28. Jahrgang (2002), Heft 4 Wirtschaft und Gesellschaft internationaler Wettbewerbsfähigkeit gelten. Dementsprechend wären konvergente Anpassungsprozesse in der Zentralisation der Lohnregelung in ausgeprägterar Weise als in anderen gesellschaftlichen Bereichen zu erwarten. Deshalb lässt der negative Befund zur Konvergenzhypothese fOr die Zentralisation der Lohnregelung den Schluss zu, dass auch unter den Auspizien fortschreitender wirtschaftlicher Internationalisierung pfadabhän­ gige Anpassungsprozesse generell stärker als Konvergenzprozesse den institutionellen Wandel in der Gesellschaft prägen. BCEN BCENLAG DEP ECENP FDI GDP Anhang: Variablendefinition Zentralisation der Lohnverhandlungen (privatwirtschaftlicher Sektor); Klassifikation nach der bedeutendsten Regelungsebene 1 = zentrallalle Arbeitnehmer (AA) 2 = zentral/gruppenspezifisch (GS) 3 = zentral und sektorai/AA 4 = zentral und sektorai/GS 5 = Kombination zentral - sektoral - Unternehmen/Betrieb/AA 5.42 = Kombination zentral - sektoral - Unternehmen/Betrieb/zen­ tral: AA, sonst: GS 6 = Kombination zentral - sektoral - Untemehmen/Betrieb/GS 7 = sektorai/AA 8 = sektorai/GS; einschließlich berufsspezifischer Verhandlungen 9 = Kombination sektoral - Unternehmen/Betrieb/AA 10 = Kombination sektoral - Unternehmen/Betrieb/GS 1 1 = Unternehmen/Betrieb/AA 1 1 .5 = Unternehmen/Betrieb/AA und GS gleich bedeutend 12 = Unternehmen/Betrieb/GS Anmerkung: für die Berechnung in Tabelle 4 wurde BCEN stan­ dardisiert auf das 0-1 Intervall und das Vorzeichen umgekehrt. ln diesem Fall wächst daher die Zentralisation mit dem Rangwert. BCEN, zeitlich verzögert um eine Periode Gesamtzahl der Arbeitnehmer Zentralisation des größten Arbeitgeberdachverbandes. Index konstruiert aus folgenden Merkmalen: Der Dachverband ist im Verhältnis zu seinen Mitgliederverbänden berechtigt, (1 ) Tarifverträge für seine Mitglieder abzuschließen, (2) einen Anteil aus den Mitglieds­ beiträgen seiner Mitglieder zu beziehen, (3) einen eigenen Arbeits­ kampffonds zu unterhalten, (4) gegen Tarifverträge seiner Mitarbeiter ein Veto einzulegen, (5) gegen Aussperrungen seiner Mitglieder ein Veto einzulegen, (6) am tarifpolitischen Entscheidungsprozess seiner Mitglieder teilzunehmen, und (7) verpflichtet, seine eigenen Tarifab­ schlüsse den Mitgliedern zur Urabstimmung vorzulegen. Merkmals­ ausprägungen ja = 1 , nein = 0 für (1 ) - (6); ja = 0, nein = 1 für (7), so­ dass der Zentralisationsgrad mit den erzielten Punkten zunimmt. Ausländische Direktinvestitionen (aktiv und passiv) als Prozentsatz des Bruttoinlandsprodukts Wachstumsrate des realen Bruttoinlandsprodukts (als geometri­ sches Periodenmittel) 485