Abbildung 8: Anteil atypischer Besch�ftigungsverh�ltnisse nach Branchen in Deutschland, 1996-2009 in %* Daten: Bosch, Weinkopf (2011). * Als atypisch besch�ftigt werden hier im Einklang mit der Definition des Statistischen Bun- desamts folgende Besch�ftigungsverh�ltnisse definiert: Hauptbesch�ftigungen in Leihar- beit, befristete Arbeitsverh�ltnisse, Mini-Jobs, sozialversicherungspflichtige Teilzeitarbeit bis 20 Wochenstunden. mit dem niedrigsten Niveau an atypischer Besch�ftigung, ein h�herer Anteil atypisch besch�ftigt ist, als dies f�r die Industrie der Fall ist. Der Un- terschied im Anteil atypischer Besch�ftigung zwischen der Industrie und der Dienstleistungsbranche ��ffentliche und pers�nliche Dienstleistungen� betr�gt beinahe 20 Prozentpunkte! Dabei ist zu ber�cksichtigen, dass diese Branche auch in absoluten Zahlen mehr als doppelt so viele atypisch Besch�ftigte aufweist wie die Industrie. 3.6 Innovationssystemische Argumente Insbesondere in den USA ist die Rolle der Industrie im Innovationssys- tem Gegenstand der wirtschaftspolitischen Debatte.62 Demnach hinter- l�sst die � v. a. nach Asien � ausgelagerte Produktion eine L�cke im Inno- vationssystem, welche die Innovationsf�higkeit der amerikanischen Volks- wirtschaft in dynamischer Perspektive zu reduzieren droht. Die Konzep- tualisierung von Innovation in der Literatur zu Innovationssystemen als interaktiver Lernprozess zwischen Akteuren innerhalb eines flexibel defi- nierbaren Systems legt den Schluss nahe, dass der Ausfall eines Ele- ments negative Folgen f�r die Systemleistung haben kann.63 Wie bedeut- sam ist der industrielle Sektor f�r ein Innovationssystem? Erste Hinweise liefert beispielsweise die �sterreichische Innovationser- 42 Wirtschaft und Gesellschaft 38. Jahrgang (2012), Heft 1