Wirtschaft und Gesellschaft 28 . Jahrgang (2002) , Heft 3 ten M ittelwert. Was d ie geschlechtsbezogene Einkommensrelation betrifft, so resultiert aus der Teilzeitbereinigung für 1 987 ein Anstieg um 5,9 Prozentpunkte und für 1 993 um 7,7 Prozentpunkte (von 69,2 auf 77,0%). Der korrigierte Wert der interindustriellen Streuung bei den Frauen schl ießlich liegt für 1 987 um 1 , 7 Prozentpunkte unter dem unkorrigierten Wert und für 1 993 um 1 ,2 Prozentpunkte. Anmerkungen 1 Zur Branchengehaltsstruktur der männlichen Angestellten und zur Branchenlohnstruktur der Arbeiterinnen im Zeitraum 1 980-91 siehe Mesch ( 1 993). 2 Siehe im Einzelnen Juch, Wolf ( 1 989a, 1 989b). 3 Zum Beispiel selbstständige Lehrer im Hauptberuf, die keine Angestellten beschäftigen. 4 Zu Beschäftigungsdauer und Einkommenssicherheit siehe Grillitsch, Guger, Haydn, Wolf ( 1 995) 8f; Grillitsch, Guger, Haydn, Wolf ( 1 996) 1 9. Zur interindustriellen Struktur und Streuung der Jahreseinkommen siehe Mesch (1 990) 355-359. 5 Zu den Verdiensten über der Höchstbeitragsgrundlage im Jahre 1 994 siehe Grillitsch, Guger, Haydn, Wolf (1 996) 1 7f. 6 Zum Zusammenhang zwischen Alter und Einkommen siehe Grillitsch, Juch, Steiner, Wolf ( 1 99 1 ) 44ff; Grillitsch, Guger, Haydn, Wolf ( 1 996) 23-25. 7 Falls Diskriminierung ausländischer Arbeitskräfte besteht, spielt auch die Staatsbürger­ schaft eine Rolle. Zur Abweichung der Löhne ausländischer Arbeiterinnen vom jeweiligen Lohnniveau inländischer Arbeiterinnen in den einzelnen Wirtschaftsklassen siehe Grillitsch, Juch, Wolf ( 1 991 ) 1 092f; Grillitsch, Juch, Wolf ( 1 992) 983f; Grillitsch, Guger, Haydn, Wolf (1 993) 1 1 02ff; Grillitsch, Guger, Haydn, Wolf ( 1 995) 9-1 1 ; Grillitsch, Guger, Haydn, Wolf ( 1 996) 2 1 -23. 8 Zu den Beschäftigungsanteilen siehe auch Mesch ( 1 992) 20. 9 Diese Einschätzung teilt auch Guger ( 1 992) 82. 10 Gemäß der Untersuchung von Tomandl und Mitarbeitern ( 1 992) war dies im Zeitraum 1 985-90 bei 1 8% der ausgewerteten Abschlüsse mit Entgeltregelungen der Fall. 11 Gemäß Tomandl u.a. ( 1 992) 38 sahen 1 2% der erfassten Kollektiwertragsabschlüsse mit Entgeltregelungen 1 985-90 Anhebungen der Mindestlöhne um für alle Arbeitnehmerinnen gleiche Absolutbeträge vor. 12 Der Zustrom von Ausländern verringerte die relativen Löhne in Bereichen mit niedrigen Ausstattungs- und Ausbildungskosten; vgl. Pollan ( 1 990). 13 Zu diesem Ergebnis gelangte auch Walterskirchen ( 1 977) 20f für die Gesamtwirtschaft in der Periode 1 964-73: Zwischen den Veränderungsraten der Beschäftigung nach Branchen und den jeweiligen Lohnsteigerungsraten zeigte sich kein signifikant positiver Zusammen­ hang; im Gegenteil, der Korrelationskoeffizient war leicht negativ. 14 Pollan ( 1 983). 15 Vgl. Pollan ( 1 997) 1 72: Übersicht 1 . 16 Siehe BM für Arbeit und Soziales ( 1 994) 1 7 1 . 1 7 Effektivlohn = Grundlohn für geleistete Arbeitszeit plus - je nach Branche unterschiedli­ che - Zulagen. 18 Die alle drei Jahre durchgeführte Erhebung der Wirtschaftskammer über die Arbeitskosten in der Industrie Österreichs bezeichnet folgende Posten als Lohnnebenkosten (siehe Pollan ( 1 997) 1 73, Übersicht 2): bezahlte Ausfallzeiten, Sonderzahlungen, Abfertigungen, Krankengeld, gesetzliche Sozialleistungen, freiwillige Sozialleistungen, Kosten der Be­ rufsausbildung, Lohnsummensteuer. 19 Guger ( 1 992) verwendete den ungewichteten Variationskoeffizient als Streuungsmaß. Dies bedeutet, dass beispielsweise einer winzigen Branche wie der Ledererzeugung und -Verarbeitung ( 1 980 6.442 unselbstständig Beschäftigte) in der Berechnung des Streu­ ungsmaßes das gleiche Gewicht zukommt wie der Metallbranche ( 1 980 424.305 unselbstständig Beschäftigte)! Im Gegensatz zu den unten im Kapitel 5 präsentierten Er- 430