allem zum ökonomischen Mainstream – ab der Diskussion um die „The General Theory on of Employment, Interest, and Money“ aus dem Jahr 1936 gesehen. Bis heute lassen sich grob drei Perioden unterteilen: die Zeit unmittelbar nach Keynes, der Wandel der Themen und Ausrichtung in den 1970er-/ 1980er-Jahren und die Themen seit den 1990er-Jahren, die vor allem auch durch die Krise der letzten Jahre determiniert wurden. 2.1 Aufgaben unmittelbar nach Keynes Mit dem Erscheinen von „The General Theory on of Employment, Inte- rest, and Money“ fand unmittelbar eine lebhafte Diskussion auch innerhalb der standardökonomischen ÖkonomInnen statt. Wie Hagemann (2012) als einen Aspekt in seinem ausführlichen historischen Abriss zur Keyne- sianischen Revolution und den Weiterentwicklungen im Rahmen der Neo- klassischen Synthese und des Postkeynesianismus zeigt, hat dazu vor allem die Tatsache beigetragen, dass John Hicks durch seine Diskussion und seinen nachhaltigen Versuch der Integration der Schriften von Keynes in die standardökonomischen Ansätze, die bis heute im Rahmen der IS- LM Modellwelt bestehen und weltweit fester Bestandteil einer ökonomi- schen und betriebswirtschaftlichen universitären Ausbildung sind, eine un- mittelbare Wahrnehmung und damit theoretische Auseinandersetzung der keynesianischen Schriften im ökonomischen Mainstream bewirkt hat. Snowdon/Vane (2005, S. 71ff.) verdeutlichen in ihrem Überblick zur key- nesianischen Theorie drei Strömung als Weiterentwicklung von Keynes: eine hydraulische Interpretation, welche die Eingliederung Keynes im Rahmen des IS-LM-Modells in den ökonomischen Mainstream darstellt, eine Neo-Keynesianische Variante, die ebenfalls zu einer gleichgewichti- gen Analyse der Ökonomie führt und eine fundamentalistische, auch post- keynesianische Variante, die sich vor allem gegen die unmittelbare hy- draulische Variante wendet. Eine wesentliche Protagonistin dieser unmittelbaren Auseinanderset- zung im Rahmen des Postkeynesianismus ist Joan Robinson,2 die sich zum einen eines wesentlichen Themas annimmt, das im Rahmen der „Ge- neral Theory“ zwar angesprochen, aber konzeptionell unterrepräsentiert ist, die Frage der Einkommensverteilung3 und zum anderen die weitere Deutung und Interpretation der „General Theory“ vorantreibt. In ihrem Werk „Introduction to the Theory of Employment“ macht sie deutlich, dass das Ziel sei, die „General Theory“ verständlich zu machen und dessen Struktur zur verdeutlichen.4 Die wesentlichste Aufgabe dieser ersten Peri- ode unmittelbar nach Keynes bestand somit darin, die Gegenposition zum jeweils gängigen5 Mainstream zu verdeutlichen. Doch neben diesem wirtschaftspolitischen Anliegen, war es ebenso we- 39. Jahrgang (2013), Heft 2 Wirtschaft und Gesellschaft 127