Seite 24 Anhang Die AK fordert: 1. Die Einf�hrung von Bankenabgabe und Finanztransaktions-Steuer: Beide Ma�nahmen stellen einen l�ngst �berf�lligen Solidarbeitrag jenes Sektors dar, der als Ganzes von den bisherigen St�tzungsma�nahmen profitiert hat. Zudem kann mit ihnen �berm��iges Risiko einged�mmt und abgefangen werden. 2. Regulierung und Zur�ckdr�ngen der Ratingagenturen: Interessenskonflikte und Intransparenz, keine Haftungen f�r ihr Handeln kennzeichnen die Ratingagenturen. Die Gesetzgeber-Innen sollten nur mehr Ratings zulassen, f�r die kein Haftungsausschluss besteht. Au�erdem sollten Zins�nderungs-Klauseln in Kreditvertr�gen, die bei einer �nderung des Unternehmensratings die Kreditzinen erh�hen, abgeschafft werden. Dadurch w�ren Banken dazu angehalten, ihr ureigenstes Gesch�ft � die Risikopr�fung � wieder ernst zu nehmen. 3. Mehr Durchgriffsrechte f�r die europ�ische Finanzmarktaufsicht: Die Schaffung der drei europ�ischen Auf- sichtsbeh�rden kann nur ein Zwischenschritt hin zu einer wirklichen europ�ischen Aufsicht sein, die auch entspre- chende Durchgriffsrechte hat. 4. Aus f�r den Handel mit Derivaten ��ber die Budel�(�over the counter�): Vorraussetzung f�r einen funktionie- renden Finanzmarkt ist die Schaffung von Transparenz. Diese kann nur erreicht werden, wenn die Produkte �ber geregelte B�rsen oder zumindest �ber Clearingstellen mit einer zentralen Gegenpartei gehandelt werden k�nnen und umfassende Meldepflichten eingef�hrt werden. 5. Einschr�nkung der Spekulation: Die AK fordert ein Verbot von Leerverk�ufen auf fallende Kurse und eine Einschr�nkung der Spekulation auf Rohstoffe und Nahrungsmittel. 6. Versch�rfte Kontrolle der Hedgefonds: Nach der auf EU-Ebene bereits beschlossenen Registrierung von Hedgefonds muss nun auch in ihre Praktiken eingegriffen werden. Zentraler Punkt ist etwa die Beschr�nkung und �berwachung der so genannten Hebelfinanzierung, bei der Hedgefonds auf Kredit spekulieren. Au�erdem fordert die AK einen unmittelbaren Schutz vor gef�hrlichen Finanzspekulationen. 7. F�r Anleger und ArbeitnehmerInnen in Unternehmen, die von Hedgefonds �bernommen werden, muss es einen besseren Schutz geben. Auch sollten Verbriefungsgesellschaften in die Regulierung mit aufgenommen wer- den, die mit dem weltweiten Verkauf amerikanischer Immobilienkredite gro�en Schaden angerichtet haben. 8. Bankeninsolvenzrecht: Aus der j�ngsten Krise m�ssen Lehren f�r das Risikoverhalten von ManagerInnen und Aktion�rInnen gezogen werden. Es braucht ein Insolvenzrecht f�r Banken, denn die Banken wissen nun, dass sie �too big to fail� sind und aufgefangen werden. Dies f�hrt zu bewusstem Fehlverhalten (�moral hazard�). Im Vorder- grund muss die Rettung der Bankfunktionen stehen (Kreditversorgung, Spareinlagen,...), ohne gleichzeitig die Eigent�mer mitretten zu m�ssen, die vorher vom exzessiven Risiko profitiert haben.