21 . Jahrgang (1 995), Heft 1 Wirtschaft und Gesellschaft schlossen. Es stellt sich hier die Frage, ob Mittel zur Bewältigung zwei­ fellos vorfindlicher Strukturveränderungen im Druckereibereich nicht effizienter in der direkten Unterstützung der davon betroffenen Arbeit­ nehmer, etwa im Rahmen des Wiener Arbeitnehmerförderungsfonds (WAFF), eingesetzt werden könnten. Die " FCKW-Aktion " fördert Investitionen von kleinen und mittleren Unternehmen zur Vermeidung von (F)CKW-Emissionen sowie damit in Zusammenhang stehende externe Beratungs-, Planungs- und Schu­ lungskosten mit Barzuschüssen von 20%, 1993 wurden Förderungen von rund 4 Mill. S für 23 Projekte im Gesamtvolumen von etwas über 20 Mill. S vergeben. Neue Erkenntnisse der förderpolitischen Debatte, die die Bedeutung von Organisationskapital und strategischer Kompetenz beim Aufbau firmenspezifischer Wettbewerbsvorteile in einem zunehmend durch die Verknüpfung von Produktions- und Dienstleistungskomponenten ge­ kennzeichneten Fertigungssystem betonen, führten in etlichen Förde­ rungen seit den achtziger Jahren zu einem Beihilfenschwerpunkt, der explizit die Unterstützung produktionsnaher Dienstleistungen durch Förderungen immaterieller Investitionsbestandteile im Unternehmen zur Zielsetzung hat: So soll die Aktion zur Förderung der Aufnahme zu­ sätzlicher hochqualifizierter Mitarbeiter ("Initiative Qualifizierte Mit­ arbeiter ") der Stärkung des firmeninternen Know-hows von KMU die­ nen, indem über zwei Jahre Lohnsubventionen für hochqualifizierte, zu­ sätzliche Mitarbeiter vergeben werden. In den letzten Jahren wurden im Schnitt etwa 5 ,8 Mill. S an Förderungen vergeben, 34 Fälle pro Jahr wurden mit im Durchschnitt S 174.000,- unterstützt. Als gemeinsame Aktionen des Bundes und der Stadt Wien wurden En­ de 1993 zudem zwei Förderaktionen aufgelegt, die im Rahmen des Inno­ vations- und Technologiefonds-Gesetzes (ITFG) ebenfalls Mittel auf die Stärkung des Organisationskapitals heimischer Produzenten fokussie­ ren. So soll eine Förderaktion " Qualitätsoffensive " KMU aus den Berei­ chen Sachgüterproduktion und produktionsnahe Dienstleistungen beim Aufbau von Qualitätssicherungssystemen und ihrer erstmaligen Zerti­ fizierung nach den geltenden internationalen Normen (ÖNORM/ISO 9000 ff. bzw. EN 29000 ff.) unterstützen, indem u. a. externe Ausbil­ dungs- und Beratungskosten alimentiert werden. Ergänzend soll eine Förderaktion "Produktfindung " externe Beratungsleistungen und inter­ ne Personalkosten fördern, die bei der strategischen Definition neuer Geschäftsfelder, der Suche nach neuen Produktideen anfallen. In Stoßrichtung und Fördervolumen stark an Bedeutung gewonnen hat in den letzten Jahren der Schwerpunkt Innovations- und Technolo­ gieförderung. Ihm kommt sowohl in der Korrektur vorhandener Struk­ turdefizite als auch in der Rezeption der sich dramatisch verändernden Rahmenbedingungen für die Stadtökonomie entscheidende Bedeutung zu. Die Aktion zur Förderung rechnergesteuerter Technologien (Aktion C-Tech) fördert mit einem Volumen von rund 35 Mill. S pro Jahr externe Forschungs- und Entwicklungskosten etc. , die bei der Einführung von - 87