521917026 Mietenbelastung I. Die Hauptergebnisse in Kurzform • Das Institut für empirische Sozialforschung führte im Auftrag der AK Wien eine Befragung von Personen durch, die innerhalb der letz- ten fünf bis sechs Jahre in Wien in eine private Hauptmietwohnung in einem Altbau (Richtwertmietwohnungen) eingezogen sind. Im Mittelpunkt der Befragung stand die Einkommensbelastung dieser Mieterhaushalte durch die monatlichen Mietzahlungen. • Befragt wurden 192 Mieter. Es handelt sich dabei vor allem um die jüngeren und mittleren Altersgruppen (18- bis 29-Jährige: 30 %; 30- bis 49-Jährige: 54 %; Ältere: 16 %) und um gut ausgebildete und im Berufsleben stehende Personen. Drei Viertel der Befragten haben zu- mindest die Matura. In fast allen Haushalten ist zumindest eine Per- son berufstätig (eine Person: 45 %; zwei oder mehr Personen: 47 %). Nur in 28 Prozent dieser Haushalte leben Kinder unter 18 Jahren. • Das persönliche Durchschnittseinkommen liegt bei 1.535 Euro. Das Medianeinkommen macht 1.325 Euro aus: Das heißt, 50% der Be- fragten verdienten weniger als 1.325 Euro im Monat. Das gesamte Netto-Haushaltseinkommen beläuft sich pro Monat im Schnitt auf 2.037 Euro; 50% der Haushalte hatten ein Haushaltseinkommen von weniger als 1.681 Euro (Median). Damit entspricht das persön- liche Nettoeinkommen (Median) in etwa dem Medianeinkommen der Gesamtgruppe der unselbständig Beschäftigten in Wien. • Es besteht eine im Schnitt überdurchschnittlich hohe Belastung der Einkommen durch die Mieten. Der Prozentanteil der Mietkosten vom monatlichen Haushaltsnettoeinkommen aus Erwerbstätigkeit beträgt im Schnitt 43 Prozent. Bei 30 Prozent der Befragten ist der entsprechende Anteil sogar noch höher. Bei vielen Doppelverdie- nern wird ein Erwerbseinkommen für die Miete benötigt, die an- dernfalls gar nicht leistbar wäre. • Die meisten dieser Wohnungen befinden sich in Gürtelnähe bzw. außerhalb des Gürtels, also in den nicht so guten Wohngegenden bzw. in eher ‚billigen‘ Stadtteilen. Die mittlere Wohnungsgröße be- lief sich auf 75 m?; die Mehrzahl der bezogenen Mietwohnungen hat 2 bis 3 Zimmer. In drei von zehn Mietwohnungen war beim Ein- zug keine Küche eingerichtet.