Zusammenfassung Die letzte Finanz- und Wirtschaftskrise hatte in vielen Ländern ihren Ursprung auf den Immobilienmärkten. Vor diesem Hintergrund werden die Konsequenzen liberalisierter Wohnungsmärkte untersucht. Dabei wird zuerst gezeigt, dass ein theoretischer Blick auf die Eigenheiten der Wohnungsmärkte gute Gründe für ein Marktversagen liefert. Zweitens wird anhand von ökonomischen Schlüsselvariablen dargelegt, welche Konsequenzen eine wohnpolitische Strategie, die auf Liberalisierung setzt, langfristig zeitigt. Länder, die diesen Weg beschritten haben, erlebten einen starken Anstieg der Haushaltsverschuldung und sind seit Beginn der Krise mit einem drastischen Anstieg der Arbeitslosigkeit konfrontiert. Der wohnpolitische Diskurs hat sich trotz dieser markanten Ereignisse bisher nicht sub- stanziell geändert, wie eine abschließende Analyse der jüngsten wohnpolitischen Vor- schläge der OECD zeigt. Die Pariser Organisation setzt weiterhin auf freie Wohnungs- märkte und Eigentumsbildung. Direkte politische Interventionen auf der Angebotsseite, welche für ein ausreichendes und erschwingliches Wohnungsangebot zentral sind, bleiben per Definition ausgeschlossen. 76 Wirtschaft und Gesellschaft 38. Jahrgang (2012), Heft 1 „Die Ökonomik der Arbeiterbewegung zwischen den Weltkriegen“ Band 6 Rudolf Hilferding: Finanzkapital und organisierter Kapitalismus Günther Chaloupek, Heinz D. Kurz, William Smaldone Heinz D. Kurz Rudolf Hilferdings Das Finanzkapital William Smaldone Rudolf Hilferding, „Organisierter Kapitalismus“, und die Politik der Weima- rer Sozialdemokratie Günther Chaloupek Karl Renners Konzeption des „demokratischen Wohlfahrtsstaats“ Graz 2011, 104 Seiten, D 14,90. Bestellungen bei: Leykam Buchverlagsgesellschaft m.b.H. Nfg. & Co. KG, Ankerstraße 4, A-8057 Graz, Tel. +43 (0) 5 0109-6530 bis 6533, 6535, Fax: +45 (0) 5 0109-6539, e-mail: verlag@leykam.com