Wirtschaft und Gesellschaft 26. Jahrgang (2000), Heft 2 Tabelle 4: Lohnsteuerreform 2000 Bruttobezug pro Monat Jährliche Entlastung durch die Lohnsteuerreform Absolut l n % des Einkommens 5.000 0 0,0 10.000 1 .500 1 , 1 13.000 4.000 2,2 20.000 4. 1 00 1 ,5 30.000 4.900 1 ,2 40.000 6.900 1 ,2 50.000 7.000 1 ,0 60.000 7.000 0,8 1 00.000 7.000 0,5 500.000 7.000 0,1 Q: Bundesministerium für Finanzen 2.1.1 Tabakabgabe Das Rauchen zählt zu jenen "Lastern", die durch höhere Steuern kaum beeinflußt werden können. Kettenraucher mit niedrigem Einkommen ver­ wenden einen beachtlichen Teil ihres verfügbaren Budgets für den Kauf von Zigaretten. Nach den Ergebnissen der Konsumerhebung gibt das untere Drittel der Haushalte 1 , 72% seines Einkommens, das mittlere Drittel 1 ,46% und das obere Drittel 0 ,98% für Tabakwaren aus. Daraus geht hervor, daß die höhere Tabakabgabe, die 1 ,2 Mrd. S hereinbringen sol l , die unteren Ein­ kommensschichten fast doppelt so stark trifft wie die oberen - natürlich nur die Raucher, die Nichtraucher bleiben davon verschont. Selbst eine über­ durchschnittl iche Anhebung der Preise für teure Zigarettensorten könnte daran nur sehr wenig ändern. 2.1.2 Elektrizitätsabgabe Die Stromabgabe trifft die ärmeren Haushalte noch stärker als die Tabak­ steuer, und zwar diesmal alle Haushalte. Das untere Einkommensdrittel der Haushalte gibt 8,5% seines Einkommens, das mittlere Drittel 5,5% und das obere Drittel 3,4% für Beleuchtung und Beheizung aus. Die ärmeren Haus­ halte sind davon also - gemessen an ihrem Einkommen - 2%mal so stark betroffen wie die Besserverdiener. Durch Stromsparen kann man die zu­ sätzliche Steuerbelastung (+3,2 Mrd . S) in gewissen Grenzen mildern , ihr aber nicht entgehen . Die Haushalte werden die Erhöhung der Stromabgabe freil ich n icht so unmittelbar spüren, wei l die Strompreise infolge der Liberalisierung des Energiemarktes zurückgehen. Selbst wenn die Strompreise nun früher ge­ senkt werden , ändert das nichts an der längerfristigen Belastung: Im Jahr 188