Auf der Suche nach Wohlfahrtsindikatoren Vor uns liegt die j�ngste Studie des Wirtschafts- und Sozialbeirates: �Qualitative Aspekte der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung (Wohlfahrtsindikato� ren)�. Schon vor mehreren Jahren, noch inmitten des lan� gen Booms von 1969 bis 1973 initiiert, erscheint sie gerade zurecht, um das seither angesichts der bedrohlichen Wirt� schaftsentwicklung fast vergessene Thema des �qualitati� ven Wachstums� neuerlich in Erinnerung zu rufen. Was damit gemeint war, definiert der Beirat vorsichtig, aber nicht unzutreffend als �ein wirtschaftliches Wachstum, das auch auf seine au�er�konomischen Auswirkungen im Rah� men einer umfassenden Zielvorstellung von den Bed�rf� nissen der Menschen R�cksicht nimmt.� �bersieht man die verfremdende Sprache � es ist nat�rlich nicht das �Wachs� tum�, das R�cksicht nehmen soll, sondern die Menchen, die es steuern � so deckt diese Definition sicher die allge� meinen, mehr oder minder vagen Vorstellungen, die in diesem Zusammenhang schon seit langem Gegenstand der Diskussion sind. Wer jedoch erwartet h�tte, da� der Bei� rat auch schon die Konturen einer solchen �umfassenden ZielVorstellung� f�r �sterreich umrei�en w�rde, mu� ent� t�uscht werden. Tats�chlich h�tte ein solcher Auftrag ja den Beirat bei weitem �berfordert, nicht nur hinsichtlich seiner personellen Ressourcen, sondern vor allem auch hin� sichtlich seiner F�higkeit, in einer Frage von solcher Trag� weite einen Konsens herzustellen. Schon die bescheidenere Aufgabe, die ihm gestellt wurde, erwies sich als schwierig genug, n�mlich die Samm� lung und Sichtung der verschiedenen Ans�tze zur Mes� sung eben jener �qualitativen Aspekte� der Wohlfahrt, die nicht in das Bruttonationalprodukt eingehen. Es handelt sich also im wesentlichen um die L�sung statistischer Pro� bleme, dementsprechend richten sich die Empfehlungen des Beirates diesmal nicht wie sonst an die Wirtschaftspolitik, sondern an das Statistische Zentralamt � eine Verwal� tungsbeh�rde, die nur sehr mittelbar mit den wirtschafts� politischen Entscheidungen zu tun hat. Man k�nnte nun � bevor auf den Inhalt der Studie eingegangen wird � fragen, ob es �berhaupt Sache des Beirates sein kann, technische Probleme dieser Art in An- 3