Der Einfluß der Einkommensverteilung und der Finanzierung aufKonjunktur und Wachstum Peter Höller 1. Einleitung Pasinetti argumentiert in seinem Essay über "The Rate of Profit in an Expanding Economy"', daß ein wirtschaftliches Absterben der Kapitali¬ sten in der langen Frist möglich ist, wenn die Arbeiter rascher akkumu¬ lieren als die Kapitalisten. "If- as is generally observed in industrialized countries - the proportion of net national income that is invested (and saved) is of an order of magnitude of 15 per cent, then we may roughly say that workers propensity to save sw would have to exceed the figure of 15 per cent for the workers to be able to end up eventually owning the whole capital stock." Aber, so Pasinetti: "There is no indication that the workers' propensity to save will get anywhere near 15 per cent in the foreseeable future. Consequently, there is no practical reason to worry about capitalists' 'euthanasia'. Yet the case may be interesting from an analytical point of view2." Das gesamte Sparen einer Volkswirtschaft (S) besteht aus dem Sparen der Arbeiter (Sw) und dem Sparen der Kapitalisten (Sc): (1) S = Sw + Sc Ex-post stimmen Sparen und Investition überein, sodaß (2) I = Sw + Sc Dividiert man durch das Einkommen (Y) und erweitert um die Lohn¬ summe (W) und die Profiteinkommen (P) X = s*w ScP, Y W Y P Y so ergibt sich die triviale Ausage, daß der Investitionsquote die mit den Einkommensanteilen gewichteten Sparquoten der Lohn- und Profitein¬ kommensbezieher gegenüberstehen. Setzt man das Einkommen z. B. mit 100 Einheiten an, nimmt an, daß 41