26. Jahrgang (2000), Heft 2 Wirtschaft u n d Gesellschaft verteilung im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales, Wien 1 999). Die Autoren danken Alois Guger für seine Unterstützung und wertvolle Hinweise. Zusammenfassung Die geplanten Maßnahmen zur Budgetkonsolidierung belasten die ärmere Bevölkerung überproportionaL Die Anhebung der Verbrauchsabgaben und Gebühren um rund 1 3 Mrd. S trifft die Ärmeren etwa doppelt so stark wie die Besserverdiener: Das untere Ein­ kommensdrittel der Haushalte muß 1 ,6% des Einkommens für die zusätzlichen Abgaben aufwenden, das obere Einkommensdrittel nur 0,8%. Weitere Belastungen stehen noch bevor, denn mehr als 30 Mrd. S Einmalmaßnahmen im Budget 2000 müssen noch dauerhaft bedeckt werden, und die neuen Begünstigungen für Unternehmen (Lohnnebenkosten), Landwirte und Familien in der Größenordnung von 25 Mrd. S müssen noch von jemandem bezahlt werden . Es kann eine politische Strategie im Geiste von Reagan und Thatcher sein, die Unterneh­ mer sowie die Besserverdienenden zu entlasten ("Leistung muß sich wieder lohnen") und die einkommensschwächeren Haushalte stärker zur Kasse zu bitten , aber eine Po­ l itik für "den kleinen Mann" ist dies sicherlich nicht. 197