Wirtschaft und Gesellschaft 31. Jahrgang (2005), Heft 1 > eine Anhebung des Ökostromziels: bis zum Jahr 201 0 sollen 7% des in länd ischen Stromverbrauchs aus erneuerbaren Energ ieträgern stammen ; > die Begrenzung und Orientierung der Förderung an zur Verfügung stehenden Mitteln; > die Einführung eines Ausschreibungsverfahrens für Windkraft in Ver­ bindung mit degressiven Einspeisetarifen. Für die übrigen Techno­ lagien gi lt das Prinzip "first come, first serve"; > eine Reduzierung des garantierten Förderzeitraumes (statt dreizehn Jahren künftig nur mehr zehn Jahre) . 5. Schlussbemerkung Durch die in Österreich geltende Regelung fixer Einspeisetarife für Strom aus erneuerbaren Energieträgern konnte in den letzten Jahren ein mas­ siver Zuwachs bei neuinstal l ierten Kapazitäten verzeichnet werden. Ein weiterer Anstieg der Ökostromerzeugung ist jedoch mit einer steigenden Belastung der Stromkunden verbunden und wirft die Frage nach den volks­ wirtschaftlichen Kosten und der politischen Durchsetzbarkeit auf. Die Sche­ re zwischen den prognostizierten Kosten der Ökostromförderung und den verfügbaren Finanzierungsmitteln wird sich künftig weiter öffnen. Zudem zeigen die Ergebnisse der I nput-Output-Analyse, dass mit der Unterstüt­ zung der Stromerzeugung aus Kleinwasserkraft, Biomasse sowie Klär­ und Deponiegas per Saldo positive Wertschöpfungs- und Beschäfti­ gungseffekte erzielt werden, nicht jedoch bei Wind- und Photovoltaikan­ lagen. N icht zuletzt deshalb ist eine Adaptierung der geltenden Förderung notwendig. Die vorliegende Novelle des Ökostromgesetzes stellt eine sinn­ volle Weiterentwicklung des derzeitigen Fördersystems dar: Durch das ge­ plante Ausschreibungssystem der Fördervergabe für Windkraft kann die Förderung auf kostengünstige Anlagen beschränkt werden und in Ver­ bindung mit degressiven Tarifen für eine höhere Effizienz sowie für eine Planbarkeit des künftigen Förderbedarfs sorgen. Warum das Ausschrei­ bungsverfahren ledigl ich auf den Bereich der Windkraft Anwendung fin­ den und al le anderen Technolog ien nach dem Prinzip " first come, first serve" behandelt werden sollen, ist aus ökonomischer Sicht n icht nach­ vollziehbar: Ebenso erscheint es wenig sinnvoll , d ie Anwendung der Photo­ volta ik - die derzeit weit davon entfernt ist, konkurrenzfähig zu sein - weiterhin durch eine Einspeiseregelung zu unterstützen . 1 10