wachsenden Bedarfs an Arbeitsplätzen ist die planvolle Nutzung dieser Ansätze geradezu die Voraussetzung für ein erfolgreiches Krisenmanagement in strukturell be¬ drohten Bereichen. Es hieße wohl die bestehenden administrativen Appa¬ rate und die zur Verfügung stehenden Techniken hoff¬ nungslos überfordern, wollte man diese Interventionen in ein System der Rahmenplanung integrieren. Gerade die enttäuschenden französischen Erfahrungen mit einem immer mehr an realem Einfluß verlierenden Planungs¬ mechanismus (bei einem wesentlich ausgebauteren, tech¬ nisch hoch qualifizierten Apparat) lassen diese Schlu߬ folgerung zu. Keineswegs soll jedoch in -diesem Zusammenhang auf die Forderung nach einer verstärkten demokratischen Legitimation der Planung vergessen werden. Hinsichtlich der allgemeinen Rahmenbedingungen und der globalen Planung von Einnahmen und Ausgaben im öffentlichen Bereich sind zweifellos die bestehenden Einrichtungen der repräsentativen Demokratie am besten geeignet, diesen Anspruch zu erfüllen. Auf dem Gebiet der Struktur- und Technologiepolitik wird wohl auf ein hohes Maß an Einfluß der Experten nicht verzichtet werden können. Wobei allerdings darauf zu achten sein wird, daß auf betrieblicher Ebene ein entsprechendes Gegengewicht durch Ausbau der Mitbestimmung und verstärkte Einflu߬ nahme auf Arbeitsablauf und Gestaltung des Arbeits¬ platzes vorhanden ist. Unter Umständen könnten auch Vorschläge in jener Richtung weitergedacht werden, wie sie vor einigen Jahren in einem ÖVP-Konzept zur Schaf¬ fung einer unabhängigen Stelle zur Bewertung von Tech¬ nologien enthalten waren. Sollen die gesamtwirtschaftlichen Ziele, vor allem das Ziel der Vollbeschäftigung, nicht durch lähmende Konfliktsituationen gefährdet werden, so wird man sich darum bemühen müssen, die Planungs- und Entscheidungs¬ gremien auch gegenüber nicht institutionell klar abge¬ grenzten Interessen zu öffnen. Eine ins Konkrete vor¬ dringende Diskussion über die Organisierung, Legitima¬ tion und Vertretung dieser Interessen sowie die Abstim¬ mung divergierender Interessenslagen ist daher dringend angezeigt. Diese Diskussion kann sich auf ausländische Konzepte dieser Art, wie das in dieser Zeitschrift besprochene Dokument eines vom amerikanischen Kon¬ greß eingesetzten Untersuchungsausschusses (Wirtschaft und Gesellschaft Nr. 2/1977) oder auf vor allem im kom¬ munalen Bereich entwickelte neue Formen der Ver¬ waltung und Bürgermitbestimmung stützen. Auch hier 328