pension ein geringfügiges Entgelt dazuverdient werden kann. Auch hier gilt: Bei höherem Einkommen fällt der gesamte Leistungsan- spruch weg. Eine inhaltsgleiche Regelung enthalten auch die Über- gangsbestimmungen zur vorzeitigen Alterspension (§§ 253b iVm 607 ASVG). Bei Bezug einer Pension aus dem Versicherungsfall der geminderten Arbeitsfähigkeit, d. h. bei Bezug einer Invaliditätspension oder Berufsunfähigkeitspension, kann ebenfalls ein Erwerbseinkom- men bis zur Geringfügigkeitsgrenze bezogen werden. Übersteigt das Erwerbseinkommen diese Grenze, gebührt eine Teilpension (§ 254 Abs 6 bis 8 ASVG, § 271 Abs 3 ASVG). • Eine in der Praxis ebenfalls sehr wichtige Regelung ist die Ermögli- chung eines Zuverdienstes zum Kinderbetreuungsgeld. Hier gelten je nachdem, ob eine einkommensabhängige oder eine pauschalierte Variante des Kinderbetreuungsgeldes in Anspruch genommen wird, unterschiedliche Zuverdienstgrenzen. Ein Verdienst aus geringfügi- ger Beschäftigung ist bei allen Varianten möglich. 2. Daten 2.1 Zahl der geringfügigen Beschäftigungsverhältnisse Die Zahl der geringfügigen Beschäftigungsverhältnisse ist seit Mitte der 1990er-Jahre im Jahresdurchschnitt von 136.500 auf 316.500 im Jahr 2012 angestiegen, das ist ein Zuwachs um 132% (Tabelle 1). Die Zahl der unselbstständig Beschäftigten hat sich dem gegenüber im gleichen Zeit- raum lediglich um 13% erhöht. Betrachten wir zuerst die Zuwachsraten bei den geringfügigen Beschäf- tigungsverhältnissen in den einzelnen Jahren und – zum Vergleich – die Zuwachsraten bei den versicherungspflichtigen Beschäftigungen. Von In- teresse ist dabei u. a., welche Auswirkung die mit 1.1.1998 in Kraft getrete- ne Reform hatte (Ermöglichung einer begünstigten Selbstversicherung/ Arbeitgeberabgabe bei geringfügigen Entgelten über 150% der Geringfü- gigkeitsgrenze). Die in Tabelle 1 ausgewiesenen Werte zeigen, dass die vor der Reform gegebenen hohen Zuwachsraten bei den geringfügigen Beschäftigungs- verhältnissen im Jahr 1998 sehr deutlich nach unten gegangen sind, dass aber auch unmittelbar nach der Reform kein zahlenmäßiger Rückgang zu verzeichnen war. Im Jahr 1999 gab es sogar erneut eine zweistellige Stei- gerungsrate. Ab dem Jahr 2000 ist dann wieder ein moderaterer jährlicher Zuwachs zu verzeichnen, der aber bisher stets ganz erheblich über den Zuwachsra- ten bei den versicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen lag. Ein 39. Jahrgang (2013), Heft 2 Wirtschaft und Gesellschaft 197