Die Außenhandelsverflechtung der Österreichischen Regionen 1976-1986 Dieter Keil, in Zusammenarbeit mit Wolfgang Zeiser 1. Einleitung Die Regionalökonomie stellt im allgemeinen auf die Standortvertei­ lung von Produktion und Bevölkerung im Raum ab und analysiert diese, ohne dabei explizit und systematisch auf Gesichtspunkte von übernatio­ nalen Märkten und Konkurrenz, internationaler Spezialisierung und ar­ beitsteiliger Integration von Regionen in die Weltwirtschaft, kreislauf­ analytische (Multiplikator-)Aspekte usw. einzugehen. Um diesen Rückstand zumindest teilweise aufzuarbeiten, wurde eine wesentliche Verbesserung der Datenbasis (1) zum Anlaß für eine Studie über die Außenhandelsverflechtung der Österreichischen Regionen ge­ nommen (2) , die in der Folge auszugsweise wiedergegeben wird. Schwerpunktmäßig werden im weiteren vor allem folgende Fragen untersucht: e Die internationale Verflechtungsintensität und -dynamik der Öster­ reichischen Regionen (wie weit sind letztere in die internationale Ar­ beitsteilung - und wie weit spezialisiert - integriert?); e Wie weit setzt sich die Wirtschaft der Österreichischen Regionen auf den inländischen und Exportmärkten gegen die ausländische Konkur­ renz durch? e Wie weit kommen dabei die (gemeinhin als intranationale Vor- und Nachteile der Österreichischen Regionen gesehenen) Standorteigen­ schaften der Regionen auch international gegen die ausländische Konkurrenz zum Tragen? Die oben dargestellten Fragen werden dabei vor allem unter der Per­ spektive der Allokations- und Nutzungseffizienz und nicht unter der ei- 137