibt es ein Parla- ment der ArbeitnehmerInnen: die AK- Vollversammlung. Dafür kandidieren verschiedene Fraktionen (Listen). Je mehr Stimmen eine Fraktion erhält, desto mehr Abgeordnete (= Kammerrä- tInnen) kann sie in die Vollversamm- lung entsenden. Die KammerrätInnen wählen wiederum aus ihren Reihen die AK-Präsidentin oder den AK-Präsiden- ten in ihrem Bundesland. Wo und wie kann ich wählen? Man kann direkt im Betrieb wählen, wenn dort ein Wahllokal eingerichtet wird. In den meisten großen und mittle- ren Unternehmen ist dies der Fall. Mög- lich ist auch die Wahl in einem der öf- fentlichen Wahllokale. Alle Mitglieder, die nicht im Betrieb wählen können, können automatisch an der Briefwahl teilnehmen. Ab Mitte März werden die Briefwahlkarten samt Stimmzettel per Post zugeschickt. Bitte den ausgefüllten Stimmzettel ins beigelegte Kuvert ste- cken und dieses Kuvert in die Rücksen- detasche (= Wahlkarte) geben, verschlie- ßen und abschicken. Das Porto über- nimmt die AK. Nutzen Sie Ihr demo- kratisches Recht! Mehr: www.arbeiterkammer.at/wahl News von den AK-Wahlen AAB | FCG 45 45 34 22 5 1 4 14 6 5 FSG 14 FPÖ 6 Grüne-UG 5 ÖAAB | FCG 34 FSG 22 FA 5 NBZ 1 Gemeinsam 4 HAK 4 FSG 47 (–2) FA-FPÖ 8 (0) ÖAAB | FCG 10 (+3) AUGE/UG 4 (–1) GLB 1 (0) Mandatsverteilung Tirol Mandatsverteilung Vorarlberg Mandatsverteilung Salzburg AK Oberösterreich AK Burgenland AK Niederösterreich AK Wien AK Steiermark 19.03.–01.04.2019 20.03.–02.04.2019 20.03.–02.04.2019 20.03.–02.04.2019 28.03.–10.04.2019 4 47 8 10 4 1 AAB | FCG 45 45 34 22 5 1 4 14 6 5 FSG 14 FPÖ 6 Grüne-UG 5 ÖAAB | FCG 34 FSG 22 FA 5 NBZ 1 Gemeinsam 4 HAK 4 FSG 47 (–2) FA-FPÖ 8 (0) ÖAAB | FCG 10 (+3) AUGE/UG 4 (–1) GLB 1 (0) Mandatsverteilung Tirol Mandatsverteilung Vorarlberg Mandatsverteilung Salzburg AK Oberösterreich AK Burgenland AK Niederösterreich AK Wien AK Steiermark 19.03.–01.04.2019 20.03.–02.04.2019 20.03.–02.04.2019 20.03.–02.04.2019 28.03.–10.04.2019 4 47 8 10 4 1