sellschaftlicher Natur getrennt werden können und dürfen. Das heißt, daß die unmittelbar erforderlichen Politikmaßnahmen im Bereich der Arbeitsmarkt- und Lohnpolitik durch weitergehende Integrationsmaß­ nahmen der Sozial-, Bildungs- und Wohnpolitik ergänzt werden müssen. Anmerkungen 1 Eine Langfassung dieses Beitrags wurde von einer Arbeitsgruppe des Beirats für ge­ sellschafts-, wirtschafts- und umweltpolitische Alternativen (Beigewum) im Auftrag der Kammer für Arbeiter und Angestellte für Wien erstellt. Wir möchten uns für die Zur-Verfügung-Stellung der Datengrundlagen bei den Kolleginnen und Kollegen vom Wirtschaftsforschungsinstitut und dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales bedanken. Für wichtige inhaltliche Diskussionsbeiträge sind wir Karl Piehelmann zu Dank verpflichtet. Allfällige Fehler und Ungenauigkeiten verbleiben im Verantwor­ tungsbereich der Autoren. 2 Bei allen folgenden Überlegungen gehen wir davon aus, daß das potentielle aggregier­ te Angebot an Arbeitskräften konstant und die Normalarbeitszeit exogen gegeben ist. Oberhalb des Reservationslohnes r wollen alle L potentiellen Anbieter eine Arbeits­ stelle annehmen, wenn w < r gilt, ziehen sie die Arbeitslosigkeit vor. r ist natürlich mindestens so hoch wie die Arbeitslosenunterstützung. 3 Die hier untersuchten Daten zur Entwicklung von Beschäftigung und Arbeitslosigkeit können aus statistischen Gründen nicht für ein und dieselbe Periode erstellt werden. Während der Vergleich nach Bundesländern aufgrund der Jahresdurchschnittswerte von 1989/90 erfolgt, werden die Veränderungen nach Wirtschaftsklassen für den Zeit­ raum Juli 1989 - Juli 1990 - Juni 1 991 erstellt und untersucht. Die jeweiligen Bundes­ durchschnittswerte stimmen daher nicht überein. 4 Das ergibt sich aus den jeweiligen Spalten Angebot und Arbeitslosigkeit sowohl fÜr Inländer als auch für Ausländer (24,3% = 37 ,6%-13,3% und 75 ,7% = 87,4%-1 1 ,7%). 5 Da eine Beschäftigungserhebung für ausländische Arbeitskräfte nur zweimal jährlich (Jänner, Juli) erfolgt, können keine Jahresdurchschnittswerte herangezogen werden. Zudem wurde 1991 der Erhebungsstichtag von Ende Juli auf Ende Juni vorverlegt. Da sich jedoch im Juli 1990 die Beschäftigung um 62 .495 Personen erhöht hatte, ist ein Juli 90/Juni 9 1-Vergleich nicht zielführend. Es wurden daher die aktuellen Beschäfti­ gungswerte vom Juni 1 990 herangezogen und die Ausländerbeschäftigungsanteile vom Juli 1990 für den Juni 1 990 als Annäherungswerte genommen. Dadurch können aber auch die hier ausgewiesenen Beschäftigungsveränderungen dieser beiden Jahre nicht addiert werden, da ansonsten die Veränderungen vom Juli 1990 zweimal gezählt werden. 6 Um eine Verzerrung durch die seit Beginn des Jahres 1990 in der Arbeitslosenstatistik miterfaßten Asylanten zu vermeiden, ist es sinnvoll, diese Berechnungen ohne die Ar­ beitslosen der Wirtschaftsklasse "Sonstige" vorzunehmen. Der Anstieg der ausländi­ schen Arbeitskräfte in dieser Wirtschaftsklasse macht mit + 5 .943 Personen knapp 70 Prozent des Gesamtanstieges der ausländischen Arbeitslosigkeit aus. Als 1 991 die Asylanten nicht mehr in der Arbeitslosenstatistik erfaßt wurden, ging der Bestand an ausländischen Arbeitslosen in der Wirtschaftsklasse "Sonstige" wieder um 4.752 Per­ sonen zurück. 7 Diese Aufgliederung kann nur für die Periode Juli 1989/90 vorgenommen werden. Siehe dazu auch Fußnote 5 . 8 Vgl. u. a. Bartunek, E. ( 1985); Bari, A./Bucek, J./Mayer, W. (1990); Wimmer, H. (1986). 306