nannte Pareto ?, nur in einem sehr engen Intervall streut. Pareto interpre- tierte die Ergebnisse seiner Untersuchungen als natürliches Gesetz, dem die Verteilung der Einkommen folgt. Diese Einschätzung wurde inzwi- schen wiederholt falsifiziert. Erstens kann die Verteilung der Einkommen zwischen den untersten 10% und den obersten 20% der Einkommensbe- ziehenden mit einer Lognormalverteilung genauer beschrieben werden, und zweitens verändert sich Paretos ? sowohl über die Zeit als auch für verschiedene Länder. Für die obersten 20% ermöglicht die Paretovertei- lung aber tatsächlich eine sehr gute Approximation. Folglich verwenden nahezu alle aktuellen Studien zur Einkommensverteilung5 die Annahme, dass die Hoch- und Höchsteinkommen paretoverteilt sind. Wir übernehmen diese Annahme ebenfalls und approximieren den obers- ten Teil der Einkommensverteilung mit einer Paretoverteilung.6 Die Vertei- lungsfunktion der Paretoverteilung für die Einkommen y ist folgenderma- ßen definiert:7 ( )F y yy= ? ? ? ? ? ? ?1 ~ ? (1). Im Rahmen der Interpolation der Einkommensanteile geht es also im Wesentlichen darum, Paretos ? zu berechnen. Zeichnet man die Pareto- verteilung in einem log-log-Diagramm ein, erscheint sie als Gerade mit dem Koeffizienten ? als Steigungsparameter und dem Minimumeinkom- men ~y als Ordinate. Wie aus Abbildung 1, welche die inverse Verteilungs- Abbildung 1: Verteilungsfunktion der Bruttolöhne der Unselbst- ständigen (log-Skala) Quelle: eigene Berechnungen auf Basis der 1%-Stichprobe der LSt 2007. 79 38. Jahrgang (2012), Heft 1 Wirtschaft und Gesellschaft