Obwohl die relative Zu- oder Abnahme der Frauenbeschäftigung keinem leicht erkennbaren Branchenmuster folgt, läßt sich mit Sicher¬ heit sagen, daß weibliche Arbeitskräfte vor allem in den niedrig bezahlten Positionen eines Wirtschaftszweiges neue Beschäftigung finden. Die deutlich verbesserte Qualifikation (allein im Zeitraum 1973 bis 1978 stieg der Anteil weiblicher Erwerbstätiger mit Lehrausbildung von 17 Prozent auf 24 Prozent; der Anteil von Akademikerinnen erhöhte sich von 1,7 Prozent auf 2,5 Prozent) und das Überwechseln in das AngestelltenVerhältnis (1951: 18 Prozent der weiblichen Erwerbstä¬ tigen gegenüber mehr als 50 Prozent seit 1978) führte zu keiner drasti¬ schen Angleichung geschlechtsspezifischer Einkommensunterschiede. Das zeigen sowohl die Lohnstufen- als auch die Lohnsteuerstatistik13. 4.2 Auch in der gesamtwirtschaftlichen Lohnpyramide sind die Frauen nicht aufgestiegen Die Lohnstufenstatistik der Sozialversicherungsträger stellt in ein¬ prägsamer Weise dar: die Frauen haben in dem Vierteljahrhundert zwischen 1953 und 1980 gegenüber den Männern nicht aufgeholt. Das Durchschnittseinkommen der Männer lag 1953 um 48 Prozent, im Jahr 1980 um 59 Prozent höher. Selbst wenn das Jahr 1957 (57 Prozent) als Vergleichsbasis gewählt wird, ergibt sich bloß eine Konstanz der Übersicht 9 Mittelfristige Konstanz der geschlechtsspezifischen Einkommensunterschiede 1953-1980 Männerlöhne in Prozent der Frauenlöhne (Frauen = 100) 1953 1957 1964 1967 1970 1973 1976 1980 Arbeiter Median 161 160 161 160 158 159 162 159 Durchschnittseinkommen 153 161 164 166 164 163 166 162 Angestellte Median 134 156 162 158 158 161 165 168 Durchschnittseinkommen 152 167 177 171 172 171 172 177 Unselbständig Beschäftigte insgesamt Median 143 154 155 153 152 154 155 153 Durchschnittseinkommen 148 157 162 161 160 158 159 159 Quelle: Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger, Lohnstufenstati¬ stik. 92