23 . Jahrgang ( 1 997), Heft 3 3.4 Geschäftsbereiche und strategische Partner Die Aufgabenstellung für das Experi­ mentarium Wien betont das gaseil­ schaftspolitische Anliegen, die Zukunft des Landes aktiv, gemeinsam und im Dialog mit einer interessierten Bevölke­ rung zu gestalten. Diese Aufgabenstel­ lung, ein aktives Element im Österrei­ chischen Innovationssystem zu sein und als Informationsschn ittstelle der Bevölkerung relevante Technik- bzw. Wissenschaftsthemen näherzubringen, erfordert die Einbeziehung der Akteure aus den Bereichen Wirtschaft und Wis­ senschaft, dem Bildungs- und Politik­ bereich mit ihren unterschiedl ichen Ausrichtungen und Interessen in die Konzeption und Gestaltung von Aus­ stellungen und Aktivitäten. Diese Berei­ che charakterisieren die Geschäftsbe­ reiche des Experimentariums Wien, in denen e ine enge Zusammenarbeit mit strategischen Partnern erforderlich ist. * Bereich Bildung: Schulen, Bildungs- einrichtungen Als Lehr- und Bildungseinrichtung bie­ tet das Experimentarium Wien sowohl für Schüler als auch für interessierte Laien die Möglichkeit, moderne Ent­ wicklungen in Wissenschaft und Tech­ nik sowie die zugrundeliegenden Phä­ nomene und Systeme durch Ausstel­ lungsstationen und selbständiges Tun in einer interaktiven Weise erfahrbar und begreifbar zu machen. * Bereich Wissenschaft: Universitäten, Forschungseinrichtungen Das Experimentarium Wien ist ein Platz, an dem avancierte Forschungs­ vorhaben und Projekte einer breiten Öffentlichkeit dargelegt sowie d ie wis­ senschaftl iche Vorgangsweise mit ih­ ren Möglichkeiten und Grenzen ver­ deutlicht werden können. Darüber hin­ aus bietet sich das Experimentarium Wien auch als Platz für sozialwissen­ schaftl iche Forschungsprojekte zum Thema "neue Technologien" an. Wirtschaft und Gesellschaft * Bereich Wirtschaft: Unternehmen Als öffentliches Forum bringt das Ex­ perimentarium Wien die Belange der Technikanwender und Technikprodu­ zenten der Industrie - also der Unter­ nehmen - in d ie Diskussion ein und zeigt das Spannungsfeld von techni­ schem, wirtschaftlichem und gesell­ schaftl ichem Nutzen auf. * Bereich Politik: öffentliche Institutio­ nen, Medien Das Experimentarium Wien d ient als lnformationsschnittstelle, um Fragen von Technikanwendung und Technik­ auswirkung zu thematisieren, Wei­ chenstellungen zu diskutieren und ein kritisches Bewußtsein in der Bevölke­ rung zu stimulieren. 4. Ausblick 4.1 Einbindung von strategischen Partnern Schon in der Vorbereitungsphase wurden, um dem Anspruch eines inter­ aktiven Wissenschaftsmuseums ge­ recht zu werden, das als Schnittstelle für die Bevölkerung d ienen soll , zukünf­ tige Partner aus Wissenschaft, Wirt­ schaft, Bildung und Politik in die Kon­ zepterstel lung einbezogen und Mög­ lichkeiten einer spezifischen Orientie­ rung und Nutzung eines Wissen­ schaftsmusaums diskutiert. Vertreter der Österreichischen Wirtschaft und österreichischer Firmen betonten ihre hohe gesellschaftl iche Verantwortung. Im geplanten Experimentarium Wien gilt es n icht die Forschungs- und Ent­ wicklungskompetenz der einzelnen Un­ ternehmen darzustellen , sondern das zur Verfügung stellen derselben und die Zusammenarbeit mit weiteren Partnern sei notwendig, um einem neuen Be­ wußtsein für Wissenschaft und Techno­ logie zum Durchbruch zu verhelfen. Nur eine informierte Öffentlichkeit läßt zu, daß neue Konzepte mit Entfaltungs­ möglichkeiten entwickeltwerden können. 395