24. Jahrgang ( 1 998), Heft 4 bestimmte Reformen unsozial waren . Derartige Festlegungen sollte man aber vermeiden, außer wenn auch die Krite­ rien der Bewertung explizit dargelegt werden. Dies ist nämlich notwendig, will man n icht jede Verringerung sozial­ staatl icher Leistungen als Verschlech­ terung und jeden Ausbau als Verbesse­ rung bezeichnen, unabhängig davon, Wirtschaft und Gesellschaft ob es sich um ein soziales Problem, sei es im Sinne von Armut, sei es im Sinne von Marktversagen handelt. Insgesamt ist dieses Buch ein wichtiger Beitrag zur Darstellung von sozialpolitischen Insti­ tutionen, der hoffentlich Nachahmun­ gen in Form weiterer Untersuchungen finden wird. Peter Rosner 569