Abbildung 7: Konsumentenvertrauen Quelle: OeNB. liert (r = –0,45), nicht jedoch mit der österreichischen (r = 0,06). Beides ist für die Fragestellung dieser Arbeit allerdings insofern wenig relevant, als außer Frage steht, dass die Medien, auf deren Auswertung der Index be- ruht, die Krise hochspielen. Unklar ist die Reaktion der Österreicher auf die Medienberichte. Einerseits zeigt das Eurobarometer ein erheblich höhe- res Medienvertrauen als im EU-Durchschnitt (wenn auch, wie bei den meisten anderen Indikatoren, abermals niedriger als in Skandinavien), an- dererseits scheinen die Krisenmeldungen der Medien die Bevölkerung nicht sehr zu beeindrucken. Augenscheinlich hört und liest sie von der Krise und deren schweren Folgen in anderen Ländern, fühlt selbst aber keine unmittelbaren Folgen („Ich kann weder im Einkaufszentrum noch im Gasthaus irgendetwas von einer Krise bemerken“); es scheint, dass die Österreicher zwar vorsichtiger, aber nicht unzufrieden geworden sind.35 Finanzielle Sicherheit erscheint ihnen wichtiger als rasches Wachstum der Einkommen, solange sie die Verteilung als halbwegs fair einschätzen.36 5. Versuch eines Ausblicks Die Lebenszufriedenheit der Österreicher ist bisher durch die Finanzkri- se (fast) nicht beeinträchtigt worden. Das bedeutet nicht, dass man die 337 39. Jahrgang (2013), Heft 3 Wirtschaft und Gesellschaft