– 34 – 7. Zusammenfassung und Schlussfolgerungen Im Rahmen dieses Projekts wurde der Versuch unternommen, komplexe ökonomische, politische und gesellschaftliche Zusammenhänge in fünf Indizes zu bündeln. Damit soll die relative Position der einzelnen EU-Mitgliedstaaten im Hinblick auf unterschiedliche Aspekte des Arbeitsmarktes kompakt aufgezeigt werden. Um eine quantitative Einordnung der Arbeitsmarktsituation einzelner EU- Staaten anhand von Punktwerten zu entschärfen, werden die Indizes in Abbildung 9 in einer gruppierten Skala präsentiert. Die nordischen Staaten, angeführt von Dänemark, sind bei diesem Vergleich der EU- Staaten zumeist an führender Stelle – Schweden zählt lediglich im Hinblick auf die Verteilung der Erwerbseinkommen nicht zur Spitzengruppe der Länder oberhalb des 75%-Perzentils. Ein ähnliches Bild ergibt sich für die Niederlande und Österreich, deren Punktwerte sich bei vier – respektive drei – Indizes in der Spitzengruppe der EU-27 bewegen. Die (teil-) frankophonen Länder Frankreich, Belgien und Luxemburg konnten sich bei jeweils zwei Bereichsindizes in den jeweiligen Spitzengruppen positionieren. Ein interessanter Newcomer in der Europäischen Gemeinschaft ist Slowenien: Sowohl im Bereich „Zugangsgerechtigkeit und Verbleib“ als auch bei der „Verteilung der Erwerbseinkommen“ rangiert dieses neue Mitgliedsland unter den führenden Nationen. Österreich ist insbesondere bei den ersten beiden Indizes, der Leistungskraft und der Integrationsorientierung des Arbeitsmarktes, relativ gut aufgestellt. Auch im Hinblick auf die Sozialstaatsaktivitäten ist Österreich auf den vorderen Rängen zu finden. Weiter hinten findet sich Österreich bei der Zugangsgerechtigkeit und der Einkommensverteilung; insbesondere die vergleichsweise unterdurchschnittliche Position Österreichs in punkto Exklusion und Kinderbetreuung ist auffällig. Durchwegs auf den hinteren Positionen finden sich süd- und osteuropäische Staaten. Die vergleichsweise schlechteste arbeitsmarktbezogene Situation ist für Rumänien zu konstatieren, aber auch Griechenland findet sich zumeist auf den hinteren Positionen. Bulgarien hat insbesondere im Bezug auf die Verteilungsgerechtigkeit des Sozialstaates Nachholbedarf, demgegenüber kann Ungarn gerade in diesem Bereich einen Platz direkt hinter den Spitzenländern einnehmen. Italien und Spanien zählen sowohl bezüglich der Leistungskraft ihres Arbeitsmarktes als auch bei der Zugangsgerechtigkeit zu den europäischen Schlusslichtern. Aber auch im Hinblick auf den Index „Verteilung Sozialstaat“ können diese beiden Länder nicht punkten. Spanien hat eine etwas bessere Integrationsorientierung aufzuweisen