3. 1\laßzahlen der Verteilungen der bereinigten Monatseinkommen 3.1 Streuung der bereinigten Monatseinkommen 3.1.1 Maßzahlen der absoluten und relativen Streuung Die Tatsache, daß aus der nach der Einkommenshöhe geordneten Reihe der Einkommen der Versicherten Dezile und Quartile ausgewie­ sen werden, gestattet ausschließlich die Berechnung von solchen Streuungsmaßzahlen, die auf dem Abstand zweier geeigneter Ranggrö­ f3en (d. h. Lagemaßzahlen) beruhen. Derartige Ranggrößen charakteri­ sieren die Lage des "unteren" und des "oberen" Bereichs einer Vertei­ lung. Die absolute bzw. relative Distanz zwischen diesen Bereichen mißt die Streuung. Maßzahlen der absoluten Streuung sind die mittlere Quartilsdistanz (MQD) und die mittlere Dezilsdistanz (MDD): MQD = + (Q3 - Ql) Ql . 1. Quartil MDD = + (D9 - Dl) Dl. .1. OezH Beide Maßzahlen können als arithmetische Mittelwerte einer "obe­ ren" Streuung CQ3-Q2 bzw. 09-05) und einer "unteren" Streuung (Q2-Ql bzw. 05-Dl) aufgefaßt werden. Je größer der halbierte Abstand zwischen oberem und unterem Viertelwert (Zehntelwert), umso größer ü;t die Ungleichheit der Verteilung. Maßzahlen der relativen Streuung sind der Quartils-Dispersionskoef­ fizient (QDK) und der Dezils-Dispersionskoeffizient (DDK): - Q3 -Ql QDK Q3 + Ql D9 - Dl DDK = D9 + Dl Im Gegensatz zu MQD und MDO sind diese beiden Maßzahlen dimensionslos, d. h. invariant gegenüber einer Multiplikation der Merk­ malsausprägung mit einem konstanten Faktor. Sie eignen sich auf­ grund dieses Vorzugs besonders für den Vergleich der Streuung verschiedener Verteilungen. Je größer der relativierte Abstand zwi­ schen oberem und unterem Quartil (Dezil), umso größer ist die Streuung. Die absolute Streuung der Einkommen von Frauen ist geringer, die relative Streuung aber größer als jene der Einkommen von Männern (siehe Übersicht 1 und jeweils die unterste Zeile der Tabellen 2 und 3). Zur vergleichsweise hohen relativen Streuung der Fraueneinkommen tragen die Einkommen teilzeitbeschäftigter Frauen wesentlich bei. 337