herrschenden Wirtschafts- und Lebensweise noch kompatibel erschei- nen, verlangt Suffizienz (weniger) einen Paradigmenwechsel.18 Abgeleitet von dem hier kurz umrissenen Nachhaltigkeitsdiskurs ergibt sich für die Beurteilung der Regulierungsvorschläge folgender Bewertungs- raster (siehe Tabelle 1). Als Beurteilungskriterien für die soziale Dimension ziehen wir die Wohlstandsverteilung und Partizipationsmöglichkeiten her- an. Im Unterschied zu Grunwald (2003) integrieren wir die politisch-institu- tionellen Rahmenbedingungen nicht als Kriterium innerhalb der sozialen Dimension. Das Dreigestirn der Effizienz, Suffizienz und Konsistenz ordnen wir der ökologischen Dimension zu, da die Strategien im Wesentlichen auf die Stoffkreisläufe im Ökoystem abzielen. In Bezug auf die ökonomische Nachhaltigkeitsdimension werden die Regulierungsvorschläge auf ihre Auswirkungen hinsichtlich Beschäftigungsniveau und Innovationsfähigkeit überprüft und damit zwei Kernaspekte wirtschaftlicher Entwicklung abge- bildet. Hieraus ergibt sich der in Tabelle 1 dargestellte Bewertungsraster. Tabelle 1: Bewertungsraster Nachhaltigkeitsdimension Kriterium Ökonomisch Beschäftigung Innovationsfähigkeit Ökologisch Effizienz Suffizienz Konsistenz Sozial Wohlstandsverteilung Partizipationsmöglichkeiten Quelle: eigene Darstellung. Im Folgenden sollen nun einige konkrete Regulierungsvorschläge vor- gestellt und hinsichtlich ihres spezifischen Regulationsdesigns unter- sucht, verglichen und anhand der entwickelten Bewertungskriterien evalu- iert werden. Dabei dient das Beispiel des Top-Runner-Programms sowohl als Inspirationsquelle als auch als eine Vergleichsfolie zur Bestimmung der Zielerreichungspotenziale einzelner Reformvorschläge. 4. Regulierungsvorschläge für mehr Nachhaltigkeit In diesem Abschnitt werden exemplarisch sechs potenzielle Wege für einen nachhaltige Gestaltung der Konsumkultur sowie dazugehörige Re- gulierungsvorschläge vorgestellt und auf ihr Potenzial für eine nachhalti- gere Gestaltung privaten Konsums untersucht. 213 39. Jahrgang (2013), Heft 2 Wirtschaft und Gesellschaft