dings sind in dieser Statistik nur deren Lohneinkommen enthalten. Da bei der vorliegenden Arbeit das Einkommen aus marktwirtschaftlichen Tätig- keiten analysiert werden soll, werden Personen im Ruhestand herausge- rechnet. Die Lohnsteuerstatistik liefert somit detaillierte Informationen über den Bruttobezug der großen Mehrheit der österreichischen Erwerbs- tätigen. Der Bruttolohn umfasst neben den Sonderzahlungen nach § 67 EStG 1988 (13. & 14. Monatsgehalt) auch die Arbeitnehmerbeiträge zur gesetzlichen Sozialversicherung. Die Arbeitgeberbeiträge werden nicht aufgeführt, da sie nicht Bestandteil des Bruttolohnes sind. Die Daten werden in aggregierter Form publiziert. Diese Tabellen bein- halten in ihrer aktuellen Form für 19 Einkommensklassen die Informatio- nen über die jeweiligen Fallzahlen und die aggregierten Bruttolohnsum- men. Seit dem Jahr 1953 wurde die Statistik der Lohnsteuer 24-mal veröffentlicht. Mit Ausnahme der Perioden 1957-1964 und 1982-1987 wurde sie im Abstand von drei Jahren erstellt. Seit dem Jahr 1994 wird sie jährlich publiziert. Neben den aggregierten Statistiken, die für einen relativ langen Zeitraum zur Verfügung stehen, werden für die Jahre 2004 bis 2008 auch Mikroda- ten der 1%-Stichproben34 der Lohnsteuerstatistik verwendet, um die Genauigkeit der Berechnungen überprüfen zu können. Die Stichprobe enthält jährlich ca. 60.000 Beobachtungen, für die in anonymisierter Form ein Teil der qualitativen und quantitativen Merkmale der Lohnzettel analy- siert werden kann. Mithilfe der Stichprobengewichte35 ist es möglich, sehr genaue Projektionen auf die Gesamtbevölkerung anzustellen. Chaloupek (1981) hält fest, dass die Lohnsteuerstatistik in den ersten Jahren ihrer Erstellung einen großen Teil der ArbeitnehmerInnen nicht abgebildet hat. Die Untererfassung betrug beispielsweise 1953 ca. 550.000 Lohnsteuerkarten (ca. 25%) und betraf überwiegend Arbeiter mit niedrigem Einkommen im landwirtschaftlichen Bereich und Saisoniers. Die Aussagekraft der Lohnsteuerstatistiken ist aufgrund dieser strukturel- len Untererfassung bis in die 1990er-Jahre beeinträchtigt. Weiters ist zu bemerken, dass zwischen den Jahren 1967 und 1987 nur ein repräsentativer Teil der Lohnzettel für statistische Zwecke ausgewer- tet wurde. Technische Innovationen und die gesetzliche Umstellung von Lohnsteuerkarten auf jährlich abzugebende Lohnzettel ermöglichten erst ab dem Jahre 1994 eine vollständige Auswertung. Dementsprechend ist zwischen 1987 und 1994 auch ein deutlicher Strukturbruch in der Zeitreihe zu vermerken. 522 Wirtschaft und Gesellschaft 37. Jahrgang (2011), Heft 4