Wirtschaft und Gesellschaft 1 8. Jahrgang (1 992), Heft 4 le Vorgaben erhält, die zum Aufbau lokaler Bezugsverflechtungen opti­ mal auszunützen sind. Tabelle 5: Unternehmensfunktion der Direktinvestitionen Funktionen Branche Elektro­ bereich Metallver­ arbeitender Bereich Chemie- und 1) Mineralöl- bereich 2) Nahrungs- 1) und Genußmittel 2) Sonstige Gesamt Beschaf­ fung 14 8 10 5 5 0,33 0,82 0,19 0,89 0,24 0,77 0,12 0,83 0,12 0,83 Produk­ tion 6 3 5 3 1 0,33 0,35 0,17 0,33 0,28 0,38 0,17 0,50 0,06 0,17 Marke­ ting 0,35 17 1,00 0,14 7 0,78 Ver­ trieb Perso­ nal 0,35 0,36 17 16 1,00 0,94 0,18 0,13 9 6 1,00 0,67 0,27 0,24 0,27 13 12 12 1,00 0,92 0,92 0,12 6 1,00 0,12 6 1,00 0,10 0,11 5 5 0,83 0,83 0,12 0,13 6 6 1,00 1,00 F&E 0,62 Ge­ samt 8 17 0,33 0,47 0,08 1 9 0,17 0,11 0,23 3 13 0,30 0,23 0,07 1 6 0,10 0,17 0,00 0 6 0,10 0,00 42 0,82 18 0,35 49 0,96 49 0,96 45 0,88 13 0,25 51 1) Vertikalstruktur in Prozent 2) Horizontalstruktur in Prozent Die Produktion als eine zentrale Unternehmensfunktion ist nur bei 35 Prozent der erfaßten Tochtergesellschaften implementiert. In der Nahrungs- und Genußmittelindustrie ist jeder zweite der erfaßten Betriebe mit Produktionsfunktionen ausgestattet, während in der Elek­ tro-, Chemie- und metallbe- und -verarbeitenden Industrie nur ca. ein Drittel der Unternehmen auch in Wien produziert. Fehlende Produk­ tionsaktivitäten in Wien können auch auf eine räumliche Arbeitsteilung zwischen den Österreichischen Regionen hinweisen: Während in Wien vorwiegend Management- und F & E-Funktionen sowie Produktions­ prozesse mit höheren Qualifikationsanforderungen angesiedelt sind, verlagern sich die stärker standardisierten Produktionen in die ländliche Peripherie (19) . Diese regionale Arbeitsteilung kann besonders in der Elektroindustrie mit ihren stärksten Unternehmen Siemens und Philips 438