Marktdaten beschrieben sind. Eine eigene Analyse von im Web angebote- nen Wohn- und Gewerbeimmobilien zeigt, dass der Angebotsmarkt ein geschätztes Ausmaß von 1-2,5% der Haushalte ausmacht und räumlich stark variiert. Während in Wien vornehmlich Wohnungen zum Kauf und zur Miete angeboten werden, überwiegen im Burgenland Verkäufe von Häusern und Grundstücken. Die analysierten Angebotsdaten beziehen sich auf eine Stichprobe von ca. 10% der jährlichen Verkaufsfälle.24 Die Analyse hat auch gezeigt, dass im Gegensatz zu Wohn- und Gewerbeim- mobilien Marktdaten über Industrieimmobilien sowie über land- und forst- wirtschaftliche Liegenschaften nicht in dem Ausmaß verfügbar sind. 2.4 Qualität Eine Aussage zur Qualität einer Immobilienbewertung bedarf der Analy- se des Gesamtprozesses (siehe Abbildung 2) bestehend aus: • der Qualität der Daten (Aktualität, Vollständigkeit, Homogenität) zur Beschreibung des ertragsrelevanten Parametern (siehe Tabelle 1), • den gewählten Verfahren, • den entwickelten Modellen und • den gemachten Annahmen und Schlussfolgerungen. Als Ergebnisgröße wird der marktkonforme Wert angestrebt.25 Die ein- zelnen Einflüsse der verschiedenen Unschärfen auf das Bewertungser- gebnis lassen sich modellieren. Bei den Finanzdaten ergibt sich die Quali- tät beispielsweise aus der Unschärfe der Ertragsprognose, der Ertragskonformität und der Unschärfe der Märkte. Beim Ertragswert wird der Wert des Objekts durch die Kapitalisierung eines zu erzielenden Rein- ertrags aus der (möglichen) Nutzung des Objekts zu einem gegebenen (angemessenen) Marktzinssatz ermittelt. Die drei Faktoren für die Pro- gnostizierung des Vermögenswertes sind: • die zukünftigen Erträge, erhebbar aus Daten des Mietmarktes, • der Wiederverkaufswert – aus Angebots- bzw. Transaktionsdaten des Immobilienmarktes, • das Risiko im Vergleich zum Ertrag und zum Risiko einer alternativen Anlage (drückt sich durch den Diskontierungszinses aus und folgt den Daten am Kapitalmarkt). Dort, wo eine größere Menge von gleichartigen Immobilien vorhanden ist, wird der erreichte Präzisionsgrad relativ hoch sein.26 Umgekehrt wer- den die Ergebnisse verzerrt, falls die abweichenden Parameter – wie etwa bei Durchmischung eines hochpreisigen Wohngebiets mit Sozialbauten oder Altbauten neben Neubauten – nicht ausreichend erfasst sind. Die Qualität der Ergebnisse aus Massenbewertungen ist mittels ver- schiedener Kriterien messbar, wie etwa die der horizontalen und vertika- len Gleichbehandlung im Vergleich zu den Marktpreisen. Ein Vergleich mit Wirtschaft und Gesellschaft 39. Jahrgang (2013), Heft 2 174